10. April 2009

Was ist übrig, einen Monat nach dem Amoklauf von Winnenden?

Trauer und Unverständnis, mehr nicht.

Sensationsjournalismus: Vorbei.
Twitter-Overflow: Vorbei.
Killerspiel-Debatte: Vorbei.
Diskussion um Schusswaffenverbot: Vorbei.

Hat sich etwas geändert? Haben wir daraus gelernt? Eher nicht. Der Alltag hat uns eingeholt (mit einer kurzen Ausnahme am Dienstag im Gerichtssaal).

Nur die Verschwörungstheoretiker haben immer noch Nahrung: Fand der Amoklauf doch am 11.03.09 statt. 11 + 3 + 9 = 23. Die 23 ist einfach überall zu finden.

Und so verblasst dieses schreckliche Ereignis immer mehr bis zum 11.3.2010, und den Jahrestagen danach. Vielleicht wird es noch hier und da im Wahlkampf des ein oder anderen Politikers auftauchen, aber eine wirkliche Auseinandersetzung mit den Geschehnissen gibt es nur für die Betroffenen - und die ist wohl schmerzlich.

Kann man verhindern, dass so etwas wieder passiert? Ich weiß es nicht. Aber Sensationsjournalismus und danach Vergessenheit tragen wohl nicht dazu bei.

1 Kommentar:

westschachtel hat gesagt…

Rafal schreibt:
Nie - niemals nicht wird sich in der realen Welt etwas nach eine Katastrophe ändern (eher im Internet mit der aktuellen KiPo Discussion), das war schon immer so. Das Aufbrausen ist zunächst unerträglich gross - so habe ich ab dem 12.11.09 Google zum Thema Winnenden beobachtet, man musst nur "Winnenden" eingeben und konnte seitenlang keine Seiten außer Amoklauf finden. Wobei (unter uns gesagt, ich es "Attentat" nenne). Nun heute nach etwas über einem Monat suche ich in Mr. G. nach weiteren Erkenntnissen die die Polizei gefunden hat (hat?) - aber Pustekuchen, da ist "nichts Neues unter der Sonne" - es tut mir so leid um die Opfer. Aber in Wirklichkeit ist der Vater "Hardy Schober" das Opfer. Ich habe ihn im Fernsehen (fast heulend) gesehen und hernach träumte ich, dass ich göttlich wäre und ihm seine Tochter wiederbringen könnte :(

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