13. Mai 2015

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Schönes Video zum Fermi-Paradoxon.



Das Fermi-Paradoxon beschäftigt sich mit der Frage, warum wir noch kein Außerirdisches Leben beobachten konnten. Basierend auf der Annahme, dass es abermillionen Möglichkeiten für die Entwicklung von intelligentem Leben im Universum gibt und auf dem mathematischen Modell, dass sich dieses Leben innerhalb von wenigen Millionen Jahren in ihrer Galaxie ausbreiten könnte, ist es doch paradox, dass wir in einer 10 Milliarden Jahre alten Milchstraße noch keinen Kontakt gehabt haben. Aber seht selbst...

Der Wiki-Artikel dazu ist für Interessierte extrem Lesenswert, aber wer sich noch mit der Frage weiter auseinandersetzen möchte, dem empfehle ich noch Vlad, den Astrophysiker.

12. Mai 2015

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Nein, der Blog ist nicht tot. Nur im tiefsten Rapunzelschlaf.

Aber wenn ich hier mal blogge, dann fragt mich Google, der Domain-Händler, ob ich meinen Blog nicht mit einer richtigen Domain versorgen will. Nette Vorschläge kommen da und der beste ist: deathenhancingtrivia.com


Triviales, was den Tod verbessert. Eurks...

27. April 2015

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Juchu, ich bin aus Naumburg! Sprachlich jedenfalls. Das meint zumindest Spiegel Online bzw. die Anwendung "Moin, Grüezi, Servus", die von SPON beworben wird.


Eigentlich bin ich aus Zeulenroda, aber ich habe tatsächlich Wurzeln in Naumburg. Mich hat trotzdem das Ergebnis überrascht, weil einige Bekannte von mir ihre Heimat weit verfehlen.


So funktioniert's. Anhand von 25 Fragen wird errechnet, wo man in etwa herkommt. Die Fragen gehen in die Richtung "Wie spricht man bei Ihnen folgenden Begriff aus?".

Unter "Moin, Grüezi, Servus" bzw. beim entsprechenden SPON-Artikel kann man das Quiz starten.

Es ist ja klar, dass 10:15 Uhr "Viertel Elf" heißt, gebratenes Hackfleisch "Gehacktes Klößchen" und es auf jeden Fall nur den "Eierkuchen" geben kann. Hausschuhe sind Latschen, Geld bewahrt man im Portemonnaie auf und Stifte in der Federmappe. Oder doch im Federkästchen?

Bei einigen Fragen war ich mir dann doch nicht so sicher. Besonders interessant ist da die Frage nach der Aussprache des 1. Worts im Satz "Haben wir noch Milch?". Spontan wäre das bei mir ein "ham'wer noch..." geworden, aber als ich etwas mehr darüber nachgedacht habe, kam dann doch ein "habm/habn" raus. Ich glaube, das habe ich als Kind öfter gesagt.

Ob aber das Frühstück am Arbeitsplatz "Frühstückspause", "Pause" oder "zweites Frühstück" in Zeulenroda heißt, war mir unklar. Angekündigte Tests in der Schule waren aber bei mir je nach Ausmaß Klausuren, Klassenarbeiten oder Leistungskontrollen.

Fakt ist aber, Sprache ändert sich. Selbst als Kind/Jugendlicher haben sich Begriffe/Aussprachen geändert. So war ich mir nicht mehr sicher, wie meine Eltern das Randstück vom Brot nennen. Kante, oder Mutti? Zusätzlich bin ich jetzt seit fast 10 Jahren in Baden-Württemberg und werde von der hiesigen Sprache assimiliert. Nicht komplett, aber mit Kleinigkeiten.

Sprachforscher meinen, Dialekte sterben aus. Ich denke, es findet einfach nur eine Veränderung statt. Ich packe meinen Koffer mit Begriffen und Eigenheiten. Überall lasse ich etwas da und nehme etwas mit. Und wenn ich dann mein Ziel erreicht habe, habe ich einen bunten Mix aus Dialektschnipseln, die meine Sprache bilden und die ich gerne weitergebe. So lange meine Kinder Eierkuchen sagen, weiß ich, dass meine Sprache weiterlebt :)

16. April 2015

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Neuer Star Wars Teaser... get hype

3. April 2015

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In der Nacht von Freitag auf Samstag, sowie in der Nacht von Samstag zu Sonntag wird es zu einem seltenen Naturschauspiel kommen. Der Mond wird vollständig aus dem Schatten der Erde treten. Bitte verlassen Sie sich auf Ihre Intuition und lassen Sie Ihre Kinder nicht direkt in den Mond schauen. Dies sollte nur durch speziell gefertigte Brillen geschehen, die für extra dieses Spektakel angefertigt wurden. Mondlicht ist direkt reflektiertes Sonnenlicht und während sie Ihr Augenlicht nicht direkt angreift, kann es doch zu Lücken im gesunden Menschenverstand führen.

Bitte unterstützen Sie uns in unserem Vorhaben und halten Sie Ihre Kinder von dieser gefährlichen Strahlung fern. Schauen Sie mit Ihnen fern. Heutzutage haben viele clevere Leute diese schlaue Idee. Allgemein kann ein Blick in den Sternenhimmel einen gefährlichen Anflug von Fantasie in Ihrem Kind hervorrufen.

In den weiteren Tagen tritt der Mond wieder in den Schatten der Erde bis es in zwei Wochen zu einer vollständigen (!) Mondfinsternis kommen wird. Auch für dieses Schauspiel sollte Vorsicht geboten sein. Die Nacht wird komplett dunkel sein. Schalten Sie alle Lichter ein.

Hier ein Bild einer solchen partiellen Mondfinsternis (natürlich mit einem speziellen Filter aufgenommen):

1. April 2015

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Am Montag hatte ich das große Glück "Ex Machina" in der Sneak in Originalsprache bestaunen zu dürfen. Ich konnte völlig unverfroren an den Film gehen, weil ich auch nicht den Trailer gesehen hatte.

Ich weiß, es ist im März etwas früh über den persönlichen Film des Jahres zu sprechen, auch weil die Blockbuster-Saison u.a. mit Avengers gerade erst anfängt, aber was ich da auf der Leinwand gesehen habe, war schon großes Kino, vor allem für den Kopf. Caleb wird von Nathan eingeladen, an einer neuen künstlichen Intelligenz den Turing-Test durchzuführen und findet sich bald in einer Spirale aus Manipulation und Zweifeln wieder.

Die philosophische Implikation für eine vom Menschen geschaffene künstliche Intelligenz ist gewaltig und mit Auseinandersetzungen darüber kann man Bibliotheken füllen. Trotzdem schafft es Ex Machina ziemlich gut, in seinem Rahmen von 100 Minuten, das Thema für den Zuschauer ziemlich gut zusammenzufassen. Auch Nicht-Informatiker werden danach eine Idee von künstlicher Intelligenz bekommen.

Dabei stellt der Film genau die richtigen Fragen, ohne die Antworten auf einem Tablett zu servieren, sondern seine Zuseher zum Mitdenken zu animieren. Man kann sich in den Denkprozess der Hauptfiguren hineinversetzen, man kann sich aber auch einfach vom Film berieseln lassen. Dieser Spagat zwischen Mitdenken und Unterhaltung gelingt nicht oft und macht den Film zu einem besonderen Vergnügen.

Dabei lässt Regisseur Alex Garland alles so plausibel und einfach aussehen, als sei dieser Film gleich um die Ecke. Totalüberwachung durch Mobiltelefone und vollständige Persönlichkeitsprofile durch Suchmaschinen, ob das jetzt Horror oder schlecht ist oder nicht, gehört hat man das in der heutigen Zeit auf jeden Fall.

Neben den schauspielerischen Leistungen der Menschen (Domhall Gleeson und Oscar Isaac werden beide im neuen Star Wars zu sehen sein), sei vor allem Alicia Vikander genannt, die Ava zum Leben erweckt und die Latte für zukünftige Terminatoren ziemlich hoch setzt. Aber vor allem hat mich die Atmosphäre überzeugt, die ruhige Kameraführung, der geniale Soundtrack von Ben Salisbury und Geoff Barrow oder eben die Spezialeffekte, die Ava zum Leben erweckt haben. Die werden so subtil eingesetzt und fügen sich so gut in die Umgebung ein, dass man sie nicht als Spezialeffekte wahrnimmt. Und das ist ein ziemlich großes Lob, finde ich.

Klar gibt es auch in Ex Machina Schwächen und vor allem Wendungen, die nicht ganz überraschend kommen, trotzdem finde ich ihn in sich stimmig und alles in allem einer der filmischen Höhepunkte der letzten Zeit. 5 Sterne von 5.



31. März 2015

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In Zeulenroda verschwindet einen weitere Institution, die Bäckerei Seifert. Heute berichtet die OTZ darüber, dass heute nach dem Wochenmarkt Schluss ist.

Durch die Entfernung waren meine Familie und ich nie Stammkunde, aber trotzdem war für mich der Bäcker Seifert immer eine feste Größe in Zeulenroda. Das lag vor allem daran, dass er immer auf dem Wochenmarkt anzutreffen war. Egal bei welchem Wetter, egal wie viele Leute unterwegs waren. Immer einer der Ersten, die aufbauten und einer der Letzten, die abbauten.

Mit markanter Stimme immer ein Schwätzchen haltend, ist für mich die Bäckerei eigentlich ein Inbegriff von Heimat, denn ich konnte mir sicher sein, ihn beim Markt anzutreffen. Nun wird es in Zeulenroda wieder ein Stück leerer und meine Heimat mir etwas fremder. Seine Semmeln werde ich wohl nicht vermissen, denn ehrlich gesagt geht Nichts über die Semmeln vom Bäcker Scherer, aber wenn wir mal beim Seifert vorbeikamen, dann gab es immer leckere Kuchen oder Torten. Vor allem der Platzkuchen war immer ein sehr besonderer Genuss.

Ich gönne Frau und Herrn Seifert ihren wohlverdienten Ruhestand und hoffe, dass sie ihn lange genießen können.