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2. Juli 2012

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Noch ein Tag volle Action und dann war es vorbei. Den Sonntag vom Southside wollten wir eher langsam angehen lassen, mit vielen Pausen. Das hätte zur Folge gehabt, dass wir weniger Bands, aber dafür länger sehen... hätte...



Bosse



Deutsch-Pop mit seicht-tiefgründigen Texten. Zum Rumsitzen und Warten sicher nicht die schlechteste Musik und ganz sympatisch war der junge Mann auf der Bühne auch.


Casper



Immer wenn ich ihn höre, tun mir seine Stimmbänder leid. Dieses Rumgeschrei wird sich sicher irgendwann rächen. Und wenn er dann noch ins Mikro röchelt und der Sound nicht ganz so toll ist, versteht man ihn nicht mal. Ich kann den Hype um ihn nicht verstehen und muss sagen, dass mir sein Auftritt überhaupt nicht gefallen hat. Das war nix...


Bratze



Ähnlich wie Supershirt vom Samstag. Kannte ich nicht und waren überraschend gut. Irgendwas mit deutschen Texten und elektronischen Klängen. Muss ich im Auge behalten, die Musikrichtung.. oder das Label... Ging auf jeden Fall gut ab im Zelt. Das war Stimmung. Da gings wenigstens um Musik und nicht um einen Typen, den man anhimmelt.


LaBrassBanda



Hahaha, wie genial sind die denn? Geniale Abgeh-Blasmusik mit bayrischen Texten. Supergenial, partystimmung pur und unterhaltsam war das allemal. Eins meiner persönlcihen Highlights des Festivals...


Wolfmother



Solider Rock. Wolfmother hat jeder irgendwie schonmal gehört. Ich hab die bekannten Lieder auf meinem Pott. Die haben ordentlich reingehauen. Und es war definitiv voll, was sicher nicht nur am nächsten Auftritt (Rise against) gelegen hat.


Sportfreunde Stiller



Die Sportis hatten auf jeden Fall das beste Bühnenbild des ganzen Festivals. Auf drei Videowürfeln konnten sie das Gelände bestimmt gut überblicken. Ich fand sie Live sehr gut und die Stimmung war hammer. Schade, dass wir nicht komplett dageblieben sind, weil wir weiter gezogen sind, aber das hat mich auf jeden Fall beeindruckt.


Rise against



Die hatten wir ja schon auf dem Open Flair letztes Jahr gesehen. Das sie live gut sind, brauchen sie ja nicht mehr beweisen, aber ich hatte definitiv das Gefühl, dass sie mit der größeren Masse noch besser waren. Gut, die wollten auch die meisten sehen.


The Stone Roses



Von einigen als DER Auftritt des Festivals bezeichnet. Hab ich leider nur am Rande mitbekommen. Fand ich ganz gut, aber so mega mein Fall war es dann auch nicht. Aber ich werde definitiv zu Hause reinhören.


Blink-182



Irgendwie auch so eine Band, die ihren Zenit längst überschritten hat. Wann wird dieser amerikanische High-School-Rock endlich verboten? Stimmung war da und auch genug Fans, aber überzeugend war das für mich trotzdem nicht. Wir haben ein Lied abgewartet, dass wir kannten, es für schlecht befunden und uns schnell zu Bassnectar ins Zelt verkrochen.


Bassnectar



Who the fuck is Bassnectar? Ein Techno-DJ. Eurk. Trotz Blink-182 war das Zelt rappelvoll, aber es war selbst mit Gehörschutz viel zu laut. Die Zeit zu Pennywise hat es aber trotzdem gut überbrückt.


Pennywise



Ein wirklich guter Abschluss für unser persönliches South Side. Guter, sauberer Punkrock. Stimmung war der Hammer und man konnte nochmal ordentlich abgehen, bevor es nach Hause ging. Danke Festival.


Das wars vom Southside 2012. Es war wahnsinnig gut. Selbst das Wetter mochte uns, außer am ersten Abend. Wirklich coole Sache.

29. Juni 2012

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Am Samstag vom diesjährigen Southside hatten wir etwas dazugelernt und uns nicht so sehr abgehetzt, wie am Vortag. Es sollte für uns auch erst 16 Uhr losgehen. Royal Republic ist Pflichtprogramm, um so schmerzlicher war es dann, dass gleichzeitig Die Antwoord spielten, aber irgendwas ist immer.

Hier unser Programm:

We invented Paris



Da wir etwas zu früh dran waren, konnten wir noch ein paar Songs der säuselnden Jungs von We Invented Paris lauschen. Eigentlich sollte so eine Band am Ende eines Festivaltages laufen, weil es der perfekte Cool-Down wäre. Nett anzuhören, aber doch schnell wieder vergessen.


Royal Republic



Viel zu geil für diese frühe Uhrzeit. Das absolute Highlight. Gute Musik gepaart mit einer unglaublichen Energie. Die ganze Menge bebte mit. Ich mag es, wenn die Musiker auf der Bühne alles geben und sich total fertig machen. Dann lohnt es sich. Das war hier der Fall. Genial.


Kraftklub



Die Band des Festivals. Der Hype war groß und aus jeder Ecke des Zeltplatzes dröhnte ihre Musik. Um so sinnloser war es dann, dass eine der gefragtesten Bands in Deutschland auf einer kleinen Bühne in einem Zelt gespielt haben. Das Zelt war voll und wenn ich voll sage, dann meine ich Loveparade-Voll. Wir standen eigentlich in der Mitte, aber durch die nachdrückenden Mengen haben wir irgendwann gesagt, dass wir weiter hinter gehen. Es war kein Platz mehr, aber irgendwelche Idioten haben immer weiter gedrückt. Sinnlos. Der Auftritt war sehr geil und sie hatten gleich meine Sympathie, als sie immer wieder meinten, sie seien auf dem Hurricane. Ganz groß.


K.I.Z.



Nach Kraftklub wollten wir uns einfach nur ins Gras hauen und chillen. Doch dann kamen die Mongos von K.I.Z., die erstmal schlechte Musik gemacht haben und dann gleich mal eine Deutschlandfahne verbrennen wollten. Der Ton war gottseidank so gut, dass ich immer mal ein "Ficken" und ein "Hurensohn" gehört habe. Einfach nicht meine Musik.


Boy



Auf der Flucht vor KIZ retteten wir uns zu den beiden Mädels von Boy. Popmusik, die mal gefällt, mal nicht. Sehr viel ist vom Auftritt nicht hängen geblieben, aber ihre Musik dudelt in irgendeiner Werbung gerade rauf und runter. Kann man im Auge behalten.


The Shins



Irgendwie waren sie mir mehr als Dudelpop im Gedächtnis geblieben, aber waren dann doch sehr rockig. Das, was ich gehört hab, hat mir gefallen.


Bat for Lashes



Nicht meine Musik, aber ich "musste sie uuuunbedingt sehen".


The XX



Irgendwie hatte ich mich in The XX getäuscht. Vielleicht lag es daran, dass ich nur ihre Remixe kannte und die gutfand. Jetzt wo ich sie Live gesehen hab, sehe ich sie mit ganz anderen Augen. Ganz ehrlich war es ziemlich ruhig und andächtig und ich dachte es wird ganz anders. Da nicht so viel mit uns abging, haben wir uns dann hingesetzt. Auf einmal sagte der Sänger "Thank You" und dann war der Auftritt vorbei, wie es dem Nichts. Das war seltsam.


Supershirt



Um die Zeit zwischen The XX und The Cure zu überbrücken, schauten wir nochmal ins Zelt und entdeckten dadurch Supershirt. Irgendwas zwischen Elektronik und Rock, zwischen Deichkind und Atzenmusik, aber immer mit einigermaßen intelligenten Texten. Das hat mich echt geflasht und war verdammt gut. Für mich eine der positiven Überraschungen und Neuentdeckungen vom Southside. Sehr cool.


The Cure



Das war für mich so ein Konzert von der Kategorie: Schnell noch mal ansehen, bevor sie wegsterben. Sind ja nicht mehr die Jüngsten. Ich habe The Cure früher rauf und runter gehört, mir die Band aber dann mit den Akkustik-Versionen vom Greatest Hits Album kaputt gemacht, deswegen war ich ziemlich gespannt. Leider war ich etwas enttäuscht, wie statisch der Sänger Robert Smith doch da oben stand, kaum was gesagt hat und die Lieder irgendwie lustlos wirkend runtergedudelt hat. Man kann ihnen zugute halten, dass sie ewig lang gespielt haben, aber da hat der Schwung einfach gefehlt. Uns ist ziemlich schnell langweilig geworden, deswegen schauten wir dann auch mal ins Zelt rein.


Azari & III



So richtig hab ich nicht verstanden, was da auf der Bühne abging, aber wenigstens war da Action. Es war nicht meine Musik, aber irgendwie wurde man sofort gepackt. Totales Kontrastprogramm zu The Cure. Und da war ordentlich was los.


New Order



Da wusste ich nicht was mich erwartet. Ich war gespannt wie sie ihre elektronisch-angehauchten Sounds auf die Bühne übertragen. Schon die Eröffnung hat mich weggeblasen. Crystal war der Hammer (siehe Video) und in diesem Rockgewand ging es weiter. Über unbekannte Lieder zu den ganz großen Hits. Das war ganz Groß. Über den Auftritt und die Stimmung lässt sich streiten, aber musikalisch war das der Hammer. Seltsam fand ich es dann nur, dass sie bei Blue Monday keinen Schlagzeuger hatten, aber das tat unserer ausgelassenen Stimmung keinen Abbruch.


Wir waren froh, den anstrengenden Tag mit so guter Musik beenden zu können. Und dass, obwohl wir fast nach dem für uns enttäuschenden Auftritt von The Cure fast gegangen waren. Aber ich wollte New Order unbedingt sehen, und es hat sich gelohnt.

27. Juni 2012

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Ich bin von verschiedenen Seiten hingewiesen und kritisiert worden, dass ich gar nicht so viel von der Musik vom Southside geschrieben habe, also hole ich das jetzt nach.

Letztes Jahr war ich eigentlich nicht ganz zufrieden mit der Qualität der Einträge zum Open Flair, aber sei's drum. prettybbscure hat's vorgemacht.

Am Freitag sollte es um 16 Uhr mit Zebrahead losgehen, aber wir bekamen noch die letzten Ausläufer von Turbowolf mit... Leider gibts nicht von jedem Auftritt Youtube-Videos, also hab ich einfach Video-Versionen von Songs dazugepackt. Mehr Songs gibt es auf der Homepage von dasding.



Turbowolf



Die Musik gefällt mir definitiv. Im weißen Zelt war der Sound zwar nie so gut, aber ich fand es letztlich etwas schade, nicht eher dort gewesen zu sein. Allerdings war das auch die erste Festival-Band und deshalb ist meine Erinnerung auch nicht mehr die beste.


Zebrahead



Einfach nur Gute-Laune-Rock. Zum Abfeiern und Mithüpfen. Ein bisschen Offspring, ein bisschen Itchy Poopzkid, ein bisschen Bla. Schade, dass nicht mehr los war.


Kackmaddafakka



Ein bisschen Indie-Rock, ein bisschen Abgedrehtheit wie z.B. Bonaparte und auf jeden Fall ansprechende Musik. Der Auftritt war witzig und hat die Menge mitgerissen. Besonderes Highlight waren die drei Backgroundsänger in kurzen Hosen.


The Computers



Wunderbarer Garagenrock mit schönen Solos. Eingänglich und mithüpfbar. Sehr viel ist nicht hängen geblieben, weil wir nur ein paar Songs im Vorübergehen mitgenommen haben.


Mad Caddies



Ich hab eher gemischte Gefühle zu Ska. Manchmal find ichs gut und manchmal gehts mir auf den Sack. Bei Mad Caddies fand ichs auf die Distanz gut. Auch weil mir der Gesang dazu gefällt.


Other Lives



Indie-Folk oder wie man das nennen möchte. Nix zum Abgehen, aber richtig gute Festival-Atmosphäre. Sich einfach ins Gras legen und die gute Musik genießen und mit anderen Leuten chillen. Auch wenn ich sie wohl nicht auf meinen Pod laden werde, war das für's Southside eine echte Bereicherung.


Thees Uhlmann



Irgendwie kam mir der gute Mann mit der Größe der Bühne überfordert vor. Seine Musik gefiel mir schon seit dem Bundesvision Songcontest nicht. Ist mir zuviel Popgedudel und seine Ansagen zwischendurch fand ich eher peinlich. Als er dann noch meinte Rock'n'Roll sei wichtiger als Deutschland, musste ich schmunzeln. Nimmt man da mal den Fußball-Context raus, ist das ein sehr polarisierendes Statement.


Florence + The Machine



Der erste Auftritt, dem wir entgegengefiebert haben. Grandiose Stimme und sehr biegbar, die Dame. Live sehr bezaubernd, aber auch abwesend wirkend. Aber das muss man als Virtuose wohl. Es war ein sehr schönes Konzert und schön war, dass auch die Machine aka Isabella Summers mit dabei war. Wir standen den ganzen Auftritt über am Wellenbrecher im Schatten der Tonbox, weil die Sonne noch zu heiß war. Der Schatten war aber zu kalt, sodass ich mich unterkühlt hab. Als der Auftritt vorbei war, war die Sonne untergegangen und es war zu kalt. Diese Kälte schleppte ich dann den Rest des Abends mit rum, was sehr genervt hatte.


Noel Gallagher



Seit Oasis hatte ich mich nicht mehr mit Noel Gallagher beschäftigt. Ein Fehler. Wir waren zwar schon halb auf dem Weg zu The Kooks, aber die ersten 3-4 Songs haben wir noch mitbekommen und die waren echt super. Eine definitive Empfehlung. Ich kann zwar jetzt nicht beurteilen, wie motiviert der gute Herr auf der Bühne war, aber musikalisch war das ganz groß und ich bin sehr froh, das noch gesehen zu haben. Das habe ich wohl auch City & Colour zu verdanken, die absagen mussten und dadurch den Weg zu Noel freigemacht haben.


The Kooks



The Kooks höre ich zwischendurch immer wieder gern, aber ich hatte nicht gedacht, dass sie so eine fette Live-Band sind. Die Songs sind rockiger, energischer und der Sänger bezieht das Publikum in den Auftritt mit ein. Sehr genialer Auftritt, hat mich richtig mitgerissen.


M83



Zwischen The Kooks und Die Ärzte haben wir tatsächlich noch den weiten Weg ins rote Zelt zu M83 gemacht (das wäre an den nächsten Tagen nicht denkbar gewesen). Hauptsächlich, weil wir danach noch Mumford & Sons sehen wollten. Auch wieder sehr schöner Mitspring-Rock mit Spaß- und Kopfnickfaktor. Sehr schön melodisch und gut zu hören. Der Weg hat sich definitiv gelohnt.


Mumford & Sons



Wow. Einfach nur wow. Diese Energie, die sie von der Bühne auf das Publikum übertragen. Super. Live richtig Hammer! Schade, dass wir bald weiter zu den Ärzten mussten, aber schon die paar Lieder haben mich richtig umgehauen. Ich hatte einmal kurz in Sigh no more reingehört und es war nicht so meins, aber das hat sich mit diesem Auftritt definitiv geändert. Cool, dass sie trotz einer Handverletzung aufgetreten sind und einen Ersatzmusiker gefunden haben.


Die Ärzte



Musikalisch braucht man ja nicht viel zu den Ärzten sagen. Das war mein erstes Konzert und nächste Woche folgt das nächste. Mich hat irritiert, wie oft Bela von seinem Schlagzeug aufgestanden ist, um irgendwelche schauspielerischen Einlagen durchzuziehen, aber das ist wohl sein Ding. Ich fand den Auftritt ok, aber nicht so den Mega-Hammer. Mir war zu dem Zeitpunkt auch einfach nur megakalt.


Garbage



Da war mehr Neugier dabei als echtes Interesse. Garbage ging eigentlich immer an mir vorbei und ich kannte nur wenige Songs. Kalt und müde war ich auch, deswegen ist auch nicht viel hängen geblieben. Von ganz hinten konnte ich ihre Frisur auch nicht so ausmachen und die einzige Diskussion auf dem Rückweg zum Zeltplatz waren ihre Haare anstatt die Musik. Schade, dass wir nicht länger bleiben konnten, weil ich schon gerne die 2-3 Lieder gehört hätte, die ich kannte, aber es ging einfach nicht mehr.



Das war der erste Tag vom Southside. Ziemlich voll gepackt und dementsprechend kaputt waren wir hinterher auch. Das sollte sich auf die nächsten Tage auswirken. Die folgen bald. Aber ich kann jetzt schon sagen: Allein für den Freitag hatte sich das ganze Festival schon gelohnt.

26. Juni 2012

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Southside, Adé. Leben, du hast mich wieder.


Das Southside Festival 2012 ging so schnell rüber wie das schlechte Wetter am ersten Abend. Dafür hat der Sturm Donnerstag Nacht auch ordentlich reingehauen und nur durch Körpereinsatz gelang es uns, unseren Pavillon zu halten. Am Ende war es einer von 3 Pavillons die noch auf unserem Zeltplatz standen.

Ansonsten war das Wetter aber ok. Ok deshalb, weil zwar die Sonne geschienen hat, aber es war zu heiß und auf dem Festivalgelände gab es nicht genug Schatten. Stand man dann doch im Schatten, wurde es schnell zu kalt. Die Nacht war sowieso verdammt kalt. Dieser Wechsel aus zu kalt und zu warm hat manchmal ganz schön aufs Gemüt gedrückt, aber da kann man ja keinem einen Vorwurf machen.

Wo man jemand einen Vorwurf machen kann, ist die Organisation und Planung. Wie kann man eine Band wie Kraftklub, die derzeit den größten Hype in Deutschland hat, in ein räumlich begrenztes Zelt stecken?? Das werd ich nie verstehen. Was ich allerdings verstehen kann, wie die Sache mit der Loveparade passieren konnte: Menschliches Idiotentum. Die Leute sehen genau, dass das Zelt (der Tunnel) voll ist und dass nach vorne und hinten nichts geht, aber trotzdem wird da mit aller Gewalt geschoben und sich reingepresst. Sinnlos, dumm und gefährlich. Ich bin am Umdenken und gebe nicht mehr den Organisatoren die volle Schuld an der Loveparade, sondern auch megadummen Kack-Idioten.

Camping ist auch nicht so meins, obwohl wir sogar auf dem Green Camp waren. Lag einfach daran, dass es Donnerstag Abend nichts gescheites mehr auf dem normalen Zeltplatz gab. Und bei dem Chaos dort am Sonntag Abend, war ich sogar ganz froh drüber. So viel Müll, Gestank und menschliche Abgründe hab ich noch nicht gesehen. Trotzdem war das Green Camp auch teilweise ein Fail, weil es nicht ruhiger, sauberer oder besser war. Vor allem die Toilettenverteilung war sinnlos. Nur weil die Menschen nicht so gestört sind, wie auf dem normalen Zeltplatz, heißt das nicht, dass sie weniger Toiletten brauchen. Die Wartezeiten waren ich grottig und sinnlos. Das muss nicht sein und dann pinkel ich halt doch wieder an den Zaun.

Was gab's noch Schlechtes? Achja, nur 1-Liter-Tetrapacks auf dem Festival-Gelände. Wo ist der Unterschied zu 1,5l? Sinnlos. Für jeden Stand gab es uneinheitliche Becher. Das war nervig jedes Mal zum gleichen Stand zurückzulaufen. Einheitliche Becher, die jeder Stand zurücknimmt wären besser.

Aber naja, genug gemeckert. Es war super und die positiven Eindrücke überwiegen. Die Orga bei der Bändchenausgabe und bei der Müllrückgabe war toll. Das muss auch gesagt sein.


Musikalisch finde ich solche Festivals ja immer besonders interessant, weil man so viel Neues und Gutes entdeckt. Für mich waren Labrassbanda, Supershirt und Bratze echte Highlights, die ich vorher nicht kannte. Royal Republic waren für mich die beste Band mit dem besten Auftritt. Die haben sich's so richtig gegeben. Die Sportfreunde Stiller hatten das beste Bühnenbild und eine gute Show. Das hat mir auch gut gefallen. Kraftklub waren definitiv die Band des Festivals. Sehr gut besucht und deren Lieder hat man aus jeder Ecke des Zeltplatzes gehört.


Nicht so toll fand ich die Headliner. Die Ärzte wirkten etwas gelangweilt und es hat sich angefühlt, als ob sie ihren Auftritt nur runterdudeln. The Cure war einfach nur stinklangweilig und der Sänger sah aus wie Ozzy Osbourne. Blink-182 ist nicht meine Musik und der Auftritt war auch nur einfach schlecht. So richtig schlecht sind übrigens auch K.I.Z., die einfache nur miese Texte zu mieser Musik machen und gleich mal eine Deutschlandfahne verbrennen wollten.


Southside, du hast mich überzeugt. Du warst gut, es hat Spaß gemacht und man konnte ordentlich abgehen. Die Leute waren gut drauf und bis auf ein paar Seltsamkeiten war alles in Ordnung. Gerne wieder. Bilder haben wir auch gemacht, aber der Fotograf lässt sich mit den Einweg-Kameras wohl Zeit..


Berichte, Eindrücke und Bilder gibt es beim Gigblog, beim Bierschinken, bei der Stuttgarter Zeitung, bei Festivallisten und auf vielen weiteren Blogs.