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30. August 2016

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Wie immer wollte ich nur meiner Wege gehen. Vor der Sneak am Montag saß ich also in der warmen Abendsonne und der gefüllten Königstraße vor dem Müller und schmökerte in meiner Star Trek Destiny Buchreihe, als da plötzlich diese Frau neben mir zusammenklappte. Was heißt zusammenklappen? Sie versuchte sich auf einen dieser Metallringe um die Bäume zu setzen, verfehlte ihn um gefühlte drei Kilometer und lag da wie ein Käfer auf dem Rücken. Ich reichte ihr meinte, die sie sofort schnappte und auch nicht losließ, als sie sich aufgerappelt hatte und auf meinen freigewordenen Stuhl setzte.

Da sie starken Schluckauf hatte, nahm ich einfach an, dass sie zwei Korn zu viel intus hatte. Als sie anfing meine Hand immer fester an ihren Körper presste und immer schwerer atmete, hatte ich eigentlich nur einen Gedanken: "Hoffentlich kotzt sie mir nicht auf die Schuhe!"

Irgendwann ließ sie los, ich fragte ob alles in Ordnung sei und sie gegenfragte, ob ich etwas zu trinken hätte. Irgendwann switchte sie auf Englisch, da ging es mit der Kommunikation etwas besser. Ich hatte natürlich nichts dabei, aber offerierte ihr etwas aus dem Müller zu holen. Nach dem zweiten Angebot nahm sie an und ich hoppelte los.

Im Müller gab es gerade Lays Chips im Angebot. Das war verlockend. Auf jeden Fall verlockender als das, was noch kommen sollte. Nachdem ich meine 74 Cent in reinstes Alpenquellwasser investiert hatte und wieder an der Bank eintraf, kippte sie das Wasser wie Harald Juhnke den anderen klaren Stoff in seinen besten Zeiten.

Ich setzte mich auf den Boden vor ihr, so eine Nummer mit dem Metallring wollte ich ja nicht abziehen, und sie setzte sich prompte dazu, legte ihre Hand auf meinen Oberschenkel und fragte mich nach meinem Beziehungsstatus. Prompt in diesem Moment stand dann auch mein Beziehungsstatus hinter uns und war not amused. Trotz der geklärten Verhältnis rutschte ihre Hand meinen Oberschenkel weiter hoch, während sie meinte, sie käme aus Lettland, sei Journalistin und schreibe eine Reportage über ...Deutsche.

Als auch nach dem dritten Streicheln meiner Oberschenkelgegend nichts ging und ich dreimal nachgefragt hatte, ob alles in Ordnung sei, ich jemand anrufen könnte oder sie irgendwohin bringen solle, durften wir gehen. Vorher durfte ich noch verraten, ob ich viel Geld verdiene (Tue ich nicht). So einfach war das dann. Und dann war das auch wieder vorbei.

Im Nachhinein fühlte ich mich schon etwas belästigt. Man sagt über mich, dass ich solche Leute anziehe. Normalerweise wollen die mir aber etwas über Jesus erzählen.

Wo war Jesus bloß an diesem Tag?

2. August 2016

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Da die Reservierungen bei der Metropol-Sneak in Stuttgart gestern gefickt waren, hätte ich Nerve gestern fast verpasst. Ich bin doch ziemlich froh, trotzdem hingegangen zu sein.

Nerve kommt mit dem Hype von Pokémon Go genau zur richtigen Zeit in die Kinos. Im Film geht es um das Spiel Wahrheit oder Pflicht, bei dem die Nutzer zum Streamer werden und die Zuschauer entscheiden, welche Pflichtaufgaben zu erledigen sind. Wer seine Aufgaben ablehnt, scheitert oder petzt, fliegt raus. Was als Spaß beginnt, wird langsam immer mehr zum bitteren Ernst, da die Aufgaben immer waghalsiger und der virtuelle Druck des anonymen Mobs immer heftiger werden.

Ich muss schon sagen, dass der Filme sehr viele interessante Themen Gruppenzwang, Identitäts- und Datendiebstahl im Internet, Hype und vor allem die Gier nach Aufmerksamkeit, Zuschauern und 5 Minuten Ruhm anschneidet. Manche dieser Themen verfolgt er weiter, manche verlaufen etwas, aber nie so sehr, dass man sie aus dem Hinterkopf verliert. Ein Film für unsere Generation, juchu.

Vom Trailer her dachte ich, dass Nerve immer mehr sein wird als die App, in der Nutzer die Aufgaben bestimmen. Ich dachte, irgendwann verselbständigt sich die App und lässt seine Nutzer irgendeine geheime Agenda ausführen. Das wäre dann so etwas wie im Film Eagle Eye. Aber es bleibt bei Aufgaben der Zuschauer, auch wenn manche Dinge weit hergeholt sind.

Als Informatiker interessiert man sich natürlich dann für die Konzepte hinter der App. Auch wenn einige Konzepte für die Filmwelt sehr weit her geholt waren, muss ich sagen, dass alles mehr oder weniger Sinn gemacht hat. Sehr spannend war es beispielsweise, als die "Hacker" meinten, sie könnten den Code von Nerve verändern, da es ja Open Source sei. Vereinzelte Lacher im Publikum. Als sie aber meinten, sie würden den Code auf der Hosting-Platform verändern, auf der die User Änderungen und Commits zustimmen müssen und deshalb mit einem Bot-Netz und Fake-Profilen den Änderungen einfach selbst zustimmen, musste ich schon anerkennen, dass das hier wenigstens kein Hollywood-Hacking war, sondern tatsächlich jemand, der sich mit der Materie beschäftigt hat. Ob das im echten Leben möglich wäre, sei mal da hin gestellt.

Nerve ist ein spannender Film, der aber merkwürdig ruhige Momente hat. Allerdings hat mir das letzte Drittel nicht mehr so gefallen. Es war ein großartiges Konzept, dem anonymen Mob einen Spiegel vorzuhalten, indem man die Nutzernamen durch Klarnamen ersetzt, aber die Umsetzung war eher solala. Dabei habe ich vor allem die Charakter-Motivationen nicht mehr verstanden. Warum einige Spieler sich auf einmal opfern wollen oder warum sie bei irgendwelchen Plänen mitmachen, wird nicht genau erklärt. Und das Finale ist dann irgendwie eher unpassend. So als ob die Autoren noch unbedingt ein Statement abgeben wollten.

Das unrealistischste am Film sind allerdings die Handyakkus. In einer Welt, in der die Handyakkus so lange halten, sind wahrscheinlich so viele unserer Probleme gelöst, dass die Leute eigentlich kein Nerve mehr spielen müssten.

Die Hauptcharaktere gespielt von Emma Roberts und Dave Franco sind aber bis auf die fragwürdige Motivation aber sehr passend und ich muss sagen, dass mich der Film schon überzeugt hat. Jedenfalls nach einmal darüber schlafen. Vor allem der stimmige und passende Soundtrack. Alles in allem fand ich Nerve sehr solide, der jetzt kein Meisterwerk ist, aber gerade für die Generation PokéMongo anderthalb Stunden ordentliche Unterhaltung bietet.


3,5 Sterne von 5.

11. August 2015

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Gestern lief in der Stuttgarter Innenstadt-Sneak der Film "Self/Less" mit dem deutschen Untertitel "Der Fremde in mir". Warum der Untertitel wie ein Porno klingen muss oder warum es ihn überhaupt geben muss, weiß wieder keiner, allerdings ist die Nähe zu "Face/Off - Im Körper des Feindes" nicht zu übersehen.

Ich hatte den Film auf meiner Watchlist und war echt froh, dass er in der Sneak lief, weil ich sicher bin, dass ich ihn sonst verpasst hätte.

Ganz grob die Handlung: Ein reicher Mann, der vom Krebs zerfressen wird, lässt seinen Geist in einen jüngeren Körper transferieren. Doch beim angeblich für ihn gezüchteten Körper treten Nebenwirkungen auf.

Jetzt kommt hier der Trailer und danach kommen Spoiler. Ich muss auf das Ende des Filmes eingehen, weil ich ihn gerne diskutieren möchte. Als Wertung würde ich "okay" sagen, also 2,5 bis 3 Sterne von 5. Genau hab ich mich da noch nicht festgelegt, mehr siehe nach dem Trailer. Wer weitere Spoiler vermeiden will, hört jetzt auch zu lesen. Und natürlich für alle TL;DRs da draußen...



Natürlich stimmt etwas mit dem "gezüchteten" Körper für unseren reichen Hauptcharakter (Damian) nicht. Er hatte ein anderes Leben (Mark) und die Medizin, die er schluckt, unterdrückt die Erinnerung daran. Nach einem Jahr Medizin, wäre die Unterdrückung dauerhaft.

Als Damian als die Medizin vergisst, tauchen Erinnerungen von Mark wieder auf und er macht sich auf die Suche nach seinem früheren Leben und begegnet dabei der Familie von Mark. Damian kommt in einen Konflikt, der aber dadurch aufgelöst wird, dass die Firma, die ihm sein Überleben gesichert hat, alles und jeden mit dem Wissen auslöschen will. Damian beschützt die Familie von Mark und entscheidet sich am Ende, Mark den Körper wieder zu überlassen.

Ich hatte mir von der Prämisse etwas mehr erhofft. Ich dachte, im Film wird mehr auf dem Spiel stehen als das Leben von einer kleinen Familie. Ich hätte mir das ganze Thema etwas "globaler" gewünscht.

Schließlich geht es hier um eine der philosophischsten Fragen: Gebe ich mein eigenes Leben für ein anderes? Oder: Zerstöre ich ein fremdes Leben, um mein eigenes Überleben zu sichern? - Für einen durch Vernunft und Moral geprägten Menschen eine der schwierigsten Fragen überhaupt. Der Überlebenswille eines Menschen ist quasi Selbstzweck der Existenz, aber auf Kosten eines anderen Lebens? Puh... Ich wüsste nicht, wie ich mich entscheiden würde.

Nachdem er die Wahrheit herausfindet, macht Damian sofort klar, dass er diese Prozedur nie gemacht hätte, hätte er gewusst, dass ein anderes Leben zerstört wird. Allerdings zeigt der Film in den ersten 5 Minuten, wie Damian ohne Skrupel ein Leben zerstört. Zwar nimmt er der anderen Person nicht das Leben, aber er vernichtet seine Karriere, was der Zerstörung eines Lebens ziemlich nahe kommt. Diese Doppelmoral wird zwar im Film gezeigt, aber leider nicht adressiert.

Die ganze Auseinandersetzung mit dem Thema "Mein Leben oder seins" wird leider nicht behandelt. Der Schöpfer der Methode nennt es "eine Möglichkeit, die großen Geister der Menschheit zu erhalten" und nennt Beispiele wie Albert Einstein oder Steve Jobs. Andere Menschen, die diese Form des Überlebens gewählt haben, werden aber nicht gezeigt. Hier wäre die Chance gewesen, mehr Leute zu zeigen und wie sie mit der Wahrheit umgehen.

Ich gehe davon aus, dass es viele Menschen gäbe, die am eigenen Leben hängen und solange die Medizin genommen hätten, bis sie die alte Persönlichkeit verdrängt hätten. Andere hätten gezögert und einzelne hätten wahrscheinlich sofort aufgehört, die Medizin zu nehmen. Hier hätte der Film die Schwierigkeit dieser Entscheidung abwägen können und den Weg der Entscheidungsfindung von Damian zeigen können, aber stattdessen gibt es viele unnötige Actionszenen und die Entscheidung von Damian, sich für Mark zu opfern, wird ziemlich schnell klar, aber nicht so ganz nachvollziehbar.

Die Frage, ob es andere wie Damian gab, wird leider nicht geklärt. Auch die Ziele des Erfinders sind nicht ganz klar. Er verschafft Damian im neuen Körper eine neue Identität. Was bringt es den Leuten, die am Leben bleiben, wenn sie ihre Identität nicht behalten können? Was macht ein Immobilienmakler im neuen Körper, wenn er nicht der Immobilienmakler weiter sein kann und sein Imperium fortführen kann?

Schade, dass man sich eher mit Action beschäftigen wollte, als mit der sehr philosophischen Prämisse. Das hat ein anderer Film besser hinbekommen: Equilibrium. Auch hier geht es um vergessene Medizin, die etwas unterdrücken soll, was uns zum Menschen macht. Mit der Frage des Geistes in einem anderen Körper beschäftigt sich sehr schön die Folge "Das fremde Gedächtnis" aus der 6. Folge der zweiten Staffel von Star Trek: The next Generation. Hier überträgt ein Wissenschaftler seinen Geist in das Gehirn von Data. Darin werden die Erkenntnis der Figur und die philosophischen Implikationen seiner Entscheidungen besser behandelt als in diesem Film.

Der Film ist nicht schlecht, aber ich habe das Gefühl, dass er so viel mehr hätte sein können. Ich weiß nicht, ob es eine bewusste Entscheidung war, keinen Film zum Nachdenken zu drehen oder ob da was im Schneideraum liegen geblieben ist. Was mir sehr gut gefallen hat, waren die Bilder und die Stimmung, die der Film von New Orleans transportiert hat. Alles andere war eher solala...

6. August 2015

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Unmöglich finde ich ja Leute, die sich im Kino lautstark darüber beschweren oder lustig machen, dass da auf der Leinwand gerade etwas Unglaubliches passiert. Wenn zum Beispiel der Hauptcharakter gerade ohne Schutzkleidung vom Motorrad stürzt. Unmöglich ist das insofern, dass der besagte Hauptcharakter gerade 10 Minuten vorher ertrunken ist, wiederbelebt wurde, Auto gefahren ist und einen Unfall mit mehreren Überschlägen überstanden hat. Das war für die Leute noch ok, ABER NICHT WENN ER SICH VOM MOTORRAD ABROLLT!!Einself

Ich mag solche Leute nicht. Warum sollte ich denn in den FÜNFTEN Teil eines Filmes gehen, der im Titel schon das Wort "unmöglich" enthält? Ich meine, das hätte man nach dem ersten Teil schon merken können, dass dort auf der Leinwand nicht die gleichen Gesetze der Physik gelten, wie im vollgefurzten Kinosessel. Spätestens aber nach dem zweiten, da galten ja nur für die Tauben irgendwelche physikalischen Gesetze. Die weibliche Hälfte des nervigen Pärchens musste kurz danach eh auf Toilette, was für viel Freude in ihrer Reihe gesorgt hat.

Die ganze Stuttgarter Premiere von Mission Impossible 5 im Gloria war schon etwas seltsam. Schon während des allerersten Trailers wollte ein älterer Herr einem jüngeren Kinogänger das Handy vom Ohr schlagen. Da war es noch nicht mal dunkel im Saal.

Der Film schlägt in die gleiche Kerbe, wie sein Vorgänger. Tom Cruise und sein Team sind auf sich allein gestellt. Das ist eigentlich gar nicht so schlimm, weil Geld und Materialnachschub sowieso keine Rolle spielen. Auch Verstärkung von anderen Leuten außer dem Team war mit Unterstützung seiner Behörde (IMF) nie ein Thema. Von daher ist die Auflösung des IMF auch nur Mittel zum Zweck, um neben dem Hauptbösewicht noch eine Störquelle einzuführen. Leider wurde dieses Stilmittel nie voll ausgereizt, denn ich liebe verworrene Handlungen oder Verfolgungsjagden mit drei oder mehr Parteien, wenn der Jäger gleichzeitig auch gejagt wird.

Insgesamt kommt Mission Impossible 5 nicht an den vierten Teil ran. Die Sequenz im Kreml und die Klettertour auf dem Burj Khalifa sind legendär und kaum noch zu toppen. Der Stund, der das ansatzweise schafft, wird leider in den ersten 5 Minuten verpulvert. Der Film fühlt sich dann auch eher nach einer Sequenz an, in der Tom Cruise von einem Stunt zum anderen hetzt. Den Teamaspekt haben die vorherigen beiden Teile besser hinbekommen. Das lässt sich vor allem daran festmachen, dass Jeremy Renners Agent Brandt in diesem Film so gut wie keine Action sieht. Jeremy Renner kann Pfeile schießen, Hexen jagen und Matt Damon ablösen, also gebt ihm verdammt nochmal eine Knarre oder setzt ihn auf ein Motorrad, anstatt ihn in politischen Diskussionen zu verheizen.

Aber bei aller Kritik, "Mission: Impossible 5 - Rogue Nation" ist sehr, sehr, sehr unterhaltsam. Das liegt zum einen an der großen Professionalität von Tom Cruise und zum anderen daran, dass sie es immer wieder schaffen, sehr interessante und dominante Bösewichte zu kreieren (bis auf den zweiten Teil). Die Mission-Impossible-Reihe bleibt frisch und kann sich auch nach 20 Jahren noch sehen lassen (bis auf den zweiten Teil).

Das einzige, was mich wirklich gestört hat, war der Soundtrack. Eine oft benutzte Sequenz erinnerte mich irgendwie zu sehr an den Soundtrack zu "Die Mumie" (Vergleiche das hier mit dem hier). Das war jetzt kein K.O-Kriterium, aber irgendwie war das eine Nick­lig­keit, die mich nicht wieder loslassen wollte.

Mission Impossible 5 ist unterhaltsames Sommerkino pur und Tom Cruise zeigt's mal wieder allen, nur habe ich das Gefühl, dass der Höhepunkt der Reihe mit dem vierten Teil erreicht wurde. Hoffentlich kommt da keine Franchise-Müdigkeit auf, denn ich glaube, dass auch wenn der vierte Teil unerreicht bleibt, dass bestimmt noch ein paar gute Filme in der Reihe drin sind. Da ich "damals" Mission Impossible 4 ganze 4,5 Sterne gegeben habe, bekommt der fünfte Teil 4 Sterne von 5.

16. Juli 2015

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So, dann reden wir mal vom neuen Terminator.

In Terminator Genisys geht's darum, was passiert, wenn Skynet sich entscheidet, nicht linear in die Zeitlinie einzugreifen und einen Terminator zurück schickt, bevor alles andere passiert. Der erste Teil spielte 1984 und jetzt wurde halt ein Terminator in die 70er Jahre geschickt, um Sarah Connor als Kind zu töten.

Der Film geht also damit los, dass der menschliche Widerstand im Jahr 2029 erstmals die Zeitmaschine entdeckt und Kyle Reese ins Jahr 1984 geschickt wird. Es spielt sich also erstmal alles so ab, wie im ersten Film, bis dann klar wird, dass sich einiges geändert hat.

Dabei macht Terminator Genisys erstmal keine Anstalten, auf die vorherigen Filme zu kacken, nämlich Terminator 3 und 4. In Terminator 3 wird etabliert, dass der Tag der Abrechnung von 1997 auf 2004 verschoben wurde. In Terminator 4 stößt Kyle Reese als junger Mann zum Widerstand. Hier, in Terminator 5 wird immer noch von 1997 als Tag der Abrechnung ausgegangen und Kyle Reese kommt als Kind zum Widerstand. Wenn man sich also vorbereitet hat, indem man die anderen Filme geschaut hat, kann man das also alles erstmal wegschmeißen.

Über Zeitreisen kann man viel diskutieren, ich liebe es mit Gedankenexperimenten die Plausibilität zu prüfen. Meistens gibt es irgendwo einen Logikfehler, aber das liegt im generellen Paradoxon von Zeitreisen. Deswegen braucht man einen Film nicht zu verreißen. Was mich aber am meisten ärgert, ist wie dumm man als Zuschauer mal wieder von Hollywood gehalten wird.

Hollywood muss davon ausgehen, dass nur noch Affen und Idioten ihre Filme schauen, denn wer würde denn sonst noch Geld bezahlen um solche Misthaufen zu sehen. Deswegen werden Dialoge nur noch geschrieben, damit sich die Charaktere mit dem Zuschauer unterhalten und nicht untereinander.

Als Kyle Reese in der Vergangenheit ankommt und es nicht so abläuft, wie er erwartet hat, sagt ihm Sarah Connor den Satz "Alles hat sich verändert!". WTF! Das ist kein Satz, den sie Kyle sagt, sondern dem Zuschauer. Um auch dem letzten Trottel im Film zu sagen, dass es wohl nicht mehr so ablaufen wird, wie in den anderen Filmen.

Aber braucht man wirklich solche Sätze, kann sich der Zuschauer das nicht selbst denken? Laut Hollywood anscheinend schon, denn später geht es weiter, als Arnie zu erklären versucht, dass es jetzt zwei parallele Zeitlinien gibt. Ich als Kyle Reese hätte erstmal Sarah Connor gefragt, wovon sie faselt. Welche Veränderung meint sie denn? Ich bin doch gerade erst angekommen. Das Konzept, dass Kyle sich jetzt an zwei Kindheiten erinnert, finde ich ziemlich dämlich und als Arnie das dann dem Zuschauer erklärt, wäre ich als Kyle schon ausgestiegen.

Nunja, sei's drum. Jedenfalls ist der Tag der Abrechnung wieder mal verschoben auf 2017 und Skynet ist jetzt eine Smartphone App. Kyle und Sarah kommen also auf die grandiose Idee mit einer Zeitmaschine in die Zukunft zu reisen. Errrrr, what?? WARUM? Schon klar, von 1984 zu 2017 sind's 33 Jahre, aber kann man nicht die 30 Jahre nutzen um zu verhindern, dass Skynet überhaupt erschaffen wird, anstelle zu einem Punkt zu reisen, an dem es nur noch 24 Stunden sind, bis das Ding aktiv wird. Warum dann auch nicht 2012 und 5 Jahre Zeit haben, um was zu machen??

Ich will gar nicht mehr darüber verlieren, es macht so viel keinen Sinn. Die Charaktere folgen keiner Logik, die Dialoge sind mies. Im Marketing haben sie auch schon verkackt, weil sie einen großen Spoiler schon in den Trailern verraten haben. Am meisten verhunzt hat der Film aber das 3D. So schlecht hab ich es noch nie erlebt. Da waren neben den üblichen Unschärfen einfach mal krasse Renderfehler deutlich zu erkennen, viele Perspektiven haben keinen Sinn gemacht und vor allem hat man in vielen Szenen deutliche künstliche Umrisse von Objekten im Hintergrund gesehen. Ich glaube, dass ist der erste Film mit deutlichen Software-Bugs. Aber auch nach Reparatur der technischen Fehler würde ich auf eine Version 2.0 dieses Haufen Mists eher verzichten, dafür haben die Drehbuchautoren Khaleesi einfach zu viel Unfug in den Mund gelegt. Armer Arnie.

Die Terminator-Serie ist an dem Punkt scheiße geworden, als John Connor im zweiten Film zu Arnie sagt, dass er keine Menschen mehr umbringen soll. Alles andere war ein Strudel, der unweigerlich zu diesem Film führen musste. Alles ist anders, aber nicht unbedingt besser. 1,5 von 5.

Hier noch der Trailer zum besten Terminator-Film:

1. April 2015

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Am Montag hatte ich das große Glück "Ex Machina" in der Sneak in Originalsprache bestaunen zu dürfen. Ich konnte völlig unverfroren an den Film gehen, weil ich auch nicht den Trailer gesehen hatte.

Ich weiß, es ist im März etwas früh über den persönlichen Film des Jahres zu sprechen, auch weil die Blockbuster-Saison u.a. mit Avengers gerade erst anfängt, aber was ich da auf der Leinwand gesehen habe, war schon großes Kino, vor allem für den Kopf. Caleb wird von Nathan eingeladen, an einer neuen künstlichen Intelligenz den Turing-Test durchzuführen und findet sich bald in einer Spirale aus Manipulation und Zweifeln wieder.

Die philosophische Implikation für eine vom Menschen geschaffene künstliche Intelligenz ist gewaltig und mit Auseinandersetzungen darüber kann man Bibliotheken füllen. Trotzdem schafft es Ex Machina ziemlich gut, in seinem Rahmen von 100 Minuten, das Thema für den Zuschauer ziemlich gut zusammenzufassen. Auch Nicht-Informatiker werden danach eine Idee von künstlicher Intelligenz bekommen.

Dabei stellt der Film genau die richtigen Fragen, ohne die Antworten auf einem Tablett zu servieren, sondern seine Zuseher zum Mitdenken zu animieren. Man kann sich in den Denkprozess der Hauptfiguren hineinversetzen, man kann sich aber auch einfach vom Film berieseln lassen. Dieser Spagat zwischen Mitdenken und Unterhaltung gelingt nicht oft und macht den Film zu einem besonderen Vergnügen.

Dabei lässt Regisseur Alex Garland alles so plausibel und einfach aussehen, als sei dieser Film gleich um die Ecke. Totalüberwachung durch Mobiltelefone und vollständige Persönlichkeitsprofile durch Suchmaschinen, ob das jetzt Horror oder schlecht ist oder nicht, gehört hat man das in der heutigen Zeit auf jeden Fall.

Neben den schauspielerischen Leistungen der Menschen (Domhall Gleeson und Oscar Isaac werden beide im neuen Star Wars zu sehen sein), sei vor allem Alicia Vikander genannt, die Ava zum Leben erweckt und die Latte für zukünftige Terminatoren ziemlich hoch setzt. Aber vor allem hat mich die Atmosphäre überzeugt, die ruhige Kameraführung, der geniale Soundtrack von Ben Salisbury und Geoff Barrow oder eben die Spezialeffekte, die Ava zum Leben erweckt haben. Die werden so subtil eingesetzt und fügen sich so gut in die Umgebung ein, dass man sie nicht als Spezialeffekte wahrnimmt. Und das ist ein ziemlich großes Lob, finde ich.

Klar gibt es auch in Ex Machina Schwächen und vor allem Wendungen, die nicht ganz überraschend kommen, trotzdem finde ich ihn in sich stimmig und alles in allem einer der filmischen Höhepunkte der letzten Zeit. 5 Sterne von 5.



20. Februar 2015

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Youtuber "Roman K" erschafft Stuttgart im Stile vom Game-of-Thrones-Intro. Ich bin sehr überrascht, dass das noch nicht durch alle Stuttgart Blogs und Netzmagazine gepeitscht wurde.



Ist zwar ein bissle zu lang und repetetiv, aber trotzdem sehr schön geworden. Hat sicher eine Heidenarbeit gemacht. Es hat alle wichtigen Stuttgarter Sehenswürdigkeiten und versüßt die Wartezeit auf Staffel 5.

(via reddit)

29. September 2014

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Es geht mir schon länger auf den Strich, dass die Bowling-Bahn meiner Wahl, das "Bowling-Center Möhringen" in Stuttgart, keine richtige Homepage und damit auch keine richtigen Öffnungszeiten im Internet hat. Alles, was man findet, ist eine Unterseite der Bowling Gemeinschaft Möhringen. Wenigstens gibt es da die Adresse und Telefonnummer, Öffnungszeiten findet man aber nicht.

Das muss ich ändern, hab ich mir gedacht und mich am Samstag nach meiner Partie darum gekümmert.

Wenn man in Zukunft nach "bowling stuttgart möhringen öffnungszeiten" googelt, soll man das hier finden, damit man Öffnungszeiten und Kontaktdaten für das Bowling-Center in Stuttgart-Möhringen sofort hier findet. Das Ding ist sowieso so im Hinterhof hinter dem neotel Hotel im Keller versteckt, wird schon schwer genug das von der Vaihinger Straße aus zu finden.

Bowling- und Kegel-Centrum Moehringen
Lautlinger Weg 5
70567 Stuttgart

Tel: 0711 780 15 61

Öffnungszeiten:
Montag-Freitag ab 16 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertag ab 15 Uhr



Keine Ahnung, wann sie schließen, so lang war ich noch nie dort :D

Jedenfalls sind das die Öffnungszeiten laut Aushang.


Auf Anfrage gab es dann aber auch sogar eine Visitenkarte.


Bei Google zu finden unter "Bowlinggemeinschaft Möhringen e. V."

20. Mai 2014

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Naja, eigentlich sollte ich nicht THX danken, sondern dem Sneak-Ansager. Dank ihm habe ich jetzt ein brandneues THX-T-Shirt. Schöne Sache, da kommen wir einmal aus unserer Komfortzone in Reihe 7 oder 8 heraus und gehen in Reihe 6 und schon wird man bemerkt.


Ist ne doppelt-schöne Sache. Irgendwo schlackert George Lucas mit den Ohren, weil's Werbung für seine Firma ist. Andererseits sehe ich dank THX vor jedem Film mein Lieblingsfilmchen, und da rede ich nicht vom drölf-millionsten Trailer für Guardians of the Galaxy, sondern um Tex, den Roboter, mit seiner Muh-Dose.



Gestern kam dann im Metropol "Cuban Fury", eine Blödel-Komödie im Tanzfilm-Look, in dem es um einen Mann (Nick Frost) geht, der nach einer traumatischen Erfahrung in seiner Jugend das Salsa-Tanzen aufgegeben hat, aber jetzt wieder damit anfängt, um seine neue Chefin für sich zu gewinnen.

Leider kam der Film in der deutschen Übersetzung und ich fürchte, dass dabei ein Teil des Humors verloren gegangen ist. Ich kann mir vorstellen, dass vor allem die Dialoge zwischen Nick Frost und "Bösewicht" Chris O'Dowd im Orginal etwas mehr hergeben. Zum Tanzen kann ich nicht viel sagen, außer dass das Dance-Off im Parkhaus ziemlich episch war. Ich hätte Chris O'Dowd durch seine Rolle in IT-Crowd nicht so einen lässigen Hüftschwung zugetraut, Respekt.

Wer sich auf die Kombination aus Komödie mit Edgar-Wright-Dynamik und Tanzfilm einlassen kann, wird bei Cuban Fury viel Spaß haben. 3,5 Sterne von 5.

13. Mai 2014

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Gestern lief "Enemy" in der Sneak im Stuttgarter Metropol-Kino, ein Film, in dem ein Geschichtsprofessor einem exakten Doppelgänger begegnet und wie er damit. Die Prämisse ist simpel und damit kann man sicher mehr als einen Film machen, aber "Enemy" ist für mich fast schon jetzt einer der besten Filme in dieser Richtung.


Der Geschichtsprofessor Adam, dessen Leben sich anscheinend aus der Wiederholung eines einzigen Tages zusammensetzt, entdeckt in einem Film seinen Doppelgänger. Ohne zu wissen, wie er damit umgehen soll, nähert er sich dieser Person langsam an, während die Realität der Welt um ihn herum sich langsam aufzulösen scheint.

Es geht um den Verlust der Individualität und des Charakters, was passiert, wenn sich die Welt um einen herum auflöst und um Spinnen. Jake Gyllenhall ist der perfekte Schauspieler, um die Unsicherheit seines Charakters auf die Leinwand zu transportieren, aber gleichzeitig seinen Doppelgänger zu verkörpern, und das ohne übertriebenes Schauspielern. Es entsteht tatsächlich eine exakte physische Kopie einer Person, die sich durch Nuancen im Wesen unterscheidet.

Leider kein Film für ein Sneak-Publikum, denn während der Film von der ersten Sekunde und von der ersten bedrohlichen Note des Soundtracks eine gewisse Stimmung auf das Publikum transportieren will, kommt diese in den ersten fünf Minuten gar nicht beim Zuschauer an, weil sie im Popcorn-Geraschel und im dämlichen Gelaber untergeht. Enemy ist anspruchsvoll genug, dass der durchschnittliche Sneak-Zuschauer abschaltet und sich mit "Hä, ich versteh's nicht" sich lieber dem Aussehen von Jake Gyllenhall zuwendet und welcher von beiden sexier ist.

Enemy spielt in einer Liga mit 12 Monkeys, Donnie Darko oder Memento. Oder auch dem deutschen Stereo, der erst vor kurzem lief. Es geht um Nuancen, Details und kleine Momente, die man erst beim zweiten oder dritten Mal bemerkt. In Stuttgart ist das leider nicht drin, da versteckt man sein Unverständnis und seine Unsicherheit eher in lautem unkontrolliertem Lachen und hofft, dass die Nachbarn genauso dämlich sind wie man selbst.

5 Sterne. Eine definitive Empfehlung. Aber dafür sich Ruhe und Zeit nehmen und in einer Stimmung sein, in der man sich auf die Schwere des Films einlassen kann. Jetzt steht mit The Double ein thematisch ähnlicher Film ganz oben auf der Liste der nächsten Filme.



Ich muss sagen, dass ich mit der Qualität der Sneak-Filme in Stuttgart in den letzten Woche sehr zufrieden bin. Bis auf den Totalausfall "Wolf Creek 2", haben die Filme immer einen sehr hohen Anspruch- oder Qualitätswert, was man vom Publikum leider nicht sagen kann. Der hirnlose Schlachter Wolf Creek 2 hat 5,5/10 und 60% Weiterempfehlung von den Stuttgarter Zuschauern bekommen, ich denke bei einem anspruchsvollen Film wie Enemy bekommt das Publikum eine schlechtere Wertung hin...

7. Mai 2014

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Während der Europawahl findet zumindest in Stuttgart auch die Kommunalwahl statt. Und zusätzlich zum Wahl-O-Mat gibt es von der Stuttgarter Zeitung auch den Kommunalomat. Hier sind meine Ergebnisse:


Allerdings ist es hier noch einfacher, Übereinstimmung mit einer großen Schnittmenge der Parteien zu bekommen bei Fragen/Thesen wie:

"Die Stadt muss mehr Geld für die Instandhaltung und Sauberkeit auf Kinderspielplätzen ausgeben."

"Jeder Schüler soll ein Mittagessen in der Schule bekommen."

"Die zahlreichen Stuttgart-21-Baustellen werden in den nächsten Jahren die Lebensqualität in der Stadt mindern."

Natürlich reduzieren Baustellen die Lebensqualität. Das ist keine These, das ist ein Fakt. Nur der CDU scheint das noch nicht aufgefallen zu sein. Aber die alten Säcke haben wohl noch nie neben oder in der Nähe einer Baustelle gewohnt. Oder haben auch noch nie mitbekommen, dass eine Straßenbaustelle den Verkehr behindert und alle gestresster und später nach Hause kommen.

Wie auch, wenn man so abgehoben ist...

Aber für die direkte Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben sind Kommunalwahlen noch wichtiger, als Europawahlen. Fragt sich nur, wie sich die gewählten Vetreter durchsetzen und was sie erreichen können.

1. April 2014

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Der Deutsche Film ist tot? Oder gar langweilig, dröge oder nicht-existent?

Falsch. Denn mindestens einmal im Jahr kommt ein Hammer. Und gestern in der Metropol-Sneak in Stuttgart war es soweit. Es lief Stereo mit Jürgen Vogel und Moritz Bleibtreu.

Ohne Spoiler bleibt nicht viel von der Handlung: Jürgen Vogel lebt als Motorradschrauber auf dem Land und versucht sein Leben zu leben. Eigentlich stimmt alles, doch eines Tages beginnt er Dinge zu sehen, die eigentlich nicht da sind, wie zum Beispiel Moritz Bleibtreu. Und auf einmal wird sein Leben total umgekrempelt.

Stereo ist ein intelligenter Thriller, der mal psychotisch, mal actionreich und mal humorvoll ist. Die Darsteller sind alle genial besetetzund in Hochform, allen voran Vogel, für den ich seit gestern absoluten Respekt habe. Die Charaktere sind super ausgearbeitet, ohne dabei überspitzt zu sein. Der Bösewicht ist abgedreht, ohne überdreht zu sein. Die Interaktionen zwischen den Charakteren stimmt und die Chemie zwischen den Schauspielern passt einfach. Viele Szenen fühlen sich einfach sehr organisch und echt an.

Der Film geht immer sein eigenes Tempo, ohne mal zu schnell zu sein oder sich in der Handlung zu verlahmen. Ein großes Lob an den Regisseur Maximilian Erlenwein, der sich viel von anderen Produktionen abgeschaut hat, aber dafür auf alle gängigen Filmklischees verzichtet. So hatte er die Möglichkeit, den Film zu einem hirnlosen Actionfilm verkommen zu lassen. Das vermeidet er aber, genauso wie die Situation von Vogels Charakter ins Lächerliche zu ziehen.

Neben dem klaren roten Faden der Handlung schafft es Erlenwein aber immer wieder mit dem Zuschauer zu spielen und erlaubt sich einige Seitenhiebe auf Dialoge in deutscher Sprache. So entstehen Dialoge die sinngemäß so ablaufen:

"Ey Jungs, steht da hinter mir ein Mann?"

"Spinnst du?"

"Sagt ihr das jetzt, weil ihr mich für verrückt haltet, oder weil da wirklich ein Typ hinter mir steht und die Frage verrückt klingt?"

Aber auch damit übertreibt es der Film auf keinen Fall und er bleibt immer mit zwei Füßen auf dem Boden.

Stereo ist ein Schatz und für mich schon jetzt ein der Filme von 2014. Da wird nicht viel rankommen können. Wenn man sich darauf einlässt, hat der Film jede Emotion, die man sich von einem guten Filmabend wünscht. 5 Sterne von 5 Sternen!


Das ist aber auch irgendwie kein Zufall, dass der Film fast genau ein Jahr nach Das Leben ist nichts für Feiglinge kam.

14. März 2014

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Am Montag lief in der Sneak im Metropol "Snowpiercer". Um es vorneweg zu nehmen: Für mich jetzt schon eine absolute Weiterempfehlung und der erste Knaller von 2014. Basierend auf einem französischen Comic, der bestimmt noch 100 mal durchgeknallter ist als der Film, dreht sich der Streifen um einen Zug, der seit 17 Jahren durch eine unbewohnbare post-apokalyptische Welt fährt.

Die Bewohner des hinteren Abteils leben in Armut und werden von den vorderen Abteilen und Waggons unterdrückt. Was dort vorgeht, kann man erstmal nur erahnen, aber natürlich kommt es zur Revolte und eine kleine Gruppe arbeitet sich von Waggon zu Waggon immer weiter nach vorne vor.

Snowpiercer verarbeitet viele bekannte Motive. Wie bei einem Computerspiel geht es von Wagen zu Wagen , was oft auch an Cube ohne Fallen erinnert. Dazu gibt es viele Kampfszenen, die aber nicht so extrem dargestellt werden und viele Dialoge, die man so oder so ähnlich aus Matrix Reloaded kennt. Dabei geht es immer um Unterdrückung und die Dekadenz der Unterdrücker. Dabei setzt der Film so viele Kontrapunkte, dass man sicher beim nächsten Mal ansehen etwas Neues findet. Ein Beispiel wäre der Sushi-Waggon, den unsere Helden direkt nach einem blutigen Kampf erreichen und sie sich alle erstmal niederlassen und rohen Fisch mampfen.

Der Film macht vor allem deswegen Spaß, weil die alten Motive frisch verarbeitet werden und nicht alles wie die x-te Wiederholung von einem pseudo-philosophischen Action-Film wirken. Dazu kommt die für einen Film, den ich eher im B-Movie-Bereich sehe, grandiose Besetzung. Captain America Chris Evans erkennt man fast gar nicht, Tilda Swintons abgedrehte Dekadenz-Mutti ist absolut großartig und John Hurt muss aufpassen, dass er in seinem Alter nicht nur der weise Lehrmeister ist.

Die Emotionen und Motivation der Charaktere kamen bei mir sehr gut an und man konnte die Verzweiflung der Unterdrückten spüren. Die Dekadenz der Bewohner des vorderen Teils des Zuges und die Manipulation ihrer Kinder und deren Gedanken lässt sich nur zu leicht in die reale Welt übertragen. Dabei wird in Snowpiercer alles noch etwas überspitzt. Alles hat seinen Platz in dieser Welt, wo sogar Kämpfe unterbrochen werden, nur weil eine Tradition eingehalten werden muss.

Kurzum Snowpiercer bietet genug Handlung, um darüber nachzudenken, aber wenn man will, kann man seinen Kopf auch einfach ausschalten und genießen. Vielleicht ist es nicht so ein grandioser Film, wie ich denke. Vielleicht lag es einfach daran, dass ich vorher nichts von dem Film gehört habe und keinen Trailer gesehen habe. Aber für mich ist er tolles Juwel. 4,5 von 5.



Ich weiß nicht, ob und wann der Film regulär in die Kinos kommt, aber bei den Fantasy Filmfest Nights kommt er dieses Wochenende in Frankfurt, München und Köln und nächstes Wochenende in Nürnberg, Hamburg, Berlin und nochmals in Stuttgart.

12. März 2014

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Heute macht der Dunkin Donuts am Stuttgarter Hauptbahnhof auf. Oder hat schon auf.

Braucht man eigentlich nicht, denn Stuttgart hat ja einen geilen Food Court in den Königsbau Passagen. Ich war vor Montag noch nie dort, aber irgendwie fand ich so viel Essen auf einer Stelle schon dekadent. In einer amerikanischen Mall, ok. Die Amis fahren ja extra zur Mall, um in den Food Court zu gehen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass genug Schwaben dorthin gehen, um alle Läden dort zu halten. Selbst eine Mini-Filiale vom Todis ist dort, obwohl es das gleich um die Ecke gibt. Ob sich das lohnt?

Dazu drei verschiedene Asiaten und eben 2 Cupcake/Donut-Läden. Einer davon, "Happy Donazz" (www.donazz.de) macht schon ziemlich gute Lochkrapfen, so dass es eigentlich keinen Dunkin Donuts gebraucht hätte. In der dritten Etage im Königsbau findet das bloß keiner, als am Hauptbahnhof. Und wegen dem Namen macht sich auch keiner auf den Weg, das sinnlose Rolltreppen-Labyrinth dieses Gebäudes zu erklimmen. Trotzdem sehr, sehr leckerer

Montag durfte ich aber auch zum allerersten Mal die Curry-Wurst vom Udo-Snack kosten. Denn nach mittlerweile 6 Jahren Stuttgart kam ich das erste Mal an der Bude vorbei und sie war nicht rappelvoll. War eine geile Currywurst, aber die vom Imbiss Inn früher war besser.

Davor gabs "Döner Yufka" vom Pinar nahe Rotebühlplatz. Auch einer der besseren Döner in Stuttgart, weil Fleisch, Kraut und Soße.

Und wer einen guten, kleinen gemütlichen Italiener in Vaihingen sucht, dem sei das Marktstüble direkt auf dem Markt empfohlen. Leckere italienische Pizza, gute Pasta.

Eigentlich würde ich ja gern mal wieder so eine richtig schön fettige amerikanische Pizza essen, aber Domino's liefert leider nicht über den Kesselrand hinaus. Ist wahrscheinlich auch besser, hab' eh das Gefühl nur noch zu fressen und dann würde ich wahrscheinlich so wie diese australischen Kunden sein.

5. Februar 2014

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Happening right now...


Frühling <3

18. Dezember 2013

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Lieber Hobbit: Smaugs Einöde,

du bist einfach nicht so klasse, vor allem wenn dieser Typ in dem Käfig rumhängt.

P.S. Kennst du Herr der Ringe?


Ernsthaft, Spoilerwarnung. Wer den Film noch nicht gesehen hat und es sich nicht verderben lassen will, der liest jetzt besser nicht weiter. Auch wem der zweite Teil vom Hobbit gefallen hat oder der sich nicht den Spaß für den dritten Teil verderben lassen will, surft jetzt lieber schnell weg.







Ich war gestern schon ziemlich angepisst vom Ende von Smaugs Einöde. Denn anstatt der Drache tot war, gab's den Antiklimax mit dem beginnenden Angriff auf Esgaroth. Lieber Peter Jackson, Cliffhanger im Fernsehen sind cool. Bei Filmen sind sie aber kacke, denn ein Film soll doch auf eigenen Beinen stehen, oder? Dabei bietet die Handlung mit dem Kampf gegen Smaug einen wunderbaren Höhepunkt.

Ich bin sowieso etwas enttäuscht, dass man die Handlung des kleinen Buches tatsächlich auf drei Filme zieht. Nachdem herauskam, dass der Hobbit eine Trilogie wird, wurde noch gesagt, dass die ersten beiden Filme das Buch sind und der dritte Film eine Brücke zum Herr der Ringe wird. Das ist wohl jetzt alles ineinander verwoben.

Ich kann die Erben von Tolkien echt verstehen, dass sie die Filme der Bücher eher kritisch betrachten. Denn während bei den Büchern Der Herr der Ringe die Fortsetzung des Hobbits ist und dessen Universum erweitert, funktionieren die Filme genau umgekehrt: Hier wird alles versucht, diese Hobbit-Trilogie unbedingt in das Filmuniversum der ersten Herr-der-Ringe-Filme zu pressen. Die Bücher sind das eigentliche Meisterwerk und die Filme nur Beiwerk, aber jeder, der jetzt an Gandalf denkt, wird da nur Ian McKellen sehen.

Dabei geht meiner Meinung einiges verloren oder wird ins falsche Licht gerückt. So hat im Film der Ring schon einen größeren Einfluss als im Buch. Ist ja auch klar, im Buch gab es diesen Einfluss nicht. Ich bin aber mit der Darstellung unzufrieden, denn Peter Jackson verwendet hier schon das Auge, eine Gestalt, die Sauron nach meinem Verständnis erst annahm, nachdem er sich nicht als Nekromant manifestieren konnte.

Ich finde es ja auch ok, dass Jackson für seine Filme eine weibliche Figur erschaffen hat, aber die Beziehung zwischen der Elbe und dem Zwerg Kili wrikte auf mich vollkommen fehl am Platz. Denn nach Tolkiens Beschreibungen hassen sich diese Völker aufs Blut und nur durch Gimlis und Legolas' Freundschaft wird eine Brücke geschlagen.

Es sind solche Kleinigkeiten, die mir dann beim Schauen durch den Kopf gehen und die Freude an den Bildern dämpfen. Und dazu noch dieses Gefühl, die Bilder schon einmal gesehen zu haben.

  • Die Reise der Zwerge entspricht der Reise der Gefährten.
  • Das Ende vom ersten Hobbit entspricht dem Ende vom ersten Herr der Ringe (Die Zwerge schauen auf Erebor, Frodo und Sam blicken auf Mordor)
  • Gandalf im Käfig ist wie Gandalf auf dem Turm
  • und und und

Tolkien verwendet in seinen Bücher bewusst diese Analogien und gleichen Motive, aber während man sich beim Lesen vorstellen kann, was man will, wird man beim Film mit den Bildern konfrontiert. Und wenn es dann Ähnlichkeiten oder wiederkehrende Kameraeinstellungen und -fahrten gibt, schalte ich dann irgendwann ab und bin dann enttäuscht von der Fantasielosigkeit der Filmmacher.

Verteilt man diese Enttäuschung auf 3 Stunden, kann da schon ein bisschen Langeweile aufkommen. Diese Kaugummitaktik ist schon schade und es ist tatsächlich Abzocke. Während man ein Werk wie die Rückkehr des Königs sehr vereinfacht hat, verkompliziert man beim Hobbit nur alles, damit die Lemminge sich auch wirklich den dritten Film anschauen. Wenn ich daran denke, dass es vom Hobbit auch Extended Versions geben soll, oh je... Dazu kommt noch das 3D, was den Leuten zusätzlich das Geld aus den Taschen zieht. Es ist zwar ganz nett, aber nach 20 Minuten hat man sich sowieso daran gewöhnt und merkt nichts mehr davon. Die HighFrameRate ist noch das interessanteste, denn sie gibt den Bildern eine ganz neue Dynamik, die man nicht so kennt.

Alles in allem bin ich schon enttäuscht. Man hätte sich eine halbe Stunde selbstgefällige Monologe von Smaug sparen können und lieber die Schlacht um Esgaroth zeigen, oder mehr von Beorn, dessen Auftritt im Film auch eher einem nervigen Pflichtprogramm gleichkam als ein wirklicher Teil der Reise der Zwerge.

Vielleicht wird ja alles besser, falls ich den Film um Weihnachten nochmals ansehen werde, oder noch schlechter. Jedenfalls war der Film kein Kino-Pflichtbesuch, wie ich es vorher vermutet hatte. en mittlerweile zweistelligen Kartenpreis darf man sich gerne sparen und wartet auf die DVD/Bluray. 2,5 Sterne von 5.

24. November 2013

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Mal wieder ein wunderbares Beispiel dafür, wie verschiedenen Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten doch sind. Heute aus meinen Feeds.


Die beiden Artikel (hier und hier) sind übrigens 100% identisch (einfach mal durch Diff Checker jagen). Soviel zu getrennten Redaktionen. Warum muss es zwei solcher hohlen Holzmedien geben?

Vorschlag an das Verlagshaus Stuttgart: Eine Zeitung nur klassisch auf Bäumen und eine online.

29. Oktober 2013

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Endlich Burger im Herzen von Stuttgart-Vaihingen: Gestern hat der "Daily Burger" aufgemacht. Fast jeden Tag bin ich an der Baustelle vorbeigefahren und jetzt hat das "Warten" ein Ende. Ich hab mir die Sache natürlich gleich mal angeschaut.


Die Adresse ist jedenfalls ziemlich zentral. Direkt gegenüber von der Schwabengalerie an einer der geschäftigsten Kreuzungen in Vaihingen an Hauptstraße und Robert-Koch-Str. zwischen kik und Reisebüro passt der Imbiss in die Landschaft. Für die Mittagspause und den Feierabend hat man ein gutes Einzugsgebiet und Laufkundschaft sollte auch gut vorbeikommen.

Das Konzept ist ein bisschen anders, als bei anderen Burger-Buden. Es gibt keine festen Kompositionen zur Auswahl. Stattdessen gibt es für jeden Burger (Hackfleisch/Hähnchen) einen Festpreis mit zusätzlichen "Toppings", die entweder kostenlos sind (Gemüse/Soße) oder ein paar Cent-Beträge extra kosten (Käse/Ei/etc.). Die Schlangen werden reduziert, indem man den Leuten Sensoren mitgibt, die vibrieren, wenn das Essen fertig ist. Dann


Der Preis von 4,60€ ist schon recht stattlich, selbst für Stuttgart, dafür hat der Burger aber auch eine gute Größe. Foodbloggermäßig hab ich natürlich kein Bild von meinem Essen gemacht, aber das Ding sah schon sehr appetitlich aus. Geschmeckt hat es auch, auch wenn das Fleisch ein bisschen zu durch war. Aber die Jungs hatten an ihrem ersten Tag auch ordentlich zu tun. Pommes waren abends auch schon alle, aber klar, dass erstmal die Bude eingerannt wird. Interessant ist, wie lang ihr Atem sein wird und ob das (Preis)Konzept aufgeht.

Ich wünsche auf jeden Fall viel Erfolg, denn wenn eine Fressbude im Vaihinger Zentrum gefehlt hat, dann ist es eine Burger-Stube. Das ist eine gute Alternative, wenn einen der Fleischhunger beim Einkaufen überfällt.

Facebookseite und Gedöhns gibt es auch schon. Liken soll man auch noch kräftig. Na dann auf geht's.

12. Oktober 2013

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Eigentlich wollte ich heute nach dem Aufstehen ins Fitnessstudio. Mögen tu ich das noch immer nicht, aber es ist zu einem notwendigen Übel geworden, weil ich meinen Oberschenkelmuskel wieder fit machen muss. Der war verkürzt und soll sich jetzt wieder verlängern.

Daraus wird jetzt erstmal nichts mehr. Mein Fitnessstudio ist abgebrannt. Die Eigentümer formulieren das drastischer: Die Sport-Insel in Stuttgart-Vaihingen gibt es nicht mehr.


Heute sollte der Tag der offenen Tür sein, aber stattdessen ist im Sauna-Bereich in Feuer ausgebrochen und das Gebäude ist komplett niedergebrannt. Beim Dienst 7aktuell gibt es ein paar Bilder zum Feuerwehr-Einsatz und auf der Facebook-Seite der Sport-Insel kann man sein Bedauern zum Ausdruck bringen.

Zum Glück ist niemand ernsthaft zu Schaden gekommen, außer dem Ego von ein paar Muskelheinis. Der Betreiber tut mir nur voll leid, weil daran auch sicherlich seine Existenz hing. Mal sehen, wie es jetzt weitergeht. Als ich heute Nachmittag daran vorbei gefahren bin, liefen die Löscharbeiten noch...

Heute ist wohl ein Tag der Brände. Am Charlottenplatz ging wohl wegen Rauchentwicklung gar nichts mehr und in Esslingen haben Gegner des Nazi-Aufmarschs in Göppingen brennende Reifen auf die Strecke geworfen, damit ein Zug voller Glatzköppe nicht zum Ziel kommt.

11. Oktober 2013

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Passend zum Film am Mittwoch versuche ich gerade meine eigene blogmäßige Wiedergeburt. Geht ja gar nicht, diese gähnende Leere. Und warum nicht einen Tag wie Mittwoch nutzen, um das hier wieder in die Gänge zu bringen.

Am Mittwoch waren nämlich Pandas zu Besuch in Stuttgart. Gleich 1600 Stück. Der WWF ist nämlich auf Tour, um mit der Aktion kräftig Aufmerksamkeit zu erzeugen und Stuttgart war vor Hamburg die vorletzte Station. Insbesondere ging es in Stuttgart um den Nationalpark Schwarzwald und den Schutz der dortigen Auerhähne.



Die 1600 Pandas werden also vom WWF auf dem Marktplatz platziert und die Leute können darin spazieren, sie anheben oder umsortieren. Es ist interessant, wieviele Leute die Skulpturen irgendwie besonders anordnen müssen und sie nach irgendeinem System aufbauen. Ich liebe bei solchen Aktionen das Chaos und die unzähligen Zufälle und Motive, die daraus entstehen, aber irgendwo gibt es immer wieder Menschen, die das in ihrem Kopf in irgendein System bringen müssen. Fuck the System, Enjoy the Chaos!




Auf unserem Weg zum Kino kamen wir dann noch am Schlossplatz vorbei, als eine sehr interessante Band von Straßenmusikern gerade ihre Gerätschaften aufbaute und anfing zu spielen. Die Jungs nennen sich Die Dölzschner nach ihrer Heimat Dresden-Dölzschen. Was in den Jungs so speziell ist, ist ihr Sound, den sie mit einem HT-Phon erzeugen. Ein HT-Phon ist ein Selbstbau-Instrument aus unterschiedlich langen Abflussrohren, auf die mit Gummi (Flip-Flops, Größe 38) geschlagen wird um Töne zu erzeugen.


Neben diesen Klängen vom HT-Phon machen die Jungs auch noch richtig gute Musik dazu; jazzig, funky, poppig. Da fällt einem der Like bei Facebook nicht schwer. Zur Zeit sind sie gerade auf "Europa-Tour" mit einem Bus fahren sie durch die Städte als Straßenmusiker und wollen zum Jahreswechsel in Marokko sein. Auf ihrer Homepage kann man ihren Blog dazu lesen. Da bin ich mal gespannt.




Zum Essen ging es dann noch ins Schönbuch Brauhaus in der Nähe vom Schlossplatz, wo ich es auch noch nie hingeschafft hatte. Und das hat sich auch gelohnt. Das Essen war sehr lecker, mein Radler war aber eher Wasser. Und das, obwohl Foursquare meinte, das Bier wäre gut. Hmpf.

Aber zusammen mit dem Kino dann doch ein guter Tag, um wieder etwas zu berichten und das hier mal wieder anzukurbeln... Auf geht's!