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31. März 2012

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Das große Finale. Aber es gibt nicht Saw VII, sondern Saw 3D. In 2D auf meinem Fernseher. Es war eine lehrreiche Reise. Lehrreich insofern, dass sich die Saw-Filme einfach nicht lohnen. Mit dem Finale sollte es nicht besser werden.

Der letzte Saw-Film dokumentiert erneut den Nachfolger des Killers, wie er der Polizei entkommt und wie er neue Spiele spielt. Das Ganze ist dermaßen langweilig und dämlich, dass man sich glatt die ganzen Rückblenden wieder wünscht. Die sind diesmal Mangelware und das bedeutet auch, dass man den Orginal-Killer kaum sieht. Das tut dem Film einfach total weh, weil die ganze Serie sich eigentlich über den Orginal-Killer definiert.

Die Abenteuer des Nachfolgers sind dagegen eher langweilig. Auch deshalb, weil man jetzt den Killer kennt und die Handlung aus seiner Perspektive erlebt. Das macht keinen Spaß und nimmt den Film jegliche Spannung und mysteriöse Elemente. Vor allem hab ich das Gefühl, dass der Nachfolger von Film zu Film immer fetter wird und das obwohl die Filme direkt aneinander anknüpfen.

In Saw 3D geht es um Überlebende von vorherigen Fallen und wie der Killer einen davon bestraft, weil er die Popularität ausnutzt. Dabei entkommt er der Polizei und jagt die Ex-Frau des Original-Killers. Da es das letzte Kapitel der Serie ist, haben die Produzenten versucht, so viele bekannte Gesichter wie möglich zurück zu bringen. Ist allerdings schwierig, wenn man vorher alles niedermetzelt.

Alles das ist mit grausamen Fallen gespickt. Ich sage mit Absicht "grausam", weil mit Saw 7 die Serie endgültig ins Splatter-Genre übertritt. Das sind keine Fallen mehr, sondern Tötungsmaschinen. Die Opfer haben auch keine Wahl mehr. Aus den Maschinen gibt es kein Entkommen. Dabei ist die Tötungsweise nicht mehr halbwegs originell, sondern nur noch grausam. Wahrscheinlich auch wegen dem 3D. Soviel Gedärm und Körperteile habe ich lange nicht mehr auf mich zu fliegen sehen. Dumm.

Das dümmste ist vor allem das: Wieder wird ein Typi in eine Reihe von Spielen gesteckt, in denen er seine Kollegen retten kann. Wieder schafft er es natürlich nicht, aber am Ende wird er nicht getötet. Sondern der Zuschauer erfährt gar nicht, was mit im letztendlich passiert. Damit haben das ganze Spiel und die ganzen Fallen keinen Sinn gemacht oder keine Wirkung auf ihn. Es war einfach nur sinnlos. Da fragt man sich als Zuschauer doch hinterher, was das ganze sollte. Was sollte das?

Ich schwanke noch, welcher Saw-Film schlechter ist. Saw VI oder Saw 3D, aber viel nehmen sich die beiden nicht. Die Filmserie ist tot, sie ist zur Parodie ihrer selbst geworden, zum Splatter-Gemetzel. Es fließt tausendmal so viel Blut wie in den Teilen davor. Und diesmal sieht das Blut echt fake aus. Die Geschichten sind den Autoren ausgegangen, sowie die Ideen für Fallen. Es geht um Nichts mehr, der Killer hat die meiste Zeit der Filmserie im Grab verbracht und verrückter gehts nicht mehr. Ich bin froh, dass es vorbei ist.

0 Sterne.



Die Fallen/Ekelhaftigkeiten in Saw 3D:
  1. Kreissäge - Zwei Typen sind an gegenüberliegenden Enden festgebunden, vor ihnen jeweils eine Kreissäge. Über ihnen ist eine Tussi festgebunden, direkt unter ihr auch eine Kreissäge. Sie hat beide Typen miteinander betrogen. Die beiden Kerle können die Kreissägen jetzt so schieben, dass einer von ihnen stirbt. Nach einem kurzen Kampf entscheiden sich die beiden für die Tussi.

    Das Ansägen kennen wir ja schon. Von der Todesart ähnelt es dem Pendel aus Saw 5. Erst regnet es Blut, am Ende regnet es Darm. Direkt in den Bildschirm, ist ja 3D.
    Das Ganze war dann noch am helllichten Tage vor Publikum. Applaus.

  2. Geisterfahrt - Der Sänger von Linkin Park ist in einem Auto an seinem Sitz angeklebt. Reißt er sich nicht los, fährt das Auto los, zertrümmert einer Tussi den Kopf, reißt einem Typi den Kiefer aus und überfährt einen anderen Typi.

    Natürlich schafft er es nicht. Man sieht Haut, die sich vom Körper löst, einen zermatschten Kopf, einen abgetrennten Unterkiefer.
    Muss ja splattern. Ist ja 3D.

  3. Lanzen des Todes - Eine Frau sitzt in einem Gestell mit 4 Lanzen, die auf ihren Hals gerichtet sind. Der Schlüssel dazu ist in ihrem Magen mit einem Angelhaken. Ein Typi muss den Schlüssel rausziehen. Dabei darf sie nicht schreien, denn umso mehr Dezibel gemessen werden, desto näher kommen die Lanzen.

    Als er den Angelhaken mit ein paar Innereien daran endlich hat, ist die Zeit abgelaufen. Lanzen in den Hals, Blut spritzt.
    Muss ja splattern. Ist ja 3D.

  4. Augenstechen - Eine Tussi liegt auf einer Liege. Die wird immer weiter hochgeklappt. Wenn sie senkrecht ist, stechen spitze Rohre in ihre Augen und Mund. Ein Typi kann sie retten, indem er Gewichte stemmt, während Rohre in seinen Bauch stechen.

    Er schafft es nicht. Rohr -> Auge. Muss ja Splattern. Ist ja 3D.

    Der Typi stemmt, aber die Gewichte sind zu schwer, um sie lange zu halten. Was ich mich allerdings frage, warum er nicht einfach gewartet hat, bis sie fast senkrecht ist, und dann angefangen hat zu stemmen. Das hätte mehr Zeit gebracht, aber naja.

  5. Der Blinde und der Schlüssel - Ein Blinder Typi muss über Bretter balancieren und dann einen Schlüssel zugeworfen bekommen. Er fängt den Schlüssel nicht, er wird gehängt.

    Es gibt nichts zu sehen hier. Vielleicht schwingt der tote Körper in 3D besonders schön. Ist ja 3D.

  6. Der Ofen - Eine Frau ist in einem Ofen. Ein Typi kann sie retten, wenn er sich die Zähne zieht und danach an seinen Brustwarzen mit Angelhaken aufhängt und ein Kabel verbindet

    Zahnarztszene. Danach die wohl brutalste Szene der ganzen Serie: Nippel reißen. Danach verbrennt eine Frau. Buhu. Ist aber besonders schön in 3D.

  7. Raketenzug - Ein kleiner Wagen mit einer großen Spitze fährt auf einer Schiene auf eine Frau zu.

    Keine Falle, kein Entkommen. Aber am Ende war es nur ein Traum. Der Körper zerplatzt trotzdem wundervoll in alle Richtungen.
    Muss ja splattern. Ist ja 3D.

  8. Bärenfalle - Der Klassiker, die Bärenfalle wird jemanden aufgesetzt.

    Diesmal geht sie aber tatsächlich los. Das Gesicht wird aufgerissen. Das Opfer hat eine wunderbare Zunge! Muss ja splattern. Ist ja 3D.


Es gibt noch ein paar mehr. Ein Käfig, der sich zu Stacheln öffnet, ein automatisches Maschinengewehr, ein blutiger Beinstumpf, der an ein heißes Rohr gehalten wird, viele Morde. Dabei gibt's aber nix zu sehen. Nach einem Schuss ins Auge bleibt ein bisschen Hirn an der Wand kleben. Auch nichts Neues.



ES IST VORBEI. ICH MACHE EINEN FREUDENTANZ. WAS MIR AM ENDE BLEIBT IST DIE ERKENNTNIS DER SINNLOSIGKEIT, ABER DAS LEBENSACHIEVEMENT "7 days, 7 Saws".

30. März 2012

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Freitag. Sechster Tag von Sieben Tage, Sieben Saw. Und Freitag im wahrsten Sinne des Wortes, denn morgen bin ich frei.

Im es vorneweg zu nehmen: Saw VI ist der sinnloseste und schlechteste Film bisher. Ganz ohne Witz. Die erste halbe Stunde ist gefüllt mit 20 Minuten Rückblenden. Und das sind nicht mal neue Szenen, sondern Szenen aus den anderen Filmen. Es ist so traurig für eine Fortsetzung, wenn man als erste Szene die letzte des vorherigen Filmes zeigen muss, weil man sein Publikum für zu dumm hält, um zu verstehen, was da abgeht.

Der sechste Saw-Film ist ziemlich geradlinig. Komplexität, die es wenigstens halbwegs interessant gemacht hätte, fehlt komplett. Die Polizei rückt dem Nachfolger des Killers stärker auf die Pelle, während er einen Versicherungstypi in ein Spiel steckt, bei dem er immer wieder seine Kollegen retten oder schnetzeln darf. Hier ist schon wieder die Crux der ganzen Serie. Denn der Versicherungstypi wird immer wieder von Bändern des Orginal-Killers konfrontiert. Die Spiele können aber nicht im Sinne vom Orginal-Killer sein, denn der hat Leuten immer eine Chance gegeben. Aber was sind das denn für Spiele, wo von 6 Personen nur 2 überleben. Das ist doch dann schon 4 mal Mord. Oder nicht?

Naja, mir fällt gar nicht mal ein, was man noch zu Saw 6 sagen soll, denn der Film ist so nichtssagend, so sinnlos, dass man gar nichts weiter dazu sagen braucht. Im letzten Film eingeführte Figuren werden wieder sinnloserweise hingemetzelt. Richtig schlecht finde ich dann auch, dass der Film die in Saw III eingeführte Ex-Frau letztendlich doch zur Mittäterin macht. Vorher war das alles in bisschen unklar, aber jetzt hat sie definitiv auch Blut an ihren Händen. Da hat die Saw-Serie die Chance verpasst, einen interessanten moralischen Gegenpol zu behalten. Jetzt ist wieder alles auf Anfang.

Wenigstens hat die Nebenhandlung um den Versicherungstypi wieder etwas mehr Bezug zur Haupthandlung, anders als im fünften Teil, aber, wie schon gesagt, die Fallen sind einfach grausam und sinnlos und es geht dabei nur noch ums Umbringen. Da gehen den Autoren wirklich die Ideen aus.

Nimmt man dem sechsten Saw-Teil seine Rückblenden und die Verbindungen zu den letzten Filmen, bleibt einfach NICHTS übrig. Das ist eine leere Hülle ohne Orginalität und ohne Seele. Saw VI gibt mir zum ersten Mal das echte Gefühl von Zeitverschwendung. Ein deutliches Zeichen, dass es zu Ende geht. Während ich den vorherigen Teilen immer etwas abgewinnen konnte, kann ich diesem Teil gar nichts abgewinnen.

Das war mal nichts. Eigentlich wollte ich dem Film wenigstens einen halben Gnadenstern geben, aber eine Falle hat mich dann doch zu einer glatten Null bewegt. Siehe unten. 0 Sterne.



Die Fallen/Ekelhaftigkeiten in Saw VI:
  1. Die Waage - Zwei Opfer, die voneinander getrennt eine Waage mit Fleisch füllen sollen, dass sie sich vom Körper schneiden/hacken. Der Gewinner bleibt am Leben, dem Verlierer wird von einer Maske in den Kopf gedrillt.

    Das war das Richtige zum Frühstück. Der Typi schnitt sich sein Bauchfett ab, die Tussi den Arm. Alles live, mit schnellen Schnitten, aber genug um alles zu sehen. Nom, offener Bauch. Am Ende hat der Arm gewonnen. Nicht genug fett gewesen. Ich frag mich aber immer noch, warum die beim Startsignal beide sofort angefangen haben zu schneiden. Ohne zu warten was passiert, wenn die Waage bei Null bleibt. Oder sie hätten auch andere Gegenstände in die Waage legen können.

    NEEEIIIN, erstmal den Arm abschneiden, bevor man denkt...

  2. Luft/Presse - Zwei Personen sind in je eine Presse eingeklemmt, die den Brustkorb zerdrücken würde. Jedes Mal wenn eine Person atmet, wird die eigene Presse enger. Die Person, die weniger atmet, überlebt.

    Außer dieses lustige Film-Geräusch für Knochenbrechen und ein bisschen Blut durch Klamotten ist auch das Pille-Palle.

  3. Galgenmann - Zwei Personen sind mit Stacheldraht aufgehängt und stehen auf einer Plattform. Eine andere Person muss entscheiden welche Plattform verschwindet.

    Eine Person wird gehängt. Wow. Ich glaub, man sieht nicht mal richtig Blut. Was ist da los??

  4. Dampf-Rennen - Eine Person muss durch ein Labyrinth kriechen, während aus allen möglichen Rohren Dampf schießt. Eine andere Person kann den Dampf kurzzeitig abstellen, dann muss sie aber den Dampf abbekommen. Die Labyrinth-Person hat ein Gerät um, was einen Pfeil durchs Hirn jagd, wenn man die Apparatur nicht aufschließt. Der Schlüssel ist der anderen Person in der Nierengegend eingenäht.

    Ein paar Verbrennungen durch den Wasserdampf und am Ende ein bisschen Blut aus dem Kopf. Auch unspektakulär.

  5. Karussell - 6 Personen drehen sich auf einem Karussell mit einem Gewehr. Alle paar Sekunden stoppt das Karussell und das Gewehr schießt. Eine weitere Person kann zweimal verhindern, dass das Gewehr schießt, indem es sich durch die Hände stechen lässt.

    WTF?? DIE SINNLOSESTE FALLE ÜBERHAUPT. VIER VERDAMMTE HINRICHTUNGEN. WAS SCHAU ICH MIR DEN SCHEISS ÜBERHAUPT AN, UM SINNLOS LEUTE HINGERICHTET ZU SEHEN. ES GIBT SO VIEL SCHEISS AUF DER WELT, ABER DAS WAR DER ALLERGRÖSSTE. ICH BIN ANGEPISST. DAS WIDERSPRICHT ALLEM, WOFÜR DER KILLER MEINT ZU STEHEN. WTF!

  6. Säure-Spritzen - Ein Brett voller Spritzen fällt auf den Rücken des Opfers. Säure wird in sein Körper gepumpt.

    Während der Prozedur unspektakulär. Danach zerfällt der Körper in zwei Hälfte und man hat nochmal eine volle Laden Gedärm und Zeug. Jajajajaja....

  7. Offene Wange - Nochmal die Bärenfalle, aber das Opfer entkommt indem es sich eine Wange aufreißt.

    Zum Ende des Filmes nochmal Geschrei bei offener Wange. Nach dem ganzen Film war ich total indifferent und fand das Makeup und das ganze Aussehen der offenen Wange eher schlecht gemacht. Richtig schlecht gemacht. Go figure...


Saw VI ist einfach nur die Definition von Scheiße. Schaut man im Wörterbuch unter "Scheiße" nach, steht dort Saw 6. Nicht nur ist der Film langweilig, sinnlos und uninspiriert. Die Karussell-Falle ist das sinnloseste und grostekeste, was ich je in einem Film sehen durfte.

29. März 2012

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Fünfter Tag, fünftes Saw. Donnerstag. Bald ist es vorbei.

Saw V setzt direkt am vierten Teil an, was wiederum direkt das Ende des dritten Teils ist. Die Verschachtelung der Geschichten durch Rückblenden und Rahmenhandlung macht's möglich. Erinnern wir uns zurück. Im dritten Teil ist der Vater gefangen im Spiel und will seine Tochter wiederhaben. Am Ende des Filmes ist er im Raum mit dem Killer und der Kopf seiner Frau explodiert (leider nicht zu sehen) und das Zimmer schließt sich mit ihm darin. Am Ende des vierten Teils stürmt ein FBI-Agent diesen Raum, erschießt den Vater und wird wiederum vom neuen Killer eingesperrt. Am Anfang des 5. Teils schaut sich nun der FBI-Agent diesen Raum an, entdeckt eine Tür und darin ein Tonband, das genau für ihn bestimmt war.

Rekapitulieren wir... Der Killer muss also drei Filme voraus gedacht haben... RESPEKT ^^
(Selber Sachverhalt übrigens auch bei seinem Testament, aber naja...)

Ansonsten bestimmen wieder Rückblenden diesen Saw-Teil. Diesmal gehts um die Beziehung des Killers zu seinem Partner bzw. Nachfolger. Es wird beleuchtet, wie der Partner in diese Lage kam und warum er das Werk fortsetzt. Dabei entledigt er sich seinem ärgsten Verfolger vom FBI und lässt die Öffentlichkeit im Arglosen. Nebenbei werden mal wieder fünf Personen durch ein paar Testräume gejagt und werden nach und nach dahingemetzelt. Saw-Style.

Mit dem fünften Teil hat es die Saw-Reihe endlich geschafft, aus dem wirren Komplex aus Charakteren eine interessante Geschichte zu erzählen, wenn auch mit Hilfe von Rückblenden. Wer die ersten vier Filme so wie ich verfolgt hat, der versteht tatsächlich was da abgeht und das das Ganze rein storytechnisch sogar Sinn ergibt. Chapeau.

Ich gehe sogar soweit und sage: Wäre das Gemetzel nicht, wäre es ein halbwegs interessanter Film. Das Problem, was daraus entsteht, ist, dass der Film dadurch so vorhersehbar wird wie die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Deutsche Bahn verspätet. 100%. Das liegt zusätzlich daran, dass auch der dümmste Zuschauer nach vier Filmen langsam kapiert hat, wie das Spiel funktioniert. Halte dich an die Regeln und du gewinnst.

Der Film wird dadurch genauso durchschaubar, wie der Killer seine Opfer durchschaut. Er weiß genau wie sie handeln und ich weiß genau, wie der Film ausgehen wird. Es ist von vorneherein klar, dass die fünf Leute zusammenarbeiten müssten, statt sich gegenseitig umzubringen. Dabei ist der interessanteste Charakter mal wieder ziemlich früh dran. Was schlimm ist: Letztenendes sind die fünf Leute total egal, sie spielen für die Handlung überhaupt keine Rolle und das ist total scheiße.

Und es ist also sofort klar, dass der FBI-Agent einfach warten muss, statt loszustürmen. Dass er sich in eine Kiste voller Glasscherben legen muss (die der Killer in einer Rückblende im vierten Teil angefertigt hat). Und dass die fünf Leute einfach zusammenarbeiten sollten, statt sich gegenseitig niederzumetzeln.

Aber wo wäre denn der Spaß, der Splatter und der Horror? Nirgends und schwupps, wäre alles wieder langweilig. Am Ende gewinnt wieder der Killer. Alle sind tot und man kann beruhigt schlafen gehen. Was mich nur wirklich stört ist, dass der Film tatsächlich versucht den Killer ins Rechte Licht zu rücken und seine Aktionen erklärbar zu machen.

Saw V ist nicht besser als die anderen Filme. Wirklich nicht, aber er hat mich unterhalten (vom Gemetzel abgesehen), und das hätte ich nun wirklich nicht erwartet. Das hat er aber nur geschafft, weil ich mich durch 4 andere Filme quälen musste. Traurig.

Deshalb bekommt Saw 5 wieder einen halben Stern Unterhaltungsbonus im Gegensatz zum letzten Film dazu. 2 von 5. Wie alle anderen Saw-Filme: Warum? Wie kommt der Killer nur auf die Ideen? Woher hat er die Zeit und die Resourcen?



Die Fallen/Ekelhaftigkeiten in Saw V:
  1. Das Pendel - Das Opfer ist auf einer Liege gespannt, über ihm ein Pendel, dass immer wieder etwas tiefer kommt. Um das Pendel zu stoppen, müsste er seine Hände zerquetschen lassen. Er lässt seine Hände zerquetschen, das Pendel trifft ihn trotzdem.

    Ja, das war ein Nachahmer, deswegen war es keine "Bestrafung" sondern ein Mord oO (Da fragt man sich noch, wie der Nachahmer an die Puppe und die Stimme vom Killer gekommen ist, aber naja). Vom Hände zerquetschen sieht man nicht viel, nur Blut. Vom Pendel sieht man ziemlich viel. Schnitte im Bauch, Därme, halbe Körper. Juchu. Schon heftig.

  2. Wasserbox - Der Kopf des Opfers ist in einer Box, in die Wasser läuft. Kein Entkommen.

    Das Opfer rettet sich mit einem Kuli aus der Hosentasche. Luftröhrenschnitt deluxe. Einfach mal den Kuli in den Hals gerammt, oh ja... Ohne Blut und irgendwas, also harmlos.

  3. Schnipp-Schnapp, Kopf ab - Fünf Leute sind mit Kabeln miteinander verbunden. Schaffen sie es nicht sich zu befreien, werden die Kabel zurückgezogen in eine Klinge, die den Kopf sauber abtrennt

    Been there, done that. Köpfe fliegen überall.

  4. Bombensache - Eine Bombe explodiert, es müssen Schlüssel gefunden werden, um sich in Rohren vor den Auswirkungen zu schützen

    Jemand explodiert. Die Explosion ist harmlos. Danach ist der Raum voller Körperteile.

  5. Eine Wanne voller Energie - Ein Körper muss in die Badewanne und mit fünf Kabeln verbunden werden, damit sich ein Stromkreis schließt.

    Ich glaube, jede Folge Teletubbies ist schlimmer.

  6. Kreissägen - Man muss die Hand in eine Maschine halten, in der Kreissägen laufen. Hat man genug Blut verloren, öffnet sich eine Tür.

    Ok, das ist fies. Man sieht wie die Sägen durch die Hände und sogar Arme gehen. Autsch. Später sie man einen halb-gespaltenen Arm.

  7. Müllpresse - Zwei Wände bewegen sich aufeinander zu und zerquetschen das Opfer

    Das ist Star Wars endlich mal zu Ende gedacht! Sehen tut man nur ein bisschen Blut und einen Knochen, der aus einem Arm kommt.



Entweder das Pendel oder die Kreissäge waren die fieseste Falle des Films. Aber langsam sollten sich die Macher der Filme eingestehen, dass es schon längst nicht mehr um die Fallen geht. In den letzten Filmen waren diese Fallen für die Handlung relevant. Im fünften Teil geht es nur noch darum, Menschen möglichst heftig niederzumetzeln. Das hat nix mehr mit der Story zu tun. Es wird Zeit, das Ganze zu beenden. Zwei Filme noch... von diesem Standpunkt zwei Filme zu viel. Von einem allgemeinen Standpunkt: Sieben Filme zu viel.

28. März 2012

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Seufz. Warum mach ich das eigentlich noch? Es ist Mittwoch. Der vierte Tag von sieben Saw-Filme in sieben Tagen. Bergfest. Saw IV ist geschafft.

Der Film beginnt mit der Polizei bei einer Falle aus dem dritten Film, die ich vergessen habe zu erwähnen. Ein Charakter aus den ersten zwei Filmen wurde gleich zu Beginn von Teil 3 sinnloserweise dahingemetzelt. Die Falle hab ich nicht so ganz verstanden, denn die Maschine, in der das Opfer steckte, hatte ihm irgendwie die Rippen rausgerissen oder so. Wo kein Verständnis, was eigentlich passiert, da auch kein Gore-Faktor. Suck it.

Jetzt aber zu Saw IV. Man findet also das Opfer aus Saw III und ein Polizist stürmt da unüberlegterweise in den Raum. Das wird der ganze Plot-Punkt und damit auch das Haupt-Testsubjekt: Der Polizist, der zu früh durch Türen rennt. Tür ist auch das immer wiederkehrende Symbol des Filmes. Wie spannend.

Was soll ich noch dazu sagen? Außer, dass ich schon wieder maßlos enttäuscht bin, dass Saw IV wie sein Vorgänger alle interessanten Charaktere dahinmetzelt. Nachdem es nach dem dritten Teil keine Hauptcharaktere mehr gab, wurden glatt ein paar Nebenrollen wieder gezeigt und im vierten Teil zu Hauptpersonen gemacht. Aber anstatt diese Charaktere weiter zu erkunden, werden sie gnadenlos dahingeschnetzelt. Metzger-style.

Der Killer ist tot. Es lebe der Killer. Wie befürchtet: etliche Rückblenden spicken diesen Film und nehmen der Haupthandlung jegliche Spannung, die sie sich mühsam aufbaut. Man lernt Details über den Killer, die man gar nicht wissen wollte und die sein sinnloses Streben nach Bestrafung noch sinnloser machen. Auch gibt's einen neuen Partner, der sein Werk fortsetzt.

Es wird alles ein bisschen komplizierter in Saw 4. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, dass man am besten die Vorgänger gesehen haben sollte, um alles zu verstehen. Zudem verhaken sich die Autoren immer weiter in einem Netz aus Zusammenhängen und komplizierteren Spielen innerhalb von anderen Spielen, sodass es bei näherem Nachdenken keinen Sinn mehr macht. Die Hauptperson hat quasi alle Freiheiten, kann die Polizei rufen oder sich Hilfe holen. Reagiert aber genauso wie es der Killer oder sein Partner vorhergesehen haben.

Vor allem sind die meisten Fallen mechanisch mit Zahnrädern (weil der Killer so auf Zahnräder steht), aber kommt irgendjemand in diesem Film auf die Idee einfach mal die Zahnräder zu blockieren? Neeeee...

Am Ende versuchen die Autoren manche Sachverhalte gar nicht mehr durch die Handlung zu erklären, sondern zeigen eine Szene, bei der man sich am Kopf kratzt und "Hä?" sagt, nur um hinterher alles mit einer Rückblende zu erklären. So als hielten sie die Zuschauer nicht für intelligent genug, sich eigene Gedanken zu machen, sondern zeigen ihm Wirkung vor der Ursache. Und die Rückblende sagt dann nur noch: "Wärst eh zu doof gewesen, das von selbst zu merken..."

Am Ende fällt die Hauptperson wieder durch ihren Test, die "Bösen" gewinnen zum vierten Mal und als Zuschauer denke ich mir zum vierten Mal "WTF". Jetzt bin ich nicht wirklich gespannt, wie es weitergeht, aber was muss, das muss. Saw IV ist kein Meilenstein, aber für mich ein wichtiges Zeichen: Ich habe es ohne tiefe Wunden durch die Hälfte dieser Filmserie geschafft. Der Killer ist immernoch tot und drei Filme kommen noch. Samstag ist alles vorbei. 1,5 Sterne von 5.



Die Fallen/Ekelhaftigkeiten von Saw IV:

  1. Autopsie des Killers - Die Kopfhaut des Killers wird abgeschnitten und sein Gesicht nach vorne geklappt. Sein Kopf wird aufgesägt und sein Gehirn entnommen. Sein Brustkorb wird aufgeschnitten, und die Rippen mit einer Zange aufgemacht. Sein Magen wird entnommen. Darin finden die Ärzte ein weiteres Tonband.

    Man sieht alles volle Kanne. Ohne Witz. Da war kein Schnitt oder sonst irgendwas dabei. Alles nichts weiter als die durchschnittliche Folge von Grey's Anatomy.

  2. Falle ohne Kommunikation - Zwei Menschen sind mit einer Kette verbunden. In der Mitte ist eine Maschine. Beim ersten Opfer sind die Augen zugenäht, beim zweiten Opfer der Mund. Keine Kommunikation ist möglich. Als die Falle losgeht, werden die beiden Opfer langsam zu der Falle gezogen.

    Die beiden Opfer haben sofort das Richtige getan, sie haben sie gegenseitig bekämpft, bis einer der anderen getötet hat. Das würde doch jeder tun. Was die Maschine in der Mitte gemacht hat, hat man nicht gesehen. Oder ich hab's nicht verstanden. Vielleicht bin ich zu dumm für solche schlauen Fallen.

  3. Skalpierung - Eine Frau ist mit ihren Haaren in einem Apparat eingespannt, der ihr langsam das Haar samt Kopfhaut von Kopf zieht. Nom.

    Sie wird aus der Falle gerettet. Natürlich nicht ohne vorher ordentlich Blut und verrückte Kopfhaut zu zeigen. Und nicht ohne danach trotzdem ins Gras zu beißen. Die einzige Spannung hat dabei die Musik und die Parkinson-Kamera gemacht. Ekelfaktor hielt sich in Grenzen.

  4. Augen weg oder Arme weg - Ein Mann ist ein einem Gestell gefangen, dass ihm entweder die Arme und Beine ausreißt und ihn dabei tötet oder er sich freiwillig mit zwei Eispickeln die Augen aussticht.

    Natürlich sticht er sich ein Auge raus und dann werden ihm die Gliedmaßen ausgerissen. Blut, Ekel, jupp. Die wohl mieseste Falle des Filmes. Ich bin mittlerweile eher indifferent.

  5. Das hängende Pärchen - Ein Pärchen ist Rücken an Rücken aufgehängt und mit Stäben durchbohrt. Während sie an unkritischen Stellen verletzt ist, stecken die Stäbe bei ihm in Venen und Arterien. Sie zieht die Stäbe raus. Er stirbt. The End.

    Das ist ja mittlerweile gar nichts mehr.

  6. Ein Metallstab schießt aus einer Kanone und zerbohrt einer Polizistin den Kopf.

    Der aller sinnloseste Tod des Filmes, wenn nicht sogar der ganzen Serie. Oh man...

  7. Messerstuhl - Das Opfer sitzt mit aufgeschnittenen Adern auf einem Stuhl und verblutet. Um sich aus dem Stuhl zu befreien, muss es das Gesicht durch eine Maske aus Messern pressen.

    Auch hier viel Blut, wenig Splatter. Opfer kann sich befreien, aber stürzt sich dann in einen Ballen aus Stacheldraht. Wie passend...

  8. Eisblöcke - Zwei Eisblöcke zertrümmern einen Kopf. Platsch.

    Man sieht ein bissl was, die Köpfe in "Jäger des verlorenen Schatzes" platzen schöner.


Auch hier war der Gore- und Ekelfaktor eher gering. Trotzdem nichts für zart-besaitete Leute. Ein bisschen Abhärtung reicht aber. Nunja...
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Mein Kumpel Barufaia hat mich noch auf eine gute Idee für die Saw-Woche gebracht. Ich werde für jeden Film jetzt noch zusätzlich die Fallen/Todesarten/Ekelhaftigkeiten aufzählen, die sich der Killer ausdenkt oder die einfach so passieren. Dann werde ich noch erwähnen, wie sehr mich das gejuckt hat. Um noch mehr zu zeigen, dass der einzige Appeal bei diesen Filmen nur der Ekelporn ist.

Hier die bisherigen Fallen der ersten drei Filme:

Saw:

  1. Bärenfalle - Das Opfer hat eine Bärenfalle auf dem Kopf, die nach einer bestimmten Zeit zuschnappt, wenn nicht der Schlüssel gefunden wird. Der Schlüssel befindet sich im Darm eines zweiten Opfers, welches angeblich tot sein sollte, aber noch lebt. Um zu überleben muss das erste Opfer das zweite töten.

    Nun, pervers sind diese Fallen alle, deshalb gleich zum Punkt. Die Bärenfalle geht nicht los, also kein Matschkopf. Dafür ein bisschen Gedärm vom zweiten Opfer. War nicht so schlimm.

  2. Stacheldrahtkäfig - Das Opfer muss durch einen Käfig voller gespannten Stracheldraht in kurzer Zeit kriechen, sonst kommt es nicht mehr heraus.

    Im Film ist das Opfer schon tot und man sieht Bruchstücke in einer Rückblende, also überhauptnicht schlimm. Die Frage, warum das Opfer nicht einfach am Startpunkt wartet, bis es entdeckt wird, bleibt ungeklärt

  3. Das Opfer ist mit einer entflammbaren Flüssigkeit bedeckt und muss mit einer Kerze in einem dunklen Raum von den Wänden eine Safe-Kombination finden. Das Opfer ist barfuß und der Boden ist voller Glasscherben.

    Öhm, das war gar nichts, nicht mal ein Wimpernzucken. Im Film ist das Opfer schon tot. Wieder nur Rückblende. Nichts Ekelhaftes zu entdecken.

  4. Bohrer - Ein Bohrer bewegt sich auf den Kopf zu.

    Opfer wird gerettet, nichts zu sehen hier. Weiter gehts.

  5. Shotgun-Falle: Bumm, Kopf weg.

    Auch hier kein Splatter, nur eine verstümmelte Leiche. Come on!

  6. Shotgun-Falle: Bumm, Kopf weg.

    Auch hier kein Splatter, nur eine verstümmelte Leiche. Come on!

  7. Fuß absägen - Opfer ist angekettet und hat eine Säge. Kette geht nicht zu sägen.

    Das war die schwierigste Szene. Aber wird auch nur im Ansatz gezeigt und ist am Ende auch eher harmlos. Das Schlimme sind nicht die Bilder, sondern was das Gehirn des Zuschauers aus der Vorstellung macht.
Insgesamt war Saw 1, wie schon festgestellt, eher harmlos. Kein Splatter, kein Gore.


Saw II:

  1. Stachelmaske - Das Opfer hat einen offenen Helm auf, der innen mit Stacheln gespickt ist. Es hat eine Minute Zeit mit einem Schlüssel die Maske zu entfernen, sonst schließt sie sich. Den Schlüssel hat der Killer vorher in das Auge des Opfers eingenäht.

    Das ist schon übel. Das Auge verlieren und wie er da mit dem Messer drin rumpult. Ist alles nur angedeutet, aber das reicht schon. Muss nicht sein.

  2. Pistole in einer Tür. Wird ausgelöst, wenn jemand die Tür mit dem falschen Schlüssel öffnet.

    Pistolenschüsse, hab ich in jeder besseren Folge von Barbara Salesch.

  3. Verbrennen im Ofen - Das Opfer muss in einen Ofen klettern, um zwei Spritzen zu holen. Bei der zweiten Spritze geht der Ofen an, das Opfer verbrennt.

    Während hier schon der coolste und interessanteste Charakter des Filmes verheizt wird, fragt man sich doch, warum er nicht gleich die erste Spritze genommen oder wenigstens rausgereicht hat.

  4. Spritzen-Grube - Das Opfer muss in einer Grube, die voll mit Spritzen ist, nach einem Schlüssel suchen.

    Ok, keine schöne Vorstellung und ich nehme an, dass das manche Leute echt mitnehmen kann, aber ganz ehrlich. Ich hab bei der Szene nicht mal mit der Wimper gezuckt.

  5. Rasierklingen-Box - Eine Spritze muss aus einer Box geholt werden. In diese Box kann man aber nur durch zwei Rohre greifen, die so mit Klingen ausgestattet sind, dass man zwar die Arme reinstecken, aber nicht wieder rausziehen kann. Man hängt also in der Box, verblutet oder zieht und dann sind die Hände ab. -schnippschnapp-

    Da man hier nur sieht, wie die Hände reingesteckt werden und alles andere der Fantasie überlassen wird, hoppelt diejenige Person zusammen mit Kaninchen, Eichhörnchen und einem motherfucking Pterodactyl über einen Regenbogen. Augenbrauenstatus: Kein Zucken.

  6. Hals abschneiden - Hinten, auf dem Hals des Opfers, steht eine Nummer. Das Opfer nimmt ein Messer und schneidet sich das Stück haut selbst ab.

    Ja, das war ein wenig heftiger. Wird auch ziemlich ausgiebig gezeigt. Zwar nicht mit Nahaufnahme, aber das reicht definitiv.

Jup, Saw 2 nimmt etwas Fahrt auf. Aber bis auf 1-2 Ausnahmen ist es auch noch recht harmlos.


Saw III:

  1. Fuß brechen - Selbe Situation wie beim Sägen im ersten Teil. Das Opfer ist angekettet und hat sogar die gleiche Säge. Aber auch einen schweren Porzellan-Klotz. Nichts ist naheliegender als die damit ein paar Mal auf den Fuß zu kloppen, bis der so geradlinig gebrochen ist, dass er durch die Kette passt.

    Das Klopfen auf den Fuß wäre nicht so schlimm, wären da nicht die Nahaufnahmen vom Fuß mit Blut und Knochen. Nom.

  2. Von Ketten losreißen - Das Opfer ist mit Ketten an die Wand gefesselt. Die Ketten münden in Ringe, die dem Opfer durch die Hände, Füße, Rücken und Unterkiefer eingenäht sind. Es muss sich losreißen, bevor eine Bombe explodiert.

    Wie im ersten Teil ist das Opfer bereits tot, als die Polizei eintrifft.
    Anders als im ersten Teil wird hier eine komplette Rückblende gezeigt. Großartig. Und man darf miterleben, wie sich das Opfer nacheinander die Ringe aus der Haut reißt. Grandios. Nur zum Unterkiefer kommt es nicht mehr. Bumm. Allerdings war ich zu dem Zeitpunkt schon zu sehr abgestumpft, als dass mich das noch schocken konnte.

  3. Explodierendes Halsband - Das Opfer bekommt ein Halsband umgelegt, dass quasi explodiert, falls die Herzrate des Killers unter ein gewisses Niveau sinkt.

    Am Ende explodiert es tatsächlich. Aber man sieht die Explosion nicht, nur einen halben, zermatschten Kopf. Und der ist nach dem ganzen grottigen Film nicht mehr ganz so grottig.

  4. Einfrieren - Das Opfer ist in einem Kühlraum angekettet und wird mit Wasser eingesprüht.

    Das ist kein Ekel dabei. Und auch kein Wimpernzucken, denn den Charakter kennt man nicht, also ist es auch egal. Wenigstens war's eine nackte Frau. Die ersten Titten in der Saw-Reihe. Juchu.

  5. Ertrinken durch Schweine - Unendlich viele Schweine werden durch einen Hexler/Fleischwolf gejagt und zu Flüssigkeit verarbeitet. Mit der Flüssigkeit wird das Opfer dann ertränkt.

    WTF ist gar nicht der richtige Ausdruck dafür. Jetzt braucht der Killer nur den richtigen Metzger, der genug Schweine an die Haken hängt. Na toll.

  6. Gliedmaßen verdrehen - Das Opfer ist in einem Apparat festgemacht, dass nacheinander die Arme, dann die Beine und zum Schluss den Hals verdreht, bis die Knochen brechen.

    Das war schon heftig. Aber auch hier hält sich der Splatter-Faktor in Grenzen, da nur wenige, ganz kurze Blicke auf verdrehte Beine mit Knochen gezeigt werden.
    Ok... aber jetzt mal ehrlich. Wer kommt den auf so eine beschissene Idee? Und wer setzt sie dann noch um? Wenn ich ein Psychopat wäre, der nur noch wenige Tage zu leben hat und so viele Menschen wie möglich bestrafen will, würde ich sie nicht alle mit gleichen Mittel bestrafen um Zeit zu sparen??

  7. Gehirnoperation - Die Haut am Kopf wird aufgeschnitten und entfernt. Dann werden mit einem gewöhnlichen Haushaltsbohrer Löcher in die Schädeldecke gebohrt. Zum Schluss wird mit einer Handkreissäge ein Stück der Schädelplatte entfernt und das Hirn freigelegt.

    Hier wird nichts weggeschnitten oder geschönt. Hier bekommt man den real Deal. Aber ganz ehrlich. Jede Folge von Grey's Anatomy hat schlimmere Szenen als das.

Ja, das war Saw 3. Auch nicht viel spektakulärer.


Die Liste der Fallen und Ekelhaftigkeiten wird ein fester Bestandteil der Artikel für die restlichen Filme. Au, wie sehr ich mich auf morgen freue...

Ich muss sagen, meine Hauptfrage an die Saw-Filme steht immer noch: WARRUUUUUUUUM?

27. März 2012

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Ich weiß nicht so richtig, was ich noch sagen soll...

DUMM...

Einfach nur dumm, diese Filme.

Und was noch bei Saw III dazukommt, ist gähnende Langeweile. Mag man kaum glauben, bei so einer Art Film, aber es ist wirklich so. Denn der Film besteht aus 2 parallelen Handlungen, die immer wieder durch irgendwelche Rückblenden unterbrochen werden. Und das zieht sich auf 2 Stunden hin. Eurk.

Zuerst hat man das Gefühl, dass Saw 3 direkt an den zweiten Teil anknüpft, denn die erste Szene ist quasi eine Fortsetzung der letzten Szene des gestrigen Filmes. Später stellt sich aber heraus, dass es eher eine Rückblende war. Naja. Die Haupthandlung dreht sich um den Killer und seinen Partner und deren Beziehung, während nebenbei ein weiteres "Spiel" abläuft.

Der Killer liegt nämlich im Sterben, also hat sein Partner eine Ärztin organisiert. Die wird quasi gezwungen zu helfen, indem sie eine Falle trägt, die losgeht, wenn der Killer stirbt. Nebenbei ist ein Mann in einem Spiel gefangen, bei dem er mit dem Schmerz über den Verlust seines Sohnes konfrontiert wird. Währenddessen bekommt man immer wieder vorgeführt, was denn so in der Vergangenheit vom Killer und des Partners so passiert ist. Gähn.

Am Ende konvergieren die beiden Handlungen, alles war ein Spiel im Spiel im Spiel, der eigentliche Test war für den Partner, die Ärztin ist natürlich die Frau des Mannes aus dem Spiel und am Ende sterben alle. Richtig. Alle sterben. Bis auf den Mann. Der Killer, tot. Der Partner, tot. Die Ärztin, tot. Alle anderen im Film, tot. Da fragt man sich echt, wie es dann noch weitergehen soll, mit der Filmreihe. Und da ich weiß, dass ich noch nicht mal bei der Hälfte bin, nehme ich mal an, dass mir für die nächsten vier Filme noch mehr Rückblenden bevorstehen. Oder halt Prequels.

Juchu! Nicht.

Denn schon die Rückblenden in diesem Film waren eher störend für den Handlungsverlauf und haben die ersten Filme auch eher kaputtgemacht. Zudem werden erstmal alle bekannten Gesichter aus den vorherigen Filmen völlig sinnlos abgeschlachtet. Nun, dass sinnloses Abschlachten vs. die Spiele des Killers noch ein Plot-Punkt werden, hatte ich mir gedacht, trotzdem war es schade, bekannte Gesichter einfach so zu verheizen.

Der Splatter-Faktor hielt sich auch in diesem Film (noch?) in Grenzen, da hatte ich wiedermal Schlimmeres erwartet. Das perfide an den Saw-Filmen ist ja tatsächlich: Sobald kein Spiel oder keine Falle gezeigt werden, sondern tatsächlich Handlung sich abspielt, werden sie langweilig. Und der dritte Saw hatte zu viel Handlung.

Achja, es bleiben die üblichen Fragen:
  • WARUUUUUM???
  • Woher nimmt der Killer die Kohle und die Ressourcen für den ganzen Quatsch?
  • Woher nimmt der Killer die Zeit, sich die Fallen und Spiele auszudenken, seine Opfer zu beobachten und zu kidnappen und dann noch eine freudigen Plausch mit seinem Partner zu halten??

Saw 3 ist langweilig und sinnlos, und wie seine Vorgänger auch richtig dumm. Für Saw 4 bin ich jetzt etwas gespannt, wie der Tod des Killers behandelt wird, aber mehr auch nicht. Ein Abwärtstrend ist definitiv auch zu erkennen. Ein langsamer Trend. Deswegen bekommt Saw III von mir auch 1,5 Sterne von 5.

26. März 2012

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Montag. Sieben Tage, sieben Saw - Tag 2. Das heißt: Saw II stand auf dem Programm.

Nun, ich hatte ziemlich miese Befürchtungen. Aber die wurden zum Glück nicht ganz bestätigt. Ich finde Saw II zwar trotzdem dumm, aber nicht für die gleichen Gründe wie den gestrigen ersten Teil.

Saw 2 wirkt vom Aufbau etwas runder und durchdachter als der erste Film, trotzdem blieb ich eher mit einem großen Fragezeichen im Gesicht in der Couch hängen, als die Credits liefen. Die zwei Hauptfragen, die mir immer wieder durch den Kopf schießen, sind "WTF?" und "WARUM??". Warum das Ganze? Man erfährt zwar jetzt tatsächlich, dass der "Killer" Leute bestrafen will, die ihr Leben nicht wertschätzen, da bleibt aber immer noch die Frage "Warum der Aufwand?". Warum nicht einfach bestrafen statt Fallen zu stellen, bei denen man immer nur wieder die erste Frage ("WTF?") vor sich hinflucht.

Ok, statt zwei Typen in einem Zimmer haben wir diesmal eine Gruppe von Menschen in einem Haus. Mit Giftgas. Und Fallen. Auch hier werden (leider) wieder die Parallelen zu Cube ziemlich deutlich. Viel zu schnell verfällt der Film in diesen typischen Trott, bei dem einer der Gefangenen durchdreht und auf die anderen losgeht. Das zieht sich dann bis zum Ende durch und ist dann eher *gähn*. Leider wird auch gleich zu Beginn einer der interessantesten Charaktere in einem Ofen verheizt. Schade. Wenigstens sind unter den Gefangenen jetzt auch ein paar Nippel-Bimbos für den männlichen Zuscahuer. Währenddessen muss ein Polizei-Typi, dessen Sohn unter den Gefangenen ist, dabei zusehen und mit dem Killer reden.

Und schon wieder gibt es ein überraschendes Ende. Die Aufzeichnung ist nicht live, einer der Gefangenen arbeitet mit dem Killer zusammen und am Ende hätte der Polizei-Typi einfach nur abwarten müssen. Letzteres fand ich noch am Interessantesten, weil es mehr als nur Folter und Gequäle war, sondern ein echtes Psycho-Spiel. Chapeau, das fand ich ganz gut.

Ansonsten hält sich am Ende der Partner des Killers in einer Badewanne versteckt, um dem Polizisten aufzulauern. Ich frage mich, wie lange er hätte wohl warten müssen, hätte der Polizist was Anderes gemacht. Oder wenn der Psycho-Gefangene sofort auf den Partner losgegangen wäre. Zu viele Variablen, damit das eigentlich noch richtig funktioniert. Ts-ts.

Ich muss ehrlich sein. Saw II ist nicht besser oder schlechter als der erste Film. Er hat seine Fehler (andere als Teil 1), aber das macht ihn nicht schlechter. Zudem ist auch hier wieder der Gore/Splatter/Ekel-Faktor für so einen Film ziemlich niedrig. Man muss den Produzenten außerdem zu Gute halten, dass sie nicht versuchen, die Formel des ersten Teils komplett zu kopieren. Schön war auch, neben dem Killer ein paar bekannte Gesichter und Orte aus dem ersten Teil zu sehen. Diese Elemente wurden gut eingewoben und waren so unoffensiv. Man hat also nicht das Gefühl, dass die Produzenten einem das "Hey, wir sind eine Fortsetzung!" ins Gesicht klatschen wollte.

Alles in allem macht das ganze wieder 2 Sterne. Von 5. Wie Teil 1.

25. März 2012

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Idee in den Kopf gesetzt und gleich mit der Umsetzung begonnen. Ich habe ja die Zeit. Über die nächste Woche werde ich mir die Saw-Reihe anschauen. Jeden Tag einen Film. Weil ich's kann. Und weil ich keinen einzigen der Saw-Filme bisher gesehen habe..

Heute, am Sonntag, ging es also mit dem ersten Film "Saw" los. Nun, ganz ehrlich kann ich gar nicht viel dazu sagen. Ich fand ihn dumm. Einfach, weil mir die Motivation hinter diesen Fallen gefehlt hat und weil mir dahingehend zu viele Fragen unbeantwortet blieben. Ok, der Killer möchte also Leute bestrafen, die ihr Leben nicht wertschätzen. Aber warum? Nur weil er selber nicht mehr lange zu Leben hat? Hä?

Und warum in diesen ausgeklügelten unrealistischen Fallen? Warum nicht einfach vor die Wahl stellen? Und wenn die Falle so konzipiert ist, dass sowieso jemand stirbt (die Bärenfalle), wo ist da die Bestrafung? Da fehlt mir einfach die Tiefe.

Ich war ziemlich positiv überrascht, dass der erste Teil der Reihe noch kein Gore/Splatter/Horror-Gemetzel ist, sondern eher wie ein Thriller konzipiert ist. Das Setting mit zwei Menschen gefangen in einem Raum ohne Hilfe und Wissen hat mich sehr an Cube erinnert und das war noch das Interessanteste an dem Film. Ich hab mich auch gefreut, mit Ben und Miles zwei bekannte Gesichter aus Lost wiederzusehen, auch wenn sie beide schlussendlich ins Gras beißen.

Ansonsten merkt man dem Film sein Budget schon an. Die Autoverfolgungsjagd war das Käsigste was ich je gesehen hab, seit der Schießerei in Slipstream. WTF. Viele Szenen fand ich auch deutlich in die Länge gezogen und hatten irgendwie keinen Bezug zur Haupthandlung. Da merkt man deutlich, dass die Grundidee (2 Typen in einem Zimmer) zuerst da war und etwas möglichst Haarsträubendes außen rum gestrickt werden sollte.

Ich will nicht sagen, Saw sei schlecht. Er ist für sich schon intelligent. Nur ich find ihn dumm. Trotzdem muss ich ihm 2 Sterne geben. Einfach weil ich weiß, dass da noch Raum nach unten sein muss. Tragisch, aber ich konnte Saw einfach nichts abgewinnen und ich habe die Befürchtung, dass ich in einem Abwärtsstrudel gefangen bin...