31. Oktober 2012

Mit mehr- oder mindergroßem Interesse habe ich die Entwicklung am Zeulenrodaer Filmprojekt verfolgt. Da ist er also, der Imagefilm für Zeulenroda-Triebes.



Ich will jetzt nicht der Böse sein, der alles mies macht. Ich find es auch super, dass es Leute in Zeulenroda gibt, die sich aufraffen und was für die Stadt tun. Represent. Ich liebe Zeulenroda. Nur diesen Film liebe ich nicht so sehr und ich hoffe, dass ich meine persönliche Kritik so wenig destruktiv wie möglich hier niederschreibe. Auch um vorzubeugen, dass mir vorgeworfen wird, dass ich ja hätte mitmachen können. Nein..

Bevor man weiterliest, sollte man deshalb erstmal selber schauen... komplett.



TL;DW? Ja, es ist mit 7 Minuten etwas lang. Nach der Hälfte war ich schon fast über dem Stopp-Knopf und mir liegt was an Zeulenroda. Leute, die es nicht interessiert sind vielleicht nicht so geduldig. Aber es lohnt sich! Gegen Ende gibt es Mädels in weißen Tops, die rumhüpfen!

Ich finde es klasse, dass Jürgen Wolf (der Regisseur) so viele Menschen, Vereine und sogar das Rathaus für sich begeistern konnte. Diese Begeisterung spiegelt sich auch im Video rüber und man sieht es den Menschen echt an.

Nun... das Ziel des Filmes laut Beschreibung "Touristen aus aller Welt einladen, bei uns Urlaub zu machen". So kommt's mir aber nicht vor. Ich sehe Menschen, viele nette und sympathische Menschen, die sich in allerlei Aktivitäten und (Vereins)Sportarten betätigen, aber ich sehe nichts von der Stadt.

Interessiert einen Touristen der Fußball- und Nordic-Walking-Verein? Oder interessiert ihn eher ein Luftbild, ein paar Aufnahmen vom Seehotel oder vom Strandbad an der Talsperre? Das Museum als große Touristenattraktion, das Waikiki und das Tiergehege fehlen leider komplett. Zeulenroda als beliebte Wandergegend mit wunderbarer Umgebung ist auch ein guter Punkt für Touristen, und keine Baustelle. Die Gastronomie wird hier und da wieder angerissen, was ok ist, allerdings sieht man da nie Namen. Wo soll den der Tourist hingehen, wenn er Lust auf das China-Restaurant bekommen hat?


Dieser Film ist wunderbar, aber für mich hat er seine Zielgruppe "Touristen" verfehlt. Er zeigt Menschen, in ihrer gewohnten Umgebung, wie sie Spaß haben. Der Fokus liegt darauf, welche Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung man in Zeulenroda hat. Das ist ein Imagefilm für Leute, die nach Zeulenroda ziehen wollen.

Ich find's gut. Mehr davon. Zeulenroda soll das Netz überschwemmen. Ich will Aufmerksamkeit für meine Heimatstadt. Aber ohne, dass ich ein wenig peinlich berührt bin... 2 Sterne von 5.

Kommentare:

Jürgen Wolf hat gesagt…

Vielleicht hilft es bei der Bewertung zu wissen - Alle Mitwirkenden sind mit Link (falls vorhanden) im Youtubetext angegeben. Somit kann man den Chinaman auch finden. Warum z.B. das Waikiki, Tiergehege uvam nicht mit dabei sind bitte dort selbst nachfragen ;) Im Film werden die wichtigsten aktiven Freizeitangebote m.e. gezeigt (Reiten,Baden,Segeln,Kutschfahrten,Ruden,Wandern,Fußballschauen,Kampfsport, MTB´s usw)- Er zeigt aber auch das wir hier noch zb echte Bäcker oder Uhrmacher haben, was nicht selbstverständlich ist. Bei uns gibt es die besten Roster und man kann auch richtig nett Essen gehen - Man kann sich durch Massagen richtig verwöhnen lassen oder im Wald rumeiern - Wir sind jung und auch alt aber vor allem eine landwirtschaftliche Region - Dieser Film soll zeigen "wir sind multikulturell und weltoffen" um evtl. Vorurteile oder Ängste der kommenden Touristen zu nehmen (Terrorzellenscheiß gleich nebenan). Und ganz ehrlich...ich fänds auch geil wenn Menschen hier her ziehen würden und nicht dauernd abhauen ;) Danke für dein Feedback !! Wer alle Hintergründe erfahren will https://www.facebook.com/pages/Der-Zeulenroda-Triebes-Film/212854892164956?ref=hl
Grüße Jürgen

Maith hat gesagt…

Das stimmt, Bäcker und Uhrmacher sind eine wichtige Eigenschaften. Trotzdem find ich schade, dass genau die 3 Sachen fehlen, die Zeulenroda eigentlich so richtig schön machen. Vor allem das Waikiki als Touristenmagnet. Hätte man da auch nicht einfach so Aufnahmen machen können.

Das multikulturelle mit der Bratwurst zu zeigen ist etwas misslungen. Ich finde ja die Roster vom Stöcker echt gut, aber die besten Roster gibt's in Triptis ;)

Die Leute in Stuttgart, denen ich den Film gezeigt habe, konnten leider nichts damit anfangen :/

Trotzdem, wie gesagt, weitermachen und ich freue mich auf das nächste Zeulenroda-Projekt.

Jürgen Wolf hat gesagt…

Ohne Drehgenehmigungen geht bei den Großen nichts. Wir hatten vor am Stadtfest die Menschenmassen einzufangen, auch hier hätten wir uns von jedem eine Filmerlaubnis geben lassen müssen (was ja auch richtig ist). Die Gefahr, dass dann jemand sagt "Nein...möchte ich nicht" ist sehr groß und somit der Film off. Wo in Triebes holst du deine Roster ? Stimmt, Stöcker´s sind lecker :)) Vielleicht hast du ja Lust beim neuen Projekt mitzuwirken? Ob vor der Kamera oder auch als Ideengeber. It´s Krimitime.

Marcus Daßler hat gesagt…

Jetzt hab ich auch zum Blog gefunden, wobei ich mir mehr wünschen würde, das der Macher des Blogs sein Zeit und energie lieber in das Video gelegt hätte, als danach daran herum zu kritisieren, vor allem ohne genügend Hintergrundwissen. z.B. wie schwer es ist Drehgenehmigungen zu bekommen und Leute für so ein Projekt zu gewinnen. Alles kann man nie zeigen, aber möglichst viel, und das ist mit dem Video gelungen.

Maith hat gesagt…

Ich weiß, wie schwer es ist Genehmigungen für Aufnahmen zu bekommen und Leute zu begeistern. Nur frage ich mich, ob der Macher des letzten Kommentares genug Hintergrundwissen hat, um den Macher des Blogs zu kritisieren, dass er nicht mitgewirkt hat. Geht halt schlecht aus Stuttgart. Woher soll man auch das Hintergrundwissen haben, wenn man es vorher nicht gesagt bekommt?

Man kann nie alles zeigen, richtig. Aber man kann darauf hinweisen, dass es noch viel mehr gibt. Das sei hiermit getan.

Kritik gehört zur kreativen Schaffensphase. Ohne konstruktive Kritik wird man sich nur schwer verbessern. Wenn man seine Werke veröffentlicht, möchte man Kritik. Deswegen der Post. Daher veröffentliche ich hier auch meine Meinung für die Kritik. Danke dafür

Marcus Daßler hat gesagt…

Das kreieren des Videoes wurde via Facebook, Radio, Zeitung im print sowie im www und diversen Homepages aus Zeulenroda-Triebes schon Monate vorher angekündigt. Wer sich für ZR-Triebes interessiert, kam an dieser Information schlecht vorbei. Das www kennt keine Kilometer ;)
Ein Titanpad, welches für jeden im www zugänglich war, gab lange Zeit jedem genau die Möglichkeit Vorschläge zu bringen, die jetzt hier im Nachhinein als konstruktive Kritik aufgeführten werden.

Aber genug der Worte. Angebrachte Kritik ist richtig und gut. Diese sollte lieber vor dem nächsten Projekt stattfinden und nicht unmittelbar nach der Veröffentlichung des Videos, auf das dadurch ein negativer Schatten fällt.

Maith hat gesagt…

Man kam ja auch nicht dran vorbei. Ich habe selbst hier darüber geschrieben und auch, wenn ich nicht immer das verfolgt habe, was Sache war, habe ich nie gelesen, dass es für Waikiki, Museum und Tiergehege keine Drehgenehmigung gab.

Außerdem geht's hier auch nicht darum, ob man Vorschläge hätte abgeben können. Man muss als Schaffender einfach akzeptieren, dass es Menschen gibt die aus verschiedenen Gründen einfach nicht beteiligt sein möchten. Diese Menschen dürfen dann aber auch eine Meinung haben, oder etwa nicht?

Kritik ist immer angebracht, wenn sie deiner Meinung nach ein schlechtes Licht wirft, dann ist das ein Ansporn für's nächste Mal. Bei Kinofilmen oder Musik gibt's auch keine Wartezeit...

Achja, meine Roster hole ich hier: http://goo.gl/maps/dVyfV

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