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24. Januar 2012

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In den letzten Wochen habe ich die aktuelle Doctor Who Serie geschaut. Der titelgebende Doctor ist ein Timelord, ein Außerirdischer vom Planeten Gallifrey, der mit seinem Schiff (die Tardis) durch Zeit und Raum reist und Abenteuer erlebt. Meist hat er dabei einen menschlichen Begleiter, wodurch viele Geschichten auf der Erde spielen oder sich um die Menschheit drehen.


Die Serie kommt von der Insel und es gibt sie seit 1963. Wenn der Schauspieler des Doktors wechselt, wird das in die Serie eingearbeitet. Jedes Mal, wenn der Doktor im Sterben liegt, wechselt er in eine neue Form, um dem Tod zu entkommen. Diese Regeneration klappt der Legende nach 12 mal und dann stirbt ein Timelord dauerhauft. Der Doktor ist momentan in seiner 11. Form, hat sich also bereits 10 mal regeneriert.


Ende der 80er Jahre wurde die Serie abgesetzt und 2005 neu ins Leben gerufen und genau da bin ich eingestiegen. Seitdem gibt es 6 Staffeln, die ich bald durch habe, bzw. verschlungen. Denn die moderne Auflage von Doctor Who ist einfach nur Science Fiction vom Feinsten.

Die Geschichten sind frisch und die Möglichkeit von Zeitreisen bietet unendlich Möglichkeiten für neuen Stoff. Vor allem weil das Zeitreise-Konzept hier so gut behandelt wird: Kein Bewahren der Zeitlinie, kein Versteckspiel und keine moralischen Bedenken. Es gibt eine bestimmte Zeitlinie, die so oder so passiert. Zeit kann umgeschrieben werden, aber es gibt fixe Punkte in der Zeit (Kriege, Naturkatastrophen, etc.), die nicht geändert werden können. Der Doctor hat nur eine Regel: Nicht zurück in die eigene Vergangenheit oder der seiner Begleiter.

Der Charakter des Doktors ist verrückt, liebenswert aber dennoch hoch kompetent immer wieder die Welt zuretten. Doctor Who mischt großartige Stories mit Comedy und der nötigen Portion Ernsthaftigkeit. Dabei schaffen es die Autoren immer gutes Material zu liefern, dass die übergreifende Staffel-Handlung voranbringt und den inneren Science-Fiction-Fanboy zufrieden stellt.



Man merkt es schon: Ich bin begeistert von Doctor Who. Auch wenn man die Geschichten alle schon kennt, Doctor Who schafft es, sie auf immer eine andere Weise zu erzählen und es interessant zu halten. Es macht süchtig und ich weiß gar nicht so recht, was ich machen soll, wenn ich die 6. Staffel durch hab. Der aktuelle Feind: Eine Alien-Rasse, die die Erde schon seit hunderten Jahren bevölkert und sofort vergessen wird, wenn man sie aus den Augen verliert. Wie genial ist das denn? Wie besiegt man so einen Feind?

Doctor Who ist so schnell zur Lieblingsserie geworden, dass es weh tun wird, wenn ich bald auf neue Folgen warten muss.

17. Juli 2009

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Das ist Anna. Anna hat ihren Freund verloren. Deswegen ist Anna ziemlich traurig. Sie ist so traurig, dass sie sich jemanden anvertrauen muss. Dieser jemand bin ich. Warum? Weil ich mal (fast) was mit Anna hatte, aber ich dann nicht gut genug für Anna war, weil ich "zu gut" für sie bin. Das verstehe wer will. Jedenfalls meint Anna jetzt ich wäre ihr Freund. Also so ein Teddybärfreund zum Zuhören und vielleicht mal in den Arm nehmen. Anna hat das so entschieden. Ich hab damit nichts zu tun, denn eigentlich will ich nichts von Anna wissen und habe sie gemieden. Aber Anna hat noch meine Telefonnummer. Und jetzt will Anna reden. Und das ist alles was bei unseren Telefonaten passiert. Anna redet. Und wie Anna redet. So viele Sachverhalte habe ich noch nie in 5 Minuten erfahren. Und Anna schafft es auch, drei völlig voneinander unabhängige Dinge miteinander in einem Kastensatz zu verbinden.

Ich rede nur, wenn Anna sagt "Sag doch auch mal was!" oder "Warum bist du so still?". Da sage ich Anna, warum sie nicht traurig sein soll, warum der Kerl sie nicht verdient hat und was sie eigentlich so besonders macht. Das freut Anna und baut sie auf. Sie fragt sich, warum es mit uns beiden nie geklappt hat. Ich bin zu gut für dich.



Das ist Anna. Anna ist wütend. Wütend auf ihren Ex-Freund. Warum? Weil sie keinen Grund mehr hat, traurig zu sein. Ihre Augen wurden geöffnet. Von wem? Na von Anna selbst. Sie hat erzählt und dabei selbst gemerkt, dass es keinen Grund gibt traurig zu sein. Ich hatte damit natürlich rein gar nichts zu tun. Anna ruft immer noch ständig an. Sie beleidigt ihren Freund, freut sich selbst und erzählt viel zu private Dinge. So ist Anna nun mal. Über mich wissen ja auch alle ihre Freundinnen bis ins kleinste Detail Bescheid. Früher war ich nicht gut genug, gestern ihr Freund und heute so toll, weil ich so toll zu höre und die Wahrheit sage. Ich lerne zu viel über Annas Beziehung.



Das ist Anna. Anna ist zu ihrem Ex-Freund zurück. Das Angebot war unwiderstehlich, der Sex wahrscheinlich zu gut. Auf Warnungen und Unverständnis reagiert sie nicht. Alles wird gut. Dafür nehmen die Anrufe ab. Ich bin erleichtert.



Das ist Anna. Ihre Geschichte hat sicher wiederholt. Und damit auch mein Leiden. Sie war wütend und traurig. Jetzt ist Anna über ihren Ex-Freund hinweg. Warum ruft Anna dennoch an? Ich rede gut. Ich bin ein toller Freund. Und überhaupt. Hmmm, hmmm, whatevever.



Das ist Anna. Anna hat einen neuen Freund. Die Anrufe gehen auf Null zu. Puh. Ach ja, ich bin der Buh-Mann für Anna. Ich melde mich nicht. Welcher Freund würde sich denn nicht mehr melden? Egal, Anna ist glücklich.


Ich denke nach. Annas Nummer habe ich in der Zeit einmal gewählt. Ich glaube, ich bin nicht mehr ihr Freund.



Das ist Michaela. Michaela hat ihren Freund verloren. Deswegen ist Michaela ziemlich traurig. Sie ist so traurig, dass sie sich jemanden anvertrauen muss. Dieser jemand bin ich. Warum? Weil ich mal (fast) was mit Michaela hatte, aber ich dann nicht gut genug für Michaela war, weil ich "zu gut" für sie bin. Das verstehe wer will. Jedenfalls meint Michaela jetzt ich wäre ihr Freund. Also so ein Teddybärfreund zum Zuhören und vielleicht mal in den Arm nehmen. Michaela hat das so entschieden. Ich hab damit nichts zu tun, denn eigentlich will ich nichts von Michaela wissen und habe sie gemieden. Aber Michaela hat noch meine Telefonnummer. Und jetzt will Anna reden. Und das ist alles was bei unseren Telefonaten passiert. Michaela redet. Und wie Michaela redet. So viele Sachverhalte habe ich noch nie in 5 Minuten erfahren. Und Michaela schafft es auch, drei völlig voneinander unabhängige Dinge miteinander in einem Kastensatz zu verbinden.

Micheala findet es komisch, dass ich immer nur kurz oder mit "hmm" antworte. Welcher Freund würde das tun? "Ich bin nicht dein Freund. Ich will auch nichts mit dir zu tun haben. Ich will auch nichts von dir wissen. Ich habe nicht vergessen. Ich war nicht gut genug für dich und du hast mit mir gespielt. Lass mich in Ruhe."



Süße Stille... *klick*

Ich breche aus...