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4. Juni 2012
27. Oktober 2009
Ich brauchte Shorts, also ging es heute in die Stuttgarter Innenstadt. Es wurde eine lange Suche. Warum? Weil ich nunmal Basketball-Shorts brauche und keiner (!!) der sogenannten Sportläden in Königstraße und Co. keine Basketballsachen führen. Weder Schuhe noch Klamotten. Warum ist das so? Ist Basketball so eine Randsportart?
Und falls man dann doch mal was findet, sind es Poser-Klamotten, die mit dem Sport nichts zu tun hab. Frustrierend. Im Footlocker bin ich dann doch noch fündig geworden. Doch Poser-Hosen, die aber für den Sport geeignet sind. Zwei Fetzen Stoff für 70 Euro. Bitter irgendwie. Aber wenigstens muss ich jetzt nicht nach 3 Trainingseinheiten die Waschmaschine anwerfen. Durststrecke überwunden.
Durststrecken haben auch andere. Der VfB, zum Beispiel. Gerade im Pokal herausgeflogen. Hrm, schade für Stuttgart, schade für Babbel. Ganz kann ich mein Schmunzeln aber dennoch nicht verkneifen. Ich freu mich einfach immer, wenn Lehmann hinter sich greifen muss. Und man muss zugeben: Stuttgart war die schlechtere Mannschaft. Da helfen auch starke letzte 10 Minuten nicht. Wenn die ihre Millionen nur durch Arschaufreißen verdienen, dann kann der Trainer auch mich einwechseln und ich lauf da meine 15 km auf und ab. Vielleicht sinken aber auch jetzt die horrenden Ebay-Preise für Tickets, an die man als Normalsterblicher normalerweise nicht kommt. Ist da noch das Bayern-Spiel für mich drin?
Einkaufen ging es dann noch. Mit meinem Mitbewohner immer ein besonderer Spaß. Ich vom Fußball elektrisiert und "Faauuuuuu Effffffff Beeeeeeee" brüllend durchs Kaufland. Siebzig (70) Einwegflaschen haben wir abgegeben. Endlich mal. Im Zuge dessen entschieden wir, dieses Jahr keine Getränke mehr Einzukaufen. Es gab
Macht insgesamt 101 Liter. Ich glaube, wir sind erstmal versorgt. Das dürfte eine Weile reichen. Vor allem mit dem Bier und dem Wasser, das mein Mitbewohner noch trinkt ;)

Am interessantesten ist, dass uns dieser Einkauf nur ein Drittel unseres teuersten Einkaufs gekostet hat. Als ich auf die Rechnung blickte, traute ich fast meinen Augen nicht. Da sieht man mal, was uns der ganze Müll, den wir sonst so kaufen, kostet. Und das obwohl wir diesmal auch viel Müll hatten.
Mein Mitbewohner hat sich auch noch eingedeckt... mit einem Novemberkalender.

Aber das Teil ist fehlerhaft. Es hat nur 24 Türchen und jeder weiß doch, dass der November 30 Tage hat. Mal ehrlich, warum werden diese Teile jetzt schon verkauft?
Naja, wenigstens haben wir bis zum 24. November Spaß...
Spaß hatten wir auch beim Einkaufen. Das Mädel an der Kasse mit uns sicher auch. Und der arme Tropf, der unsere 70 Flaschen auszählen musste. Was für ein ereignisreicher Tag...
Und falls man dann doch mal was findet, sind es Poser-Klamotten, die mit dem Sport nichts zu tun hab. Frustrierend. Im Footlocker bin ich dann doch noch fündig geworden. Doch Poser-Hosen, die aber für den Sport geeignet sind. Zwei Fetzen Stoff für 70 Euro. Bitter irgendwie. Aber wenigstens muss ich jetzt nicht nach 3 Trainingseinheiten die Waschmaschine anwerfen. Durststrecke überwunden.
Durststrecken haben auch andere. Der VfB, zum Beispiel. Gerade im Pokal herausgeflogen. Hrm, schade für Stuttgart, schade für Babbel. Ganz kann ich mein Schmunzeln aber dennoch nicht verkneifen. Ich freu mich einfach immer, wenn Lehmann hinter sich greifen muss. Und man muss zugeben: Stuttgart war die schlechtere Mannschaft. Da helfen auch starke letzte 10 Minuten nicht. Wenn die ihre Millionen nur durch Arschaufreißen verdienen, dann kann der Trainer auch mich einwechseln und ich lauf da meine 15 km auf und ab. Vielleicht sinken aber auch jetzt die horrenden Ebay-Preise für Tickets, an die man als Normalsterblicher normalerweise nicht kommt. Ist da noch das Bayern-Spiel für mich drin?
Einkaufen ging es dann noch. Mit meinem Mitbewohner immer ein besonderer Spaß. Ich vom Fußball elektrisiert und "Faauuuuuu Effffffff Beeeeeeee" brüllend durchs Kaufland. Siebzig (70) Einwegflaschen haben wir abgegeben. Endlich mal. Im Zuge dessen entschieden wir, dieses Jahr keine Getränke mehr Einzukaufen. Es gab
- 12x Apfelschorle á 1,5l = 18l
- 6x Tonic á 1,5l = 9l
- 12x Apfelsaft á 1l = 12l
- 12x Orangensaft á 1l = 12l
- 20x Cola-Mix á 1l = 20l
- 8x Eistee Zitrone á 1,5l = 12l
- 8x Eistee Pfirsich á 1,5l = 12l
- 30x Capri-Sonne á 0,2l = 6l
Macht insgesamt 101 Liter. Ich glaube, wir sind erstmal versorgt. Das dürfte eine Weile reichen. Vor allem mit dem Bier und dem Wasser, das mein Mitbewohner noch trinkt ;)
Am interessantesten ist, dass uns dieser Einkauf nur ein Drittel unseres teuersten Einkaufs gekostet hat. Als ich auf die Rechnung blickte, traute ich fast meinen Augen nicht. Da sieht man mal, was uns der ganze Müll, den wir sonst so kaufen, kostet. Und das obwohl wir diesmal auch viel Müll hatten.
Mein Mitbewohner hat sich auch noch eingedeckt... mit einem Novemberkalender.
Aber das Teil ist fehlerhaft. Es hat nur 24 Türchen und jeder weiß doch, dass der November 30 Tage hat. Mal ehrlich, warum werden diese Teile jetzt schon verkauft?
Naja, wenigstens haben wir bis zum 24. November Spaß...
Spaß hatten wir auch beim Einkaufen. Das Mädel an der Kasse mit uns sicher auch. Und der arme Tropf, der unsere 70 Flaschen auszählen musste. Was für ein ereignisreicher Tag...
8. Oktober 2009
Morgen geht es auf den Wasen zum Volksfest. Alle Jahre wieder muss ich mir ein gesellschaftliches Outing geben, bei dem alle Hemmungen fallen, Leute zu schlechter Musik auf Bänken tanzen, für GeldBier viel zu viel Geld bezahlt wird und die Freunde zu willenlosen Sklaven des Alkohols werden.
Nunja, ganz so schlimm ist es nicht, dennoch weiß ich nicht, warum ich mir das jedes Mal antue. Gerade jetzt, wo ich dem Alkohol abgeschworen habe, muss ich völlig nüchtern mit ansehen, wie der Gerstensaft seine Wirkung tut. Dabei wird es nicht mal ganz so lustig, denn die Freunde fangen 3 Tage vorher auf einmal an nacheinander klein bei zu geben. Der eine muss am nächsten Tag fahren und will eher weg. Ein anderer kommt später, wegen der Arbeit. Der nächste hat so viel um die Ohren, dass er vielleicht gar nicht kommt. Ein weiterer kommt vielleicht gar nicht, wegen der Arbeit und der Freundin... oder so.
Da kommt mir doch die Frage hoch: Warum tun wir das nur jedes Mal, wenn keiner diesem Ereignis eine hohe Bedeutung beimisst? Wäre es nicht besser, sich irgendwo an einem ruhigeren Ort zu weniger Bier mit mehr Gesellschaftlichkeit zu treffen? Nein, es muss das Volksfest sein. Warum auch immer.
Für mich wird das zum gesellschaftlichen Experiment. Sind betrunkene Freunde und schlechte Musik auch nüchtern aushaltbar? Gibt es Spezi aus dem Maßkrug? Und vor allem die alles umfassende Frage nach dem Warum. Was macht das Volksfest so besonders? Warum brauchen Menschen immer eine Ausrede sich mit Freunden zu treffen und zu trinken? Geht das unter normalen Umständen überhaupt noch?
Ich erinnere mich gerne an lustige Abende in meiner Heimat, die vollkommen spontan und ungeplant waren. Die endeten auch immer in Exzessen, aber da wenigstens mit guter Musik. Seufz. Es nutzt ja nichts.
Also werde ich die Gelegenheit nutzen und meine Beobachtungen twittern. Ja, ganz richtig. Perfekt für Stalker, die ihre sozialen Kontake lieber im Netz als im realen Leben treffen oder aber auch einfach nur für Interessierte. Morgen ab 15 Uhr geht es aufs Volskfest und ich bin live dabei. Mein Twitter-Account auch. Es sollte eigentlich eine Beobachtung der Degeneration und De-evolution meiner Freunde werden, aber vielleciht wird es einfach nur ein Bericht der Gesamtsituation. Auf jeden Fall trage ich bestimmt zur Sinnlosigkeit von Twitter bei.
Wer dabei sein möchte, ist herzlich eingeladen. Viel Spaß...
Nunja, ganz so schlimm ist es nicht, dennoch weiß ich nicht, warum ich mir das jedes Mal antue. Gerade jetzt, wo ich dem Alkohol abgeschworen habe, muss ich völlig nüchtern mit ansehen, wie der Gerstensaft seine Wirkung tut. Dabei wird es nicht mal ganz so lustig, denn die Freunde fangen 3 Tage vorher auf einmal an nacheinander klein bei zu geben. Der eine muss am nächsten Tag fahren und will eher weg. Ein anderer kommt später, wegen der Arbeit. Der nächste hat so viel um die Ohren, dass er vielleicht gar nicht kommt. Ein weiterer kommt vielleicht gar nicht, wegen der Arbeit und der Freundin... oder so.
Da kommt mir doch die Frage hoch: Warum tun wir das nur jedes Mal, wenn keiner diesem Ereignis eine hohe Bedeutung beimisst? Wäre es nicht besser, sich irgendwo an einem ruhigeren Ort zu weniger Bier mit mehr Gesellschaftlichkeit zu treffen? Nein, es muss das Volksfest sein. Warum auch immer.
Für mich wird das zum gesellschaftlichen Experiment. Sind betrunkene Freunde und schlechte Musik auch nüchtern aushaltbar? Gibt es Spezi aus dem Maßkrug? Und vor allem die alles umfassende Frage nach dem Warum. Was macht das Volksfest so besonders? Warum brauchen Menschen immer eine Ausrede sich mit Freunden zu treffen und zu trinken? Geht das unter normalen Umständen überhaupt noch?
Ich erinnere mich gerne an lustige Abende in meiner Heimat, die vollkommen spontan und ungeplant waren. Die endeten auch immer in Exzessen, aber da wenigstens mit guter Musik. Seufz. Es nutzt ja nichts.
Also werde ich die Gelegenheit nutzen und meine Beobachtungen twittern. Ja, ganz richtig. Perfekt für Stalker, die ihre sozialen Kontake lieber im Netz als im realen Leben treffen oder aber auch einfach nur für Interessierte. Morgen ab 15 Uhr geht es aufs Volskfest und ich bin live dabei. Mein Twitter-Account auch. Es sollte eigentlich eine Beobachtung der Degeneration und De-evolution meiner Freunde werden, aber vielleciht wird es einfach nur ein Bericht der Gesamtsituation. Auf jeden Fall trage ich bestimmt zur Sinnlosigkeit von Twitter bei.
Wer dabei sein möchte, ist herzlich eingeladen. Viel Spaß...
19. September 2009
20. Mai 2009
Beflügelt vom gestrigen Kreativitätstest muss ich doch noch niederschreiben, was denn so Kreatives beim Marketingseminar in Berlin entstanden ist.
Die Aufgabe war es, ein Produkt zu erfinden, egal ob technisch möglich oder nicht. Nach langem Tauziehen in meiner Gruppe zwischen Kampfrobotern und Holodecks, einigten wir uns darauf, dass es doch etwas mit Bier und eventuell Küchengeräten zu tun haben sollte.
Was dabei rauskam? Zapfmeister!
Zapfmeister ist ein Bierautomat, der ähnlich wie eine Senseo-Kaffeemaschine mit "Bier-Pads" gefüttert wird und mit Leitungswasser ein köstliches Bier zaubert. Jede Brauerei ist natürlich bei dem Konzept voll dabei und liefert den entsprechenden Pads. Features sind natürlich ein Temperaturregler, den man bis auf das Hundertstel genau einstellen kann, verschiedene Zapfsounds, die man auch im zugehörigen Internetportal runterladen kann, und ein ergonomisches Design.
Der Zapfmeister ist modularisierbar. Neben der normalen Version gibt es den Zapfmeister Classic, der wie eine alte Zapfanlage aussieht und sich statt über einen Knopf über einen Hebel bedienen lässt, und den Zapfmeister nano in Form einer 0,33l Bierdose. Bei diesem kann man die Pads im Boden einbauen und die Dose mit Wasser füllen. Per Knopfdruck wird dann der Mechanismus ausgelöst, der aus dem Pad das beste vom Bier holt - natürlich mit dem gleichen Geräusch, das eine Dose macht, wenn man sie zum ersten Mal öffnet. Über diese Module kann man verschiedene Zielgruppen ansprechen. Der normale, ergonomische für die modernen Leute, der Classic für die Traditionalisten und der nano für die hippen jungen Leute. Dabei soll es auch noch verschiedene Größen geben: Für Weizengläser, Maßkrüge und natürlich die Kneipenversion, die mehrere Krüge gleichzeitig füllt.
Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Bier auf Knopfdruck! Was muss man eigentlich mehr sagen. Es gibt kein Kistenschleppen mehr und der Keller eines Hauses wird zur überflüssigen Räumlichkeit. Der Zapfmeister ist unglaublich platzsparend und die Pads einfach zu lagern. Mit den Pads spart man sich auch das Gerenne mit dem Pfand und außerdem planten wir ein günstigeres Preismodell als die Flaschen. Die Maschine arbeitet so effizient, dass sie kaum Wasser und Strom verbraucht und kein Tropfen vergeudet wird. Bei einem Stromausfall sollen eingebaute Solarzellen den Bierstrom nicht versiegen lassen.
Am zweiten Tag ging es darum, unser Produkt zu vermarkten. Wir strebten eine Kampagne an, bei dem das Moderne mit dem Traditionellen vermischt wird.

Wir nahmen also den für Bier typischen Mönch oder Abt und setzten ihn vor unsere moderne Maschine. Die Werbung hebt die Vorteile hervor: Der Abt muss nicht schleppen und der Zapfmeister ist ohne Probleme zu bedienen. Hinter der Maschine steht eine volle Röhre mit Pads, ein weiteres gibt es in der Großaufnahme zu sehen. Beim Slogan orientierten wir uns an Augustiner Bier ("Gottgewolt"): Zapfmeister - Göttlich gezapft!
Unser Marketing-Dozent war auf jeden Fall schwer beeindruckt. Er meinte, dass wir mit dem Slogan gut auf die Werbung eingehen. Das die Benefits zwar ersichtlich sind, der Kundennutzen aber noch etwas mehr herausgearbeitet werden müsste (Vielleicht einen sich totschleppenden Mönch zeigen). Ansonsten ist es dabei wichtig, einen guten Blick auf das Gerät und sein modernes Design zu bekommen, so dass die Mischung aus Modernität und Tradition ein gutes Verhältnis bekommt. Aber sonst hatte er nicht viel zu bemängeln.
Um mehr auf die junge Generation einzugehen und den Zapfmeister nano zu bewerben, hatten wir noch ein paar Ansätze für unser Maskottchen: Zapfman. Wo wir da inspiriert wurden, ist wohl offensichtlich. Oh yeah.
Der Zapfmeister hat natürlich das Seminar gerockt. Dagegen kam keine Luxusjacht, keine Handelskette für Hundeaccessoires und keine Apple Hotels an. Das ist Kreativität. Bitte mehr davon im Steinbeis-Studium. Sollte der Zapfmeister je technisch realisiert werden, dann darf er in keinem Haushalt mehr fehlen.
Die Aufgabe war es, ein Produkt zu erfinden, egal ob technisch möglich oder nicht. Nach langem Tauziehen in meiner Gruppe zwischen Kampfrobotern und Holodecks, einigten wir uns darauf, dass es doch etwas mit Bier und eventuell Küchengeräten zu tun haben sollte.
Was dabei rauskam? Zapfmeister!
Zapfmeister ist ein Bierautomat, der ähnlich wie eine Senseo-Kaffeemaschine mit "Bier-Pads" gefüttert wird und mit Leitungswasser ein köstliches Bier zaubert. Jede Brauerei ist natürlich bei dem Konzept voll dabei und liefert den entsprechenden Pads. Features sind natürlich ein Temperaturregler, den man bis auf das Hundertstel genau einstellen kann, verschiedene Zapfsounds, die man auch im zugehörigen Internetportal runterladen kann, und ein ergonomisches Design.
Der Zapfmeister ist modularisierbar. Neben der normalen Version gibt es den Zapfmeister Classic, der wie eine alte Zapfanlage aussieht und sich statt über einen Knopf über einen Hebel bedienen lässt, und den Zapfmeister nano in Form einer 0,33l Bierdose. Bei diesem kann man die Pads im Boden einbauen und die Dose mit Wasser füllen. Per Knopfdruck wird dann der Mechanismus ausgelöst, der aus dem Pad das beste vom Bier holt - natürlich mit dem gleichen Geräusch, das eine Dose macht, wenn man sie zum ersten Mal öffnet. Über diese Module kann man verschiedene Zielgruppen ansprechen. Der normale, ergonomische für die modernen Leute, der Classic für die Traditionalisten und der nano für die hippen jungen Leute. Dabei soll es auch noch verschiedene Größen geben: Für Weizengläser, Maßkrüge und natürlich die Kneipenversion, die mehrere Krüge gleichzeitig füllt.
Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Bier auf Knopfdruck! Was muss man eigentlich mehr sagen. Es gibt kein Kistenschleppen mehr und der Keller eines Hauses wird zur überflüssigen Räumlichkeit. Der Zapfmeister ist unglaublich platzsparend und die Pads einfach zu lagern. Mit den Pads spart man sich auch das Gerenne mit dem Pfand und außerdem planten wir ein günstigeres Preismodell als die Flaschen. Die Maschine arbeitet so effizient, dass sie kaum Wasser und Strom verbraucht und kein Tropfen vergeudet wird. Bei einem Stromausfall sollen eingebaute Solarzellen den Bierstrom nicht versiegen lassen.
Am zweiten Tag ging es darum, unser Produkt zu vermarkten. Wir strebten eine Kampagne an, bei dem das Moderne mit dem Traditionellen vermischt wird.
Wir nahmen also den für Bier typischen Mönch oder Abt und setzten ihn vor unsere moderne Maschine. Die Werbung hebt die Vorteile hervor: Der Abt muss nicht schleppen und der Zapfmeister ist ohne Probleme zu bedienen. Hinter der Maschine steht eine volle Röhre mit Pads, ein weiteres gibt es in der Großaufnahme zu sehen. Beim Slogan orientierten wir uns an Augustiner Bier ("Gottgewolt"): Zapfmeister - Göttlich gezapft!
Unser Marketing-Dozent war auf jeden Fall schwer beeindruckt. Er meinte, dass wir mit dem Slogan gut auf die Werbung eingehen. Das die Benefits zwar ersichtlich sind, der Kundennutzen aber noch etwas mehr herausgearbeitet werden müsste (Vielleicht einen sich totschleppenden Mönch zeigen). Ansonsten ist es dabei wichtig, einen guten Blick auf das Gerät und sein modernes Design zu bekommen, so dass die Mischung aus Modernität und Tradition ein gutes Verhältnis bekommt. Aber sonst hatte er nicht viel zu bemängeln.
Um mehr auf die junge Generation einzugehen und den Zapfmeister nano zu bewerben, hatten wir noch ein paar Ansätze für unser Maskottchen: Zapfman. Wo wir da inspiriert wurden, ist wohl offensichtlich. Oh yeah.
Der Zapfmeister hat natürlich das Seminar gerockt. Dagegen kam keine Luxusjacht, keine Handelskette für Hundeaccessoires und keine Apple Hotels an. Das ist Kreativität. Bitte mehr davon im Steinbeis-Studium. Sollte der Zapfmeister je technisch realisiert werden, dann darf er in keinem Haushalt mehr fehlen.
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