13. September 2009

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Grml... blödes Pink Power in Böblingen.

Da wollten wir eigentlich nur ein bisschen Squash spielen am Sonntag und dann hat das Ding zu. Der Grund: Sommerferien. Heute ist tatsächlich der letzte Sonntag der Ferien, morgen geht die Schule wieder los. Und die haben in den Ferien sonntags nur von 9 bis 14 Uhr auf. Warum das denn?? Und auf der Homepage steht das nicht mal... ganz schlecht...

Nunja, stattdessen gab es dann halt chinesisches Essen beim China Thai Imbiss in der Stadtgrabenstraße. Da gibt es riesige Portionen zu einem kleinen Preis. Und das Essen ist verdammt lecker. Die Frühlingsrollen musste ich natürlich gleich probieren. Fünf Minirollen gibt es da für 1,50 €. Der Preis ist super, der Geschmack auch. Wenn ich da in anderen Restaurants 6 Minirollen für 6,50 Euro bekomme, dann sehe ich erstmal, was da für Gewinnmargen erzielt werden.

Dazu gab es noch leckere Ente mit Erdnusssoße. Eine riesige Portion für 7 Euro. Da kann man nichts falsch machen. Lecker und super. Dort gehe ich immer wieder gerne hin. Sport habe ich keinen gemacht, dafür hab ich Entenpower! Oder auf Neudeutsch: Duckpower!
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Lange hat es gedauert, aber ich bin durch. Ich bin mit meinem Buch "jPod" von Douglas Coupland fertig.

In jPod erzählt der Hauptcharakter Ethan von seinem Leben als Spieleentwickler in seinem Großraumbüro. Das Büro wird jPod genannt, da durch einen Datenbankfehler alle Personen, deren Nachnahme mit einem J beginnt, diesem Büro zugeteilt werden. Neben den typischen Programmiererunterhaltungen, Popkulturreferenzen und verrückten Aktionen, die seine Kollegen und er starten, muss Ethan sein Leben mit seiner Familie balancieren: Sein Vater ein glückloser Schauspieler, seine Mutter ein drogendealender Freigeist und sein Bruder ein Immobilienhändler mit dubiosen Geschäftskontakten nach China.

Das Buch soll eine Art spiritueller Nachfolger zu Couplands Buch "Microserfs" sein, allerdings konnte ich nicht viel davon in diesem Werk finden. Während man in Microserfs sich als computeraffiner Mensch noch einigermaßen mit den Charakteren identifizieren konnte, wirken die Personen aus jPod zu lebensfremd und zu konstruiert. jPod beschreibt dann doch nicht das Leben eines Programmieres, sondern doch eher Ethans verrückte Abenteuer in China oder eine Lesbenfarm und das finde ich ziemlich schade.

jPod ist ein Buch, dass sehr viel Spaß machen kann, wenn man sich darin wiederentdeckt. Wenn die Charaktere versuchen ihre Arbeitszeit durch herumsurfen zu überbrücken oder sich gegenseitig Scherze spielen, dann wirken sie am Leben. Spiele wie finde die Nicht-Primzahl unter den ersten zehntausend Primzahlen oder finde das O, welches eine Null unter den ersten einhundertausend Stellen von Pi ersetzt, dann kommen einem die Figuren sehr real vor.

Wenn Ethan aber auf der Suche nach seinem alten Boss durch China stolpert und auf Douglas Coupland trifft, der eine Figur in seinem eigenen Roman wird, dann wirkt das ganze Werk doch surreal und auf wackligen Beinen. Auch ist irgendwie nie eine Richtung zu erkennen und so wirkt das ganze Buch irgendwie eher wie ein Bericht als eine Geschichte, bei der man sich mit den Figuren identfiziert.

Deshalb ist jPod (offizielle Seite) wohl nur ein Buch, das ich wegen seinen Highlights und Perlen schätzen kann, aber nicht wegen der Gesamtgeschichte. In meinem Regal wird es wohl zum Staubfänger, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass ich es nochmal lese.

Mein absoluter Höhepunkt befindet sich ziemlich früh im Buch, als jeder der Hauptpersonen einen Brief an Ronald McDonald schreibt, in dem der Clown von McDonald's überzeugt werden soll die entsprechende Person zu heiraten. Besonders die Briefe der männlichen Mitarbeiter sind köstlich.

Für wahre Einblicke in das Leben eines Programmierers empfehle ich aber Couplands Microserfs (dt. Mikrosklaven)...
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Ein paar andere Eindrücke und recht amüsante Einträge zum Besuch Angela Merkels auf dem Marktplatz in Stuttgart gibt es im Piratenwiki.

Wenn man mehr Eindrücke einer solchen Veranstaltung sieht, dann kann man manches auch viel besser einordnen. Schade, dass ich die Wasserbomben verpasst habe, das hätte sicherlich zu meiner allgemeinen Belustigung beigetragen. Nur die Männer in Grün, die sich deshalb den Weg durch die Menge bahnten, konnte ich erhaschen. Vielleicht gibt es ja noch mehr lustige Wahlkampfveranstaltungen. Hier erstmal das weitere Material, welches auch im Piratenwiki zu finden ist.

Die Stuttgarter Zeitung verallgemeinert in ihrem Bericht etwas zu stark und auch sie stempelt die Piraten als Bösewichte der Veranstaltung ab. Die Zeitung feiert die CDU gleich mit. Na, wo ist da die nötige Neutralität?

In Kiri's Blog gehts da etwas amüsanter her. Mit einigem Witz und einer schönen Prise Ironie wird über das Merkel berichtet. Interessanter und amüsanter war nur noch der Alki, der wohl das einzig richtige Schlusswort dieser Veranstaltung sprach.

Auf Kais Weblog gibts noch die Geschichte aus dem Blickwinkel eines Piraten. Er berichtet auch von handgreiflich werdenden Rentner. Auch sowas hab ich schon erlebt. Manche sind da echt militant. Auf der Veranstaltung sah ich nur eine korpulente Frau, die versuchte einem Piraten die Fahne zu klauen. Kai hat wenigstens ein paar der Sprüche meiner Lieblings"chaoten" verstanden.

Zu guter Letzt noch ein paar Videos:

Eindrücke:


Merkels Rede:


Vielen Dank dafür an das Piratenwiki und an die Leute, die daran mitwirken. Das Netz vergisst nichts.

12. September 2009

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Heute stand nochmal Steinbeis auf dem Programm.

Die Klausur in nationalem und europäischem Recht drehte sich in der ersten Aufgabe um einen Verkäufer aus Deutschland, der ein paar Säcke gebrauchte Schuhe an einen Verkäufer nach Uganda verkauft. Beides sind Mitgliedsstaaten der UN. Es war herauszustellen, ob das CISG angewendet werden kann. Sechs Wochen nach der Lieferung und dem Weitertransport stellt der Käufer fest, dass die Schuhe nicht der vereinbarten Qualität entsprechen. Er lässt sie vernichten. Kurz danach gibt er dem Verkäufer bescheid. Zwei weitere Wochen danach fordert er eine Vertragsauflösung. Die Frage war nun, ob das so geht. Nunja, er hat sich mit der Prüfung und mit der Vertragsauflösung etwas zu lange Zeit gelassen, deswegen ist das wohl nicht rechtens.

Die zweite Frage drehte sich um einen deutschen Hersteller von Käse, der seinen rindenlosen Emmentaler in Frankreich verkaufen will, aber in Frankreich darf nur Käse mit Rinde unter dem Namen "Emmentaler" mit Rinde verkauft werden. Es sollte erörtert werden, ob der EG-Vertrag anwendbar ist und ob das Verbot gegen ihn verstößt. Ja und Ja.

Nunja, danach kam internationale Rechnungslegung dran. Etwas trocken und langatmiger Stoff. Wichtige Sachen sind da wohl Einkommenssteuerrecht, unbeschränkt und beschränkt, Doppelbesteuerung und die Rechnungslegung nach IFRS, vor allem Bewertung von Grundvermögen und Segmentberichterstattung.

Den Abschluss bildete die großartige Wahl zum Studentenvertreter. Erst fand sich kaum jemand und dann fand auch noch ein Stechen wegen dem Stellvertreter statt. In diesem Stechen gab es sogar noch einmal eine Stimme für den schon gewählten Vertreter. Großartig, so funktioniert Demokratie. In zwei Wochen geht es dann weiter mit dem zweiten Teil des Kurses. Man darf gespannt sein.

11. September 2009

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Wenn man für etwas einsteht, dann muss man auch Kritik vertragen. Aber muss man auch öffentliche Anfeindungen und Verleumdung über sich ergehen lassen?

Ich bin ganz offen Sympathisant der Piratenpartei. Ich sehe eine Entwicklung in der heutigen Politik und Gesellschaft, die mir, als Zukunft dieses Landes, meine Freiheiten und Entwicklung einschränken. Genau dagegen kämpft die Piratenpartei. Aus diesem Grund trug ich heute mein Piratenpartei-T-Shirt zum Besuch von Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel in Stuttgart. Eigentlich war ich weder dort um zu protestieren, noch um zu jubeln. Mich hat die ganze Geschichte einfach nur interessiert. Was mir aber da für Leute begegnet sind...


Ich stellte mich etwas abseits und nicht zur Piratenpartei. Ich hatte auch nicht groß vor mit deren Anhänger zu socializen. Das erwies sich spätestens zu Beginn der Reden als richtige Entscheidung, denn eine kleine Gruppe Chaoten, die sich wohl aus Anhängern der Piraten, der Jusos und der Linksjugend zusammensetze, brüllte Parolen und verteilte Pfiffe. Da wollte ich nicht dabei stehen. Und das wirft auch ein schlechtes Licht auf die Piraten.


Es war schon amüsant, dass Günther Oettinger als größten politischen Feind der CDU die kleine Piratenpartei ansieht. Kein Wort zu den Grünen oder zur Linken. Nein, die Piratenpartei bereitet der CDU wohl die meisten Sorgen, sonst hätte er diese wohl nicht als einzige Partei erwähnt. Ist ja klar, wenn man bedenkt, wohin die Jungwähler sich wenden. Als er also zu seiner Schimpftirade gegen die Bewegung ansetzte und deren Anhänger mit Kinderschändern gleichsetzte warf ich etwas lauthals ein "Der hat doch keine Ahnung" in die Runde.

Ein Nebensteher von mir bekam das mit und legte los. Wenn ich einmal Kinder hätte, dann hätte ich wohl auch ein anderes T-Shirt an und würde über diese ganze Sache anders denken. "Ahja", entgegnete ich, "sie haben sich wohl auch nicht informiert." Oh doch, er sei sehr informiert, für Kinderpornos wären wir. Das Gespräch war beendet, aber mir war klar, dass er wohl aus Bild und Co. informiert war. Er mag recht haben, dass ich mal anders denken werde und vielleicht nicht dieses T-Shirt tragen werde, allerdings kann man schon heute nicht seine Augen vor Problemen verschließen und einfach ein Stopp-Schild davor setzen. Und die Piratenpartei setzt sich für weit mehr ein. Da ich die Persönlichkeitsrechte wahren will, werde ich nicht schreiben, wer von den Leuten in der folgenden Aufnahme dieser öffentliche Menschengruppe er ist.


Nach der Veranstaltung kam eine Frau zu mir und fragte mich, ob ich das mit dem T-Shirt ernst meine. Auf mein Ja meinte sie noch im Gehen, dass ich den Wohlstand in Deutschland nicht zu schätzen wisse und dass ich froh sein sollte. Ich meinte, dass ich sehr froh bin in Deutschland zu sein und ich gerne hier lebe, aber da war sie schon fort. Nunja... ich würde ja gerne mit den Leuten diskutieren, aber sie lassen ja keine Diskussion zu. Ich stelle mich nicht hin und sage, dass ich gegen Netzsperren bin und lasse keine Argumente zu. Ich will diskutieren. Aber das können wohl einige nicht verstehen, dass manche Forderungen und Gedanken auch Hintergründe haben. Das Problem an der Sache ist wirklich das Desinteresse der Leute an den wahren Hintergründen und so wird ein Mitglied der Piratenpartei halt gleich für viele zum Kinderschänder. Das darf einfach nicht wahr sein. Hier bauen schon die Leute ihre eigenen Stopp-Schilder vor der Wahrheit auf. Ganz, ganz schlecht...

Sonst war die Veranstaltung auf dem Marktplatz in Stuttgart recht interessant und amüsant. Die eingekaufte Band hatte etwas Probleme bei Shakiras Whenever, Wherever, aber die Sängerin überspielte ihr mangelndes Gesangstalent mit Pausen die wie Mikrophonausfälle klangen. Vor Angela Merkels Auftritt kam ein kleiner Einspieler über alle Kanzler der CDU, in dem eine Zeichentrickversion von Konrad Adenauer wie der Imperator aus Star Wars wirkte. Der Einspieler von der Bundeskanzlerin erwähnte zwar, dass sie der erste CDU-Kanzler des Jahrtausends war, aber nicht, dass sie die erste Frau in diesem Amt ist. Das war wohl nicht so wichtig, wie die Jahrtausendfrage.


Im ersten Teil mussten sich die Politiker viele Fußballfragen gefallen lassen. Ja, das mag das deutsche Publikum. Für Politik zu desinteressiert, für Fußball begeistert. Ob VfB, Nationalmannschaft oder selbst sogar Damennationalmannschaft, alle durften ran. Die Lokalkandidaten für Stuttgart konnten sich einen Seitenhieb auf den Kandidaten der Grünen, Cem Özdemir, nicht verkneifen, denn der tritt ja für Stuttgart an, wohnt aber in Berlin-Kreuzberg. Frau Merkel würde gerne "Stärken stärken und Schwächen fördern", ob das so förderlich ist. Günther Oettinger musste sehr oft betonen, dass Baden-Württemberg früher mal so ganz mies arm war. Zu guter Letzt musste Frau Bundeskanzlerin wiederholt betonen, was für ein guter Partner und Freund doch Amerika ist. Dass aber heute vor 8 Jahren der schreckliche Terroranschlang auf das World Trade Center in New York war, hatte sie wohl vergessen. Nicht mal eine Erwähnung oder eine mahnende Erinnerung daran. Das ist auch etwas arm. So wie Baden-Württemberg früher. Aber mit Kraft und Ingenieurswissen macht man das wieder wett, oder so.. Schön ist auch immer wieder das die friedliche Revolution in der DDR als Verdienst der CDU hingestellt wurde.

Alles in allem war es eine nette Veranstaltung, ich habe mal ein paar Nerds der Stuttgarter Piraten gesehen und die Kanzlerin live erlebt. Bei ihrem Marsch zur Bühne kam sie sogar bei mir vorbei, allerdings war sie für meine Handykamera so flink wie ein Wiesel und es ist nur ein brauner Fleck ihres etwas unglücklich gewählten Outfits zu sehen. Vieles was sie sagt ist ja auch die volle Wahrheit oder absolut erstrebenswert, wäre da nicht dieser Nebensatz "und das können wir nur mit der CDU erreichen". Eigentlich wollen doch alle Parteien nur das Beste für Deutschland, nur wie sie es erreichen wollen, ist unterschiedlich. Deshalb ist Politik eigentlich auch gar nicht so schwer und jeder sollte Wählen gehen.


Nächste Woche ist noch Gregor Gysi in Stuttgart, aber da bin ich wahrscheinlich zur Champions League. Da werden dann bestimmt auch nicht 8500 Menschen kommen, aber es wird sicherlich trotzdem eine interessante Veranstaltung. Mal schauen. Und Gregor Gysi will bestimmt auch keine Kinderpornos, genausowenig wie die Piraten...

10. September 2009

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Do you want to go to the sea side?
I'm not trying to say that everybody wants to go.
I fell in love at the sea side.
She handled her charm with time and slight of hand.

But I'm just trying to love you any kind of way.
But I find it hard to love you, girl, when you're far away.

Do you want to go to the sea side?
I'm not trying to say that everybody wants to go.
But I fell in love on the sea side.

on the sea side...