18. November 2009

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Das Leben ist nicht einfach. Es gibt keine Anleitung für ein perfektes Leben. So steht's jedenfalls über dem Blog Life ain't perfect. Und oftmals spiegelt sich das auch in den Beiträgen wieder: In einem perfekten Leben hätten wir so manche Situationen besser gemeistert oder manch attraktive Person in der Disko angesprochen, doch wir haben es nicht.

Bei Life ain't perfect geht es aber genau um dieses was wäre wenn. Man findet Kurzgeschichten, Anektoden und Fantasien, die manchmal zu weit und manchmal nicht weit genug gehen. Geschrieben werden sie von Anja, die sich zufälligerweise auch hier in der Gegend rumtreibt und immer besonders viel Spaß auf der Linie S1 zwischen Hauptbahnhof und Böblingen zu haben scheint.

Wunderbar geschriebene Beiträge geben Einblicke in ihrem Kopf und geben einem das Gefühl die Geschichte mitzuerleben. Dabei darf man immer fleißig raten, was und wieviel einer Geschichte sich im wahren, unperfekten Leben abgespielt haben. Komplementiert wird das von Gedanken und Videos und natürlich dem obligatorischen Twitter-Account.

Alles in allem ein wunderbares Paket für die Leseliste, bei dem man nichts falsch machen kann. Auch für die älteren Beiträge sind sehr gut für diese Internetnachmittage, an denen man eigentlich was wichtiges zu tun hat, von dem man sich ablenken will. Zum Eintauchen, Mitträumen und Genießen...

www.lifeaintperfect.de
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Ich weiß, ich weiß: Schadenfreude ist keine schöne Freude und man sollte über Schmerzen und Missgeschicke von anderen nicht lachen.

Aber wenn es um Unfälle und Angriffe mit Gymnastikbällen geht, dann kann ich nicht mehr anders. Bei manchen von den hier gezeigten Szenen habe ich Tränen gelacht.

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Es ist immer wieder erstaunlich, was Kreativität, Versiertheit, Liebe zum Detail und ein bisschen Geekness aus den Menschen herauskitzeln können. Durch puren Zufall bin ich auf diesen Screenshot gestoßen:


Ich dachte, das wäre nur Concept Art, aber nach ein paar Klicks durch die verlinkten Blogs (DesignYouTrust | Diskursdisko) kam man dann doch zum Urheber dieses Bildes, Eric Ruth. Eric ist Spieldesigner und baut tatsächlich ein Retro Left 4 Dead, komplett im Stil von klassichen NES-Titeln. Er nennt das "De-Make" (statt Remake). Das Spiel gibt es wohl ab Frühjahr 2010 zum Download und wird alle Features vom Orginal Left4Dead enthalten, alle Kampagnen und auch die Special Infected Zombies.

Auch ein Gameplay-Video gibt es schon:

Großartig und witzig. Das versüßt mir die Wartezeit auf das gestern erschienene Left4Dead 2. Amazon sagt, es kommt am Montag ^^ Valve hat mich bisher noch nie enttäuscht und deshalb denke ich, dass auch dieses Spiel überzeugen wird, auch wenn es erst 1 Jahr her ist, dass der erste Teil herauskam. Das Preview sieht ja schonmal gut aus. Wenn sie hiervon mitbekommen, dann kann es sogar sein, dass wir "NES Left 4 Dead" vielleicht auf Steam zu Gesicht bekommen, denn Valve war ja schon immer ein Freund von solchen Spielereien der Community.

Wenn Left4Dead 2 doch nicht so toll wird, dann kann man sich schonmal auf dieses Spiel freuen. Ich bin auf jedenfall schonmal gespannt wie Eric ein Angriff der Horde umsetzt. Bis dahin kann man ja mal seine anderen Spiele ausprobieren.
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Wenn die Welt untergeht, dann nicht ohne mich!

Ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich das letzte Mal im Kino war. Es muss wohl District 9 gewesen sein. Heute war 2012 von Roland Emmerich im Gloria dran. Ich muss sagen, dass ich wohl nie wieder ins Gloria gehen werde, wenn ich "vorne" also "nach oben" sitze. Diejenigen, die es kennen, wissen was ich meine. Die Sitze sind nicht in der richtigen Position, der Hals tut weh und die Vorderleute sitzen einfach höher als man selbst.

Zum Film: 2012 basiert auf der Prämisse, dass einige Völker wie zum Beispiel die Mayas voraussagen, dass im Jahr 2012 die Welt untergeht. Diese Prämisse wird einmal kurz erwähnt, den Rest des Filmes ist sie egal. Die Erklärung der Phänomene ist wohl eine Sonnenerruption und dass alle Planeten in einer Linie stehen. Das verursacht die Erwärmung des Erdkerns was wiederum ermöglicht, dass alle Erdplatten sich frei bewegen können.

Eins muss man Roland Emmerich lassen: Er ist der König der Zerstörung. Die Special Effects waren bombastisch. Wie es Los Angeles aus den Fugen hebt oder wie ein gigantischer Vulkan ausbricht, das hat er einfach nur drauf. Besonders die kleinen Details waren grandios.

Aber in einem ist der gute Herr Emmerich leider auch der Meister: Hollywood-Klischees. Das Problem ist, dass das Ausspielen dieser Klischees so 90er Jahre ist. Wenn da eine Person sagt "Lass keinen Graben zwischen uns entstehen" und danach tut sich sofort eine Erdspalte zwischen den Gesprächspartnern auf, dann ist das schon längst kein Schenkelklopfer mehr, sondern nervt einfach. Auch viele Oneliner kommen vor dem so ernsten Hintergrund (schließlich geht die Menschheit zu Grunde) irgendwie nicht so lustig rüber.

Insgesamt war die ganze erste halbe Stunde zum Einschlafen. Der Film dreht sich um die typische dysfunktionale Familie und die ganze Geschichte darum ist so aufgesetzt und langweilig, dass man am Liebsten vorspulen möchte. Noch dazu muss es natürlich so ein riesen Sonnenschein-Happy-End geben, dass sich der Film praktischerweise 5 Minuten vor Schluss noch dem nervigen neuen Mann der Ex-Frau entledigt und ihm nicht mal den Heldentod gönnt. Am Ende schließen sich alle in den Arm und er ist vergessen. Puh.

Ich bin normalerweise jemand, der Filmfehler und Plotlöcher nicht so mitbekommt oder gerne zum Wohle des Filmerlebnisses übersieht, aber hier war das nicht möglich. Es würde sicherlich den Rahmen dieses Beitrages sprengen, hier alles zu nennen. Nur so viel sei gesagt, ein Tor, dass etwas weniger als 10 Minuten braucht um sich zu öffnen, ist wohl kaum in weniger als einer Minute geschlossen. Ach Moment, es war gar nicht zu, denn ein Gummischlauch hat die Zahnräder mit gefühltem 500-Meter-Durchmesser blockiert. Zahnräder, auf die so eine unglaublich große Kraft wirken muss und die vorher einen menschlichen Körper geschreddert haben. Autsch.

Am Ende ist dann alles in Ordnung. Die kaputte Familie ist heil. Der Nerd bekommt das Mädchen. Die Menschheit ist gerettet. Afrika ist das neue Pangea. Und alles böse, was die Erde heimgesucht hat ist weg, ganz ohne glitzernde Vampire oder Harry Potter. Applaus gabs dafür nicht. Dafür gab's hinterher spannende Diskussionen, ob eine 1,5 km hohe Welle den Himalaya erreichen würde und ob es so sinnvoll war, alle SchlauchRettungsboote schön nebeneinander aufzureihen.

Ich muss sagen, dass ich schon ein wenig mit den Zähnen knirschen muss, weil ich das Geld dafür bezahlt habe. Ganz ehrlich: Als Film war es mir das nicht Wert. Die Effekte waren dagegen atemberaubend und die wirken wohl nur im Kino so genial eindrucksvoll. Alles, was nicht mit dem Weltuntergang zu tun hatte, war langweilig, uninspiriert, unnötig und nervig. Das konnte selbst der Gastauftritt von Woody Harrelson nicht anheben... und schon gar nicht die seltsame Synchronstimme von Danny "Lethal Weapon" Obama Glover.

1,5 Sterne von 5. Und das nur so hoch wegen den Special Effects.

17. November 2009

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HINWEIS: Dieser Eintrag ist veraltet. Die hier beschriebene Methode funktioniert nicht mehr. Eine gängige Methode wird hier beschrieben: http://lifeenhancingtrivia.blogspot.com/2011/01/gesperrte-youtube-videos-ansehen-2.html (Stand: 21.01.2011)

YouTube sperrt Videos. Warum? Weil jemand, der die Rechte an ein paar Klängen mit Text hat, meint er verdiene nicht genug Geld. So auch zum Beispiel den Besuch beim Herrn Dreimann, ich berichtete bereits.

Weil darin nicht mal 30 Sekunden eines Songs verwendet werden, die nicht hätten verwendet werden dürfen. Dreißig Sekunden! Und wegen dieses Schnipsels verliert Sony oder wer auch immer die Rechte am Song hat Geld. Nein, das ist keine kostenlose, nutzergenerierte Werbung für den Song, sondern eine kostenpflichtige Verwendung.

Aber gegen Sinnlosigkeit kann man ankämpfen. Man sollte die Videos trotzdem schauen können. Kann man. Mit Googles eigenen Waffen:
  1. Einfach Goolge Translate aufrufen (http://translate.google.com/translate_t)
  2. Video URL (z.B. http://www.youtube.com/watch?v=YPu0BhEHiTE) ins Textfeld einfügen
  3. "Übersetzen"-Button klicken
  4. Video genießen
  5. Fertig
Oder folgende URL verwenden:
http://translate.google.com/translate?&sl=en&tl=de&u=

Hinter dem "u=" muss nur noch die gewünschte YouTube-URL gesetzt werden.

Nun, das Dreimann-Video muss nicht euer Favorit sein, aber es klappt mit jedem anderen in Deutschland gesperrtem Video auch. Im Moment jedenfalls...

Zum Beispiel funktioniert auch: http://translate.google.com/translate?&sl=en&tl=de&u=http://www.youtube.com/watch?v=pcJwz7wu8_s

Warum das funktioniert? Die Videos sind natürlich _nur_ in Deutschland gesperrt und der Übersetzungsdienst von Google scheint nicht auf einem Server in Deutschland zu arbeiten, sodass die Auflösung der IP-Adresse durch YouTube nur das Land des Translate-Servers findet und das Video abgespielt wird. Proxy für Dummies...

16. November 2009

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Montag: Training
Dienstag: Joggen + Fitness
Mittwoch: Training
Donnerstag: Fitness
Freitag: Training
Samstag: Spiel
Sonntag: Squash
Heute: Training

Die letzten Tage hatten es in sich. Ob ich es übertreibe und mich kaputt mache? Vielleicht. Am besten lasse ich morgen mal die Fitness weg, Joggen reicht.

Ein bisschen zieht es schon in den Beinen...
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Ich liebe es, wenn in den Medien sportliche Leistungen hochgelobt werden, die eigentlich keine sind. Besonders die deutsche Medienlandschaft ist immer ganz schnell dabei, wenn es darum geht, deutsche Leistungen zu feiern, obwohl es eigentlich nichts zu feiern gibt. So auch im Spiegel-Online-Artikel über den Schwimm-Weltcup in Berlin.

Es ist mittlerweile jedem bekannt, dass die High-Tech-Anzüge beim Schwimmen einen großen Vorteil ausmachen. Sie halten den Schwimmer über was und sorgen für bessere Stromlinienförmigkeit. Als damals bei den Olympischen Spielen Michael Phelps die Weltrekorde zu Staub zermalen hat, sprachen die deutschen Schwimmer im ZDF-Studio noch trotzig davon, dass die US-Schwimmer nur gedopt sein können. Jetzt, wo feststeht, dass die Anzüge verboten werden, haben sie sie aber noch für sich entdeckt.

So attestiert der Artikel Paul Biedermann brilliante Leistungen, obwohl dieser selbst zugibt, dass er für eine andere Bekleidung zu viel Gewicht hätte und wahrscheinlich absaufen würde. Großartig.



Einzig Ausnahmetalent Phelps aus den USA trainiert schon für die neue/alte Kleiderordnung und setzt auf eine Badehose. Für die deutschen Medien sieht er natürlich gegen einen deutschen Sportler alt aus. Nur in einem kurzen Satz wird erwähnt, dass er in einem Lauf den zweiten Platz erreichte.



Sorry Jungs, aber ganz ehrlich, da steht der wahre Sportler, das Ausnahmetalent, der euch wohl alle bald ganz alt aussehen lässst. Den wer in der neuen unvorteilhaften Kleiderordnung den zweiten Platz gegen diese hochmodernen Anzüge schafft, der hat echt was auf den Kasten. Anstelle die wahren Größen im Sport zu erkennen, feiern wir uns nur lieber selber. Aber nicht für Erfolge, die wir wirklich verdienen, sondern über solche, die uns die Technologie möglich gemacht hat.

Schön zu sehen, dass diese Selbstzufriedenheit wenigstens nicht nur im Fußball vorhanden ist. Wir werden ja sehen, wie brilliant wir doch alle sind, wenn wir uns unter gleichen Bedingungen messen. Es leben die wahren Sportler unter uns. Die wahren Größen. Denn ich habe Michael Phelps bisher noch in keinem Studio wimmern sehen und rumheulen, dass alle die neuen modernen Anzüge benutzen, während er schon in der alten Badehose rumläuft.