10. November 2016

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Hallo!

Liest hier noch jemand, oder möchte lesen?

Ich würde gerne mehr schreiben, wie ich auch immer wieder ankündige, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass das alles nicht mehr relevant ist und eigentlich keinen interessiert. Trotzdem möchte ich dem Bloggen nicht Tschüss sagen.

Ich fotografiere gerne. Ich habe tausende Fotos, mit denen ich eigentlich nichts anfange, also habe ich mir gedacht, warum nicht endlich mal auf dem Blog raushauen. Dieser Blog hier ist aber zu überladen, zu gedankenschwer und nicht wirklich für Fotos geeignet.

Aus diesem Grund habe ich vor einigen Tagen einen neuen Blog gestartet: Life Enhancing Pictures (https://lifeenhancingpictures.blogspot.com)


In den letzten Tagen habe ich ein Free-Design heruntergeladen und angepasst. Mittlerweile sieht es nicht mehr so sehr aus wie vorher. Der Fokus hier liegt jetzt auf den Fotos und Bildern. Jeder Post widmet sich genau einem Bild, das erste Bild. auf der Zusammenfassungsseite liegt im Fokus. Das Design ist noch etwas wackelig, weil meine Kenntnisse noch auf CSS2-Niveau sind. Ich werde also noch etwas daran herumschrauben. Mobil ist auch noch nicht soooo toll ;)

Zusätzlich zum Design habe ich die die Nächte damit verbracht die meisten Bilder von Life Enhancing Trivia zu Life Enhancing Pictures übertragen, damit der Blog schon Leben hat. Alle versehen mit dem Original-Datum. Dazu habe ich die meisten Posts gelesen.. und war peinlich berührt. Was hab ich nur für einen Schwall gehabt :) UND VORALLEM: Warum hat mich nie jemand auf meine Rechtschreibfehler hingewiesen???

In Zukunft werde ich dort also hin und wieder ein Foto posten, was ich für teilenswert halte. Dank ITTT wird es nicht nur auf LEP landen, sondern auch auf meinem Twitter-Account gepostet und auf meine Facebook-Seite gepostet (falls die jemand kennt).

Das bedeutet nicht das Ende für Life Enhancing Trivia, aber mehr als in den letzten 2 Jahren, wird es wohl nicht werden. Es sei denn, jemand mochte mein Geblubber :)

Ich freue mich also auf euren Besuch, eure Kommentare zu meinen Bildern und so viel Freude beim Betrachten wie ich beim Fotografieren hatte :)

Life Enhancing Pictures

3. September 2016

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Was hab ich mich nur gefreut, dass ich mal Blitze fotografiert hatte...

Nunja... Mittlerweile hab ich ein bissl mehr drauf und nachts Blitze zu fotografieren ist auch irgendwie kagge...

Letzte Woche war nun die Gelegenheit.


Leider prasselte nach den ersten paar Bildern dann auch der Regen auf den Balkon, deshalb musste ich mich nach drinnen verziehen.

30. August 2016

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Wie immer wollte ich nur meiner Wege gehen. Vor der Sneak am Montag saß ich also in der warmen Abendsonne und der gefüllten Königstraße vor dem Müller und schmökerte in meiner Star Trek Destiny Buchreihe, als da plötzlich diese Frau neben mir zusammenklappte. Was heißt zusammenklappen? Sie versuchte sich auf einen dieser Metallringe um die Bäume zu setzen, verfehlte ihn um gefühlte drei Kilometer und lag da wie ein Käfer auf dem Rücken. Ich reichte ihr meinte, die sie sofort schnappte und auch nicht losließ, als sie sich aufgerappelt hatte und auf meinen freigewordenen Stuhl setzte.

Da sie starken Schluckauf hatte, nahm ich einfach an, dass sie zwei Korn zu viel intus hatte. Als sie anfing meine Hand immer fester an ihren Körper presste und immer schwerer atmete, hatte ich eigentlich nur einen Gedanken: "Hoffentlich kotzt sie mir nicht auf die Schuhe!"

Irgendwann ließ sie los, ich fragte ob alles in Ordnung sei und sie gegenfragte, ob ich etwas zu trinken hätte. Irgendwann switchte sie auf Englisch, da ging es mit der Kommunikation etwas besser. Ich hatte natürlich nichts dabei, aber offerierte ihr etwas aus dem Müller zu holen. Nach dem zweiten Angebot nahm sie an und ich hoppelte los.

Im Müller gab es gerade Lays Chips im Angebot. Das war verlockend. Auf jeden Fall verlockender als das, was noch kommen sollte. Nachdem ich meine 74 Cent in reinstes Alpenquellwasser investiert hatte und wieder an der Bank eintraf, kippte sie das Wasser wie Harald Juhnke den anderen klaren Stoff in seinen besten Zeiten.

Ich setzte mich auf den Boden vor ihr, so eine Nummer mit dem Metallring wollte ich ja nicht abziehen, und sie setzte sich prompte dazu, legte ihre Hand auf meinen Oberschenkel und fragte mich nach meinem Beziehungsstatus. Prompt in diesem Moment stand dann auch mein Beziehungsstatus hinter uns und war not amused. Trotz der geklärten Verhältnis rutschte ihre Hand meinen Oberschenkel weiter hoch, während sie meinte, sie käme aus Lettland, sei Journalistin und schreibe eine Reportage über ...Deutsche.

Als auch nach dem dritten Streicheln meiner Oberschenkelgegend nichts ging und ich dreimal nachgefragt hatte, ob alles in Ordnung sei, ich jemand anrufen könnte oder sie irgendwohin bringen solle, durften wir gehen. Vorher durfte ich noch verraten, ob ich viel Geld verdiene (Tue ich nicht). So einfach war das dann. Und dann war das auch wieder vorbei.

Im Nachhinein fühlte ich mich schon etwas belästigt. Man sagt über mich, dass ich solche Leute anziehe. Normalerweise wollen die mir aber etwas über Jesus erzählen.

Wo war Jesus bloß an diesem Tag?

2. August 2016

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Da die Reservierungen bei der Metropol-Sneak in Stuttgart gestern gefickt waren, hätte ich Nerve gestern fast verpasst. Ich bin doch ziemlich froh, trotzdem hingegangen zu sein.

Nerve kommt mit dem Hype von Pokémon Go genau zur richtigen Zeit in die Kinos. Im Film geht es um das Spiel Wahrheit oder Pflicht, bei dem die Nutzer zum Streamer werden und die Zuschauer entscheiden, welche Pflichtaufgaben zu erledigen sind. Wer seine Aufgaben ablehnt, scheitert oder petzt, fliegt raus. Was als Spaß beginnt, wird langsam immer mehr zum bitteren Ernst, da die Aufgaben immer waghalsiger und der virtuelle Druck des anonymen Mobs immer heftiger werden.

Ich muss schon sagen, dass der Filme sehr viele interessante Themen Gruppenzwang, Identitäts- und Datendiebstahl im Internet, Hype und vor allem die Gier nach Aufmerksamkeit, Zuschauern und 5 Minuten Ruhm anschneidet. Manche dieser Themen verfolgt er weiter, manche verlaufen etwas, aber nie so sehr, dass man sie aus dem Hinterkopf verliert. Ein Film für unsere Generation, juchu.

Vom Trailer her dachte ich, dass Nerve immer mehr sein wird als die App, in der Nutzer die Aufgaben bestimmen. Ich dachte, irgendwann verselbständigt sich die App und lässt seine Nutzer irgendeine geheime Agenda ausführen. Das wäre dann so etwas wie im Film Eagle Eye. Aber es bleibt bei Aufgaben der Zuschauer, auch wenn manche Dinge weit hergeholt sind.

Als Informatiker interessiert man sich natürlich dann für die Konzepte hinter der App. Auch wenn einige Konzepte für die Filmwelt sehr weit her geholt waren, muss ich sagen, dass alles mehr oder weniger Sinn gemacht hat. Sehr spannend war es beispielsweise, als die "Hacker" meinten, sie könnten den Code von Nerve verändern, da es ja Open Source sei. Vereinzelte Lacher im Publikum. Als sie aber meinten, sie würden den Code auf der Hosting-Platform verändern, auf der die User Änderungen und Commits zustimmen müssen und deshalb mit einem Bot-Netz und Fake-Profilen den Änderungen einfach selbst zustimmen, musste ich schon anerkennen, dass das hier wenigstens kein Hollywood-Hacking war, sondern tatsächlich jemand, der sich mit der Materie beschäftigt hat. Ob das im echten Leben möglich wäre, sei mal da hin gestellt.

Nerve ist ein spannender Film, der aber merkwürdig ruhige Momente hat. Allerdings hat mir das letzte Drittel nicht mehr so gefallen. Es war ein großartiges Konzept, dem anonymen Mob einen Spiegel vorzuhalten, indem man die Nutzernamen durch Klarnamen ersetzt, aber die Umsetzung war eher solala. Dabei habe ich vor allem die Charakter-Motivationen nicht mehr verstanden. Warum einige Spieler sich auf einmal opfern wollen oder warum sie bei irgendwelchen Plänen mitmachen, wird nicht genau erklärt. Und das Finale ist dann irgendwie eher unpassend. So als ob die Autoren noch unbedingt ein Statement abgeben wollten.

Das unrealistischste am Film sind allerdings die Handyakkus. In einer Welt, in der die Handyakkus so lange halten, sind wahrscheinlich so viele unserer Probleme gelöst, dass die Leute eigentlich kein Nerve mehr spielen müssten.

Die Hauptcharaktere gespielt von Emma Roberts und Dave Franco sind aber bis auf die fragwürdige Motivation aber sehr passend und ich muss sagen, dass mich der Film schon überzeugt hat. Jedenfalls nach einmal darüber schlafen. Vor allem der stimmige und passende Soundtrack. Alles in allem fand ich Nerve sehr solide, der jetzt kein Meisterwerk ist, aber gerade für die Generation PokéMongo anderthalb Stunden ordentliche Unterhaltung bietet.


3,5 Sterne von 5.

10. Juni 2016

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Vor 9 Wochen ist mir die Achillessehne gerissen. Die OP verlief laut Klinik gut und seitdem bin ich auf dem Weg der Besserung.

Bis heute.

Heute habe ich vom Arzt kein Rezept mehr für Physiotherapie bekommen.

Ich sitze also in einem Aircast Walker, habe Schmerzen, kann meinen Fuß nicht richtig bewegen oder Gewicht darauf verlagern, aber darf die Heilung anscheinend nicht mehr verschrieben bekommen. Nach 3 Folgerezepten ist Schluss.

Dass auf den Rezepten immer stand "2-3 mal die Woche" und dass der Heilungsprozess für so einen Riss sich über mehr als 10 Wochen zieht, passt nicht zusammen. Beim Arzt meinte man, ich solle mich an die Klinik wenden, der nächste "Termin" in der Klinik wäre Ende Juli. Mein "Hausarzt" hat mich damals schon abgelehnt und gleich zum Orthopäden geschickt. Die Krankenkasse sagt, der Arzt können das außerhalb des Regelfalls verschreiben. Der Arzt möchte das nicht laut Sprechstundenhilfe. Jetzt hab ich in 10 Tagen einen Arzttermin, wo ich ihn wahrscheinlich anbetteln darf mir so einen Ausnahme zu geben.

Aber wenn auf meinem Therapieplan schon über 12 Wochen durchgeplant sind, aber ich ab Woche 9 nicht weiß, was ich machen kann und darf, dann weiß ich doch, dass sich das System nicht jemand ausgedacht haben kann, der mal so eine Verletzung hatte.

Wann darf ich wieder Fahrradfahren? Wieder Laufen, Sport machen und einfach wieder alles wie vorher machen?

Vom System darf ich wohl keine Hilfe erwarten...

8. März 2016

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Jeden Dienstag nach dem Training führt mich mein Weg nach Hause über den Bahnhof Möhringen in Stuttgart. Heute Abend kam mir ein älterer Herr entgegen, den ich so zwischen 40 und 50 Jahre alt geschätzt hätte. Kurz vor mir bremste er ab und trat ein Wahlplakat der Grünen von einem Schild ab. "Aha, so macht man das also!", grüßte ich. "Genauso macht man das, als Links-Faschist", entgegnete er. Zum Abschied wünschte ich ihm ein "Demokratie, Juchu", obwohl ich lieber "So macht man das, als Idiot" gesagt hätte.

Ich frage mich, ob sein Horizont über seine Stirn hinaus geht, oder ob an der Schädeldecke Schluss ist. Oder ob er sich mit seinem Handeln auseinandersetzt oder mit dem Begriff Links-Faschist. Es wundert mich, dass er gerade einen Groll gegen die Grünen hegt, war er doch mit dem Fahrrad unterwegs. Die Grüne ist eine der wenigen Parteien, die tatsächlich etwas für Fahrradfahrer in Baden-Württemberg tun wollen, bei vielen Parteien steht vor allem der Autofahrer im Vordergrund. Man muss aber immer in kausalen Zusammenhängen denken und überlegen, ob die Probleme beim Automobilverkehr nicht daher rühren, dass nicht genug für die alternativen Verkehrsmittel getan wird. Mehr für Fahrradfahrer bedeutet vielleicht eine Entlastung auf den Straßen?

Aber kausale Zusammenhänge, Querverbindungen und Denken über den Tellerrand - das sind alles Tugenden, die in letzter Zeit verloren gehen. So scheint es jedenfalls, wenn ein Kind der 90er einsieht, dass das Demolieren von einem Plakat am Möhringer Bahnhof nichts an der Stimmenanzahl für eine Partei ändern wird, aber ein vermeintliches Kind der 68er Generation. Beschädigen von Wahlplakaten ist strafbar, dabei hätte der gute Herr nur das Ordnungsamt verständigen müssen, denn das Anbringen von Wahlplakaten an Straßenschildern ist eben auch nicht erlaubt. Hachja...

Wer es bei Twitter noch nicht gesehen hat, hier meine Ergebnisse vom Wahlomat für Baden-Württemberg und der Wahlcheck der Stuttgarter Zeitung:



Eigentlich ist's klar, was ich Wählen muss, um die "Großen" zu ärgern und trotzdem meine Stimme nicht wegzuwerfen. Trotzdem tue ich mich damit ein bisschen schwer.

Politik ist halt auch, wenn beide Parteien in der Regierung - die Grünen und die SPD - gegen ein Verkaufsverbot von Alkohol ab 22 Uhr sind, aber es trotzdem in über 4 Jahren an der Macht es nicht geschafft haben das abzuschaffen. Was soll man dazu noch sagen? Wie soll man da nicht Politikverdrossen werden?