9. Oktober 2009

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Gestern musste ich mit Entsetzen feststellen, dass mein Mitbewohner noch niemals "Total Recall" gesehen hat. Da ich stolzer Besitzer der DVD dieses Filmes bin, konnte ich das schnell ändern.

Total Recall ist ein Starvehikel für Arnold Schwarzenegger, welches auf einer Geschichte von Philip K. Dick basiert. Dick's Geschichten brachten unter anderen auch Filme wie Blade Runner, Minority Report, Paycheck, A Scanner Darkly und Next hervor. Die Umsetzung dieser Filme mag dabei manchmal nicht so gut gewesen sein, allerdings sind die Geschichten dahinter stets großartig. So auch bei Total Recall.

Darin geht es um Douglas Quaid, der ein moderates Leben als Bauarbeiter führt und ständig vom Mars träumt. Da er sich den Flug nicht leisten kann, beschließt er zu Rekall zu gehen. Rekall verpflanzt Erinnerungen und Quaid entscheidet sich für einen Egotrip als Geheimagent auf dem Mars. Bei der Verpflanzung der Erinnerungen geht etwas schief und seitdem wird er von Agenten des reichsten Geschäftsmanns auf dem Mars verfolgt. Es entwickelt sich ein Katz- und Mausspiel und langsam kommt Quaid hinter eine mehrschichtige Verschwörung, hinter der immer mehr zu stecken scheint, als der Zuschauer gerade ahnen kann. Dabei werden immer wieder Zweifel gesät, ob die ganze Geschichte nicht doch nur ein Produkt einer verpflanzten Erinnerung ist.

Bei Total Recall handelt es sich um einen grandiosen Mix aus Action und Verschwörung, bei der der Zuschauer sofort in den Bann gezogen wird. Immer wieder fragt man sich, ob die ganze Geschichte real ist und was als nächstes passieren wird, auch das Ende ist mehrdeutig. Erst beim wiederholten Sehen kann man ihn so richtig genießen, da man mehr auf Details und Verhaltensweisen der Charaktere achtet, die definitiv zur Vielschichtigkeit beitragen. Großartig sind die Vorhersagen, denn immer wieder, wenn Andeutungen gemacht werden, dass Quaid die ganze Geschichte sich nur einbildet, wird genau angekündigt was genau als nächstes passieren wird.

Der Film enthält viel übertriebene Gewalt, wodurch er in Deutschland nicht ungeschnitten erhältlich ist. Als stolzer Besitzer einer DVD aus Österreich kann ich den Film komplett genießen. Diese absurde und überdrehte Gewalt, sowie die lässigen Sprüche hinterher gehören einfach in die späten 80er/frühen 90er. Zusätzlich trägt diese Übertreibung dazu bei, das alles für ein Spiel zu halten. Da fragt man sich doch, wieso es Quaid immer wieder gelingt zu entkommen, Kopfschüsse auszuteilen und die schwierigsten Situationen zu überleben. Ist es vielleicht nicht doch nur ein Spiel?

Mein Mitbewohner ist eigentlich kein Freund von Science-Fiction-Filmen, doch diesen fand er einfach großartig; und das sagt schon viel aus. Die fesselnde Art und die ständige Doppeldeutigkeit sorgen dafür, dass man trotz der übertriebenen Gewalt und dem Science-Fiction-Hintergrund ein packendes Filmerlebnis hat, bei dem man gerne auch den Kopf ausschalten und 2 Stunden einfach nur genießen kann. Kaum ein Action-Film bietet mehr Komplexität. Dieser Film ist ein wahres Glanzstück in der Karriere von Arnie und Regisseur Paul Verhoeven.

4,5 von 5 Sterne.

8. Oktober 2009

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Morgen geht es auf den Wasen zum Volksfest. Alle Jahre wieder muss ich mir ein gesellschaftliches Outing geben, bei dem alle Hemmungen fallen, Leute zu schlechter Musik auf Bänken tanzen, für GeldBier viel zu viel Geld bezahlt wird und die Freunde zu willenlosen Sklaven des Alkohols werden.

Nunja, ganz so schlimm ist es nicht, dennoch weiß ich nicht, warum ich mir das jedes Mal antue. Gerade jetzt, wo ich dem Alkohol abgeschworen habe, muss ich völlig nüchtern mit ansehen, wie der Gerstensaft seine Wirkung tut. Dabei wird es nicht mal ganz so lustig, denn die Freunde fangen 3 Tage vorher auf einmal an nacheinander klein bei zu geben. Der eine muss am nächsten Tag fahren und will eher weg. Ein anderer kommt später, wegen der Arbeit. Der nächste hat so viel um die Ohren, dass er vielleicht gar nicht kommt. Ein weiterer kommt vielleicht gar nicht, wegen der Arbeit und der Freundin... oder so.

Da kommt mir doch die Frage hoch: Warum tun wir das nur jedes Mal, wenn keiner diesem Ereignis eine hohe Bedeutung beimisst? Wäre es nicht besser, sich irgendwo an einem ruhigeren Ort zu weniger Bier mit mehr Gesellschaftlichkeit zu treffen? Nein, es muss das Volksfest sein. Warum auch immer.

Für mich wird das zum gesellschaftlichen Experiment. Sind betrunkene Freunde und schlechte Musik auch nüchtern aushaltbar? Gibt es Spezi aus dem Maßkrug? Und vor allem die alles umfassende Frage nach dem Warum. Was macht das Volksfest so besonders? Warum brauchen Menschen immer eine Ausrede sich mit Freunden zu treffen und zu trinken? Geht das unter normalen Umständen überhaupt noch?

Ich erinnere mich gerne an lustige Abende in meiner Heimat, die vollkommen spontan und ungeplant waren. Die endeten auch immer in Exzessen, aber da wenigstens mit guter Musik. Seufz. Es nutzt ja nichts.

Also werde ich die Gelegenheit nutzen und meine Beobachtungen twittern. Ja, ganz richtig. Perfekt für Stalker, die ihre sozialen Kontake lieber im Netz als im realen Leben treffen oder aber auch einfach nur für Interessierte. Morgen ab 15 Uhr geht es aufs Volskfest und ich bin live dabei. Mein Twitter-Account auch. Es sollte eigentlich eine Beobachtung der Degeneration und De-evolution meiner Freunde werden, aber vielleciht wird es einfach nur ein Bericht der Gesamtsituation. Auf jeden Fall trage ich bestimmt zur Sinnlosigkeit von Twitter bei.

Wer dabei sein möchte, ist herzlich eingeladen. Viel Spaß...

6. Oktober 2009

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Heute stand "Battle for Terra" auf dem Programm. Der Film aus dem Jahr 2007 ist ein computeranimiertes Science-Fiction-Abenteuer.

Terra ist ein idyllischer Planet, auf dem alle nur das Leben zu genießen scheinen. Mala ist eine der friedfertigen Bewohner dieses Paradieses. Eines Tages verdunkelt sich die Sonne und Raumschiffe entführen einige Bewohner. Mala gelingt es, einen der Invasoren zu stoppen. Es stellt sich heraus, dass Menschen den schönen Planeten für sich auserkoren haben. Nachdem die Erde zerstört wurde, waren sie Generationen unterwegs. Ihr Raumschiff ist am Ende und die Bewohner verzweifelt. Das ist ihre letzte Chance. Und so beginnt die Schlacht um Terra, die das Schicksal beider Rassen entscheiden soll.

Battle for Terra ist ein toller Film, der vor allem von der Emotion lebt. Hier sind die klassischen Rollen vertauscht. Hier ist der Mensch der Aggressor, der ohne Rücksicht auf die Umstände nur auf sein eigenes Wohl bedacht ist. Aber auch die Bewohner von Terra haben ihre Geheimnisse. Die Klischees werden umgedreht, aber auf beiden Seiten gibt es Personen, die sich mit der Situation auseinandersetzen und mit der anderen Seite sympathisieren.

Der Film ist nur knappe 75 Minuten lang und hat kaum Zeit viele Probleme mehr als nur anzureißen. Einige Szenen kommen zu kurz und manche Konflikte werden nicht bis zum Ende ausgelebt. Man muss sich mit den typischen Science-Fiction-Zufällen begnügen, aber das ist für einen Filmfan ziemlich einfach. Schön ist, dass er von Anfang bis Ende aus Sicht von Mala und ihren Artgenossen spielt und nicht zu viel Zeit auf die Menschen verschwendet.

Wirklich lebendig wird der Film durch die Gefühle, die er hervorruft. Battle for Terra lebt von starken Bildern, guten Charakteren und vor allem von dem Mitgefühl des Zuschauers für die Terraner. Er mag nicht ganz ausgereift sein, die Animation muss nicht jedem zusagen und auch das Ende mag nicht jedem gefallen, aber dennoch hat er ein starkes Thema und etwas, was heutzutage nicht viele Filme haben: Herz.

4 von 5 Sterne. Definitiv Sehenswert.



Wikipedia: Deutsch | Englisch
Trailer: Apple | Youtube
IMDB: Klick :)
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Man nehme knuddellige Anime-Figuren im Konsolenspiel-Stil, gebe eine etwas seltsame Story dazu, mixe viele Popkultur- und Videospielreferenzen hinein und schon hat man einen der krassesten und tollsten Filme im Web.

Ich übertreibe nicht. "Kings of Power 4 Billion %" ist einer der besten Filme, die ich im Netz gesehen habe: Mitreißend, witzig und abgedreht, untermalt von schräger Musik.

Der Macher, Paul Robertson, ist Trickfilm- und Spiel-Animator und hat wohl ein Faible für die schrägen Dinge der japanischen Kultur. In seinem Blog findet man regelmäßig Zeichnungen, Videos und Comics.

Für Kings of Power hat er wohl länger gebraucht. Hier der Trailer von YouTube:


Den Film gibt es zwar auch bei Youtube, allerdings ist der Qualitätsverlust enorm. Deshalb empfehle ich die offiziellen Links von Paul HIER und HIER. Es sind etwa 250 MB, der Film ist etwa 15 Minuten lang. Aber die sind, wie gesagt, absolut lohnenswert. Wer sich trotzdem der schlechten Youtube-Qualität hingeben will, der muss dort nur nach dem Filmtitel suchen.
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Ein wunderschöner Beitrag zur Killerspiel-Debatte, Counter-Strike für Kinder:


Pretend you're playing the real Counter-Strike

5. Oktober 2009

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Der Herbst kommt in großen Schritten, die Wolken hängen tief und trotzdem gibt's noch intensive Sonnenaufgänge...



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Auf Visual Literacy findet man das Periodensystem der Visualisierung.


Es ist bestimmt eine gute Idee, alle bzw. die meisten der gängigen Visualisierungsarten zu kategorisieren und zusammen aufzuführen, dennoch kann man diese Techniken sicher nicht einfach so in so eine Systematik bringen. Man sollte also nicht so viel Wert auf die Systematik legen, sondern diese Übersicht einfach nur benutzen, um seine Kenntnisse aufzufrischen oder erweitern. Für eine Partie Business Bullshit-Bingo reicht es bestimmt alle Mal.