11. Oktober 2013

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Passend zum Film am Mittwoch versuche ich gerade meine eigene blogmäßige Wiedergeburt. Geht ja gar nicht, diese gähnende Leere. Und warum nicht einen Tag wie Mittwoch nutzen, um das hier wieder in die Gänge zu bringen.

Am Mittwoch waren nämlich Pandas zu Besuch in Stuttgart. Gleich 1600 Stück. Der WWF ist nämlich auf Tour, um mit der Aktion kräftig Aufmerksamkeit zu erzeugen und Stuttgart war vor Hamburg die vorletzte Station. Insbesondere ging es in Stuttgart um den Nationalpark Schwarzwald und den Schutz der dortigen Auerhähne.



Die 1600 Pandas werden also vom WWF auf dem Marktplatz platziert und die Leute können darin spazieren, sie anheben oder umsortieren. Es ist interessant, wieviele Leute die Skulpturen irgendwie besonders anordnen müssen und sie nach irgendeinem System aufbauen. Ich liebe bei solchen Aktionen das Chaos und die unzähligen Zufälle und Motive, die daraus entstehen, aber irgendwo gibt es immer wieder Menschen, die das in ihrem Kopf in irgendein System bringen müssen. Fuck the System, Enjoy the Chaos!




Auf unserem Weg zum Kino kamen wir dann noch am Schlossplatz vorbei, als eine sehr interessante Band von Straßenmusikern gerade ihre Gerätschaften aufbaute und anfing zu spielen. Die Jungs nennen sich Die Dölzschner nach ihrer Heimat Dresden-Dölzschen. Was in den Jungs so speziell ist, ist ihr Sound, den sie mit einem HT-Phon erzeugen. Ein HT-Phon ist ein Selbstbau-Instrument aus unterschiedlich langen Abflussrohren, auf die mit Gummi (Flip-Flops, Größe 38) geschlagen wird um Töne zu erzeugen.


Neben diesen Klängen vom HT-Phon machen die Jungs auch noch richtig gute Musik dazu; jazzig, funky, poppig. Da fällt einem der Like bei Facebook nicht schwer. Zur Zeit sind sie gerade auf "Europa-Tour" mit einem Bus fahren sie durch die Städte als Straßenmusiker und wollen zum Jahreswechsel in Marokko sein. Auf ihrer Homepage kann man ihren Blog dazu lesen. Da bin ich mal gespannt.




Zum Essen ging es dann noch ins Schönbuch Brauhaus in der Nähe vom Schlossplatz, wo ich es auch noch nie hingeschafft hatte. Und das hat sich auch gelohnt. Das Essen war sehr lecker, mein Radler war aber eher Wasser. Und das, obwohl Foursquare meinte, das Bier wäre gut. Hmpf.

Aber zusammen mit dem Kino dann doch ein guter Tag, um wieder etwas zu berichten und das hier mal wieder anzukurbeln... Auf geht's!

10. Oktober 2013

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Ich hatte mich schon lange nicht mehr so auf einen Film gefreut, wie ich mich auf Gravity gefreut habe. Der positive Hype, die guten Kritiken, der interessante Trailer und Vergleiche mit anderen epischen Kinowerken ließen schon beim Gedanken an den Film einen Nervenkitzel in mir aufkommen. Und gestern wurde ich nicht enttäuscht.

Die Handlung von Gravity ist schnell erzählt: Katastrophe im Weltraum und Astronauten kämpfen ums Überleben. Aber im Kern ist er viel mehr. Eine Geschichte über Verlust, Tod und Wiedergeburt. Voller Symbole, aber auch spannende Unterhaltung, wenn man die Symbole nicht sieht oder ignorieren möchte. Gravity macht als Weltraumfilm alles richtig, um auch keine Weltraumfreunde in den Bann zu ziehen, nicht so wie andere gescheiterte Versuche (Ja, ich meine dich, Mission to Mars).

Ich hatte zwar nach so vielen spoilerfreien Schnipseln, die ich aufschnappen konnte, an ein modernes 2001 gedacht, aber ich habe sehr schnell festgestellt, dass so ein Film heute nicht mehr gehen würde. Sandra Bullock sagt im Film, am meisten im All liebe sie die Stille. Davon hätte man sich im Kinosaal etwas gewünscht. Aber die Aufmerksamkeitsspanne ist heute viel zu kurz. Ein schwarzes Bild mit nur Ton, das wäre gestern gar nicht gegangen. Zuviel gelaber, zu viele helle Handybildschirme und zu viel Popcorn. Filme wie 2001 sind nur noch was für's Wohnzimmer.

Gravity aber ist für das Kino gemacht. Der Bildschirm kann gar nicht groß genug sein um dieses Monstrum an Bildern und Effekten in sich zu saugen. Das 3D ist fantastisch. So fantastisch, dass man von Anfang an nicht merkt, dass der Film überhaupt in 3D ist und dass man überhaupt eine Brille auf hat. So muss 3D sein, natürlich, dem Film dienend, ohne Gimmicks oder lächerliche Effekte.

Die Extra-Dimension ist nicht nur visuell sichtbar, sondern sie ist gleichzeitig eine Metapher für den Film. Zweidimensional betrachtet haben wir hier einen spannenden Actionfilm, dreidimensional betrachtet haben wir ein tiefgreifendes Meisterwerk, dass in die Seele eines Menschen blickt.

Neben den fantastischen Bildern hat der Film noch einen grandiosen Soundtrack, der genauso wie der Film immer besser und rasanter wird. Dazu bleibt der Film in seiner Physik und der Darstellung des Weltraums nahe der Realität. Es gibt keinen Ton im Weltraum und um so beklemmender und spannender ist es, als die Welt um Sandra Bullock zusammenbricht und sie es nicht mitbekommt, weil man es nicht hört. Schauspielerisch hat sie mit dem Oscar zwar schon alles erreicht gehabt, aber ich glaube Gravity ist ihr Höhepunkt. Perfekter geht es wohl nicht, das ist ganz großes Schauspielen.

Ab hier würden dann jetzt ein paar Spoiler und Themen kommen...


Gravity hat eine deutliche Struktur: Im ersten Teil geht es um den Verlust, im zweiten Teil um Geburt. Sandra Bullock muss erst durch die Hölle gehen, um dann wiedergeboren zu werden. Der Wechsel und die Einleitung der Geburt ist so offensichtlich, dass ich es selbst den Clowns zutraue, die den ganzen Film gelabert haben. Nach all den Verlusten leitet sie ihre Wiedergeburt selbst ein, sie trennt sich vom letzten Überbleibsel ihrer Qual, dem schweren Raumanzug, um in ihrem "Geburtsanzug" in die Embryonalstellung zu fallen. Für einen Moment hält man inne, ob sie daraus je wieder erwacht, doch dann kommen die Wehen in Form der zerberstenden Raumstation und sie schwebt durch den rebellierenden Mutterleib. Also muss ein neuer Anzug her, mit Nabelschnur, und dann kommen die Qualen der Geburt. Auch die ist nicht ohne Komplikationen und wie im echten Leben gibt es für den letzten Teil keine Anleitung und sie muss improvisieren.

Als sie es vermeintlich geschafft hat, gibt es noch ein letztes Hindernis, ein letztes Zerren um zu testen, ob sie wirklich bereit in die neue Welt zu gehen, eine Welt von der sie sich im ersten Teil des Filmes losgesagt hat. Die Geburt war erfolgreich, die Reise ist komplett. Da fehlte nur noch der schwarze Monolith irgendwo im Hintergrund.


Diese Reise war es wert: 5 Sterne. 100%. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Und das, obwohl ich etwas Anderes erwartet hatte.

16. September 2013

12. September 2013

5. September 2013

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Ich hab sie doch noch nicht alle durch, diese billigen Mikrowellen-Currywürste. Am CurrySnacker von Lidl bin ich entweder immer blind vorbeigelaufen oder es gab ihn einfach nicht. Zugegebenermaßen bin ich auch nicht so oft im Lidl.

Den CurrySnacker gibt es sogar in 2 Variationen, einmal mit Bockwurst und einmal als Bratwurst. Kostet laut Internetz 1,30 Euro, es gibt also für 2,60 Euro eine doppelte Portion Currywurst.


Die Marke Chef Select kennt man wohl nicht, es gibt aber interessante Trivia: Im Februar 2013 hat die Firma Freshvale für Lidl dort Metallteile reingemacht (Quelle). Heute gibt's die Dinger von Chef Select. Oho.

Naja, ist ja auch Wurst und ab in die Mikrowelle damit.


Jetzt hat man Zeit, mal die Inhaltsstoffe checken, die hier so wunderbar unscharf sind.


In beiden Sorten gibt's 55% Wurst, die zu 85% aus Schweinefleisch ist. Nom. Interessant, dass die Bockwurst mehr Kilokalorien und dafür weniger Eiweiß hat. Fertig sieht das dann so aus:


Man kann die Bratwurst eindeutig erkennen, obwohl ich nicht sicher bin, ob diese "Bratspur" nicht extra aufgetragen wurde. Ich bezweifle, dass diese Wurst je eine Pfanne von weiten gesehen hat.


Die BoWu ist eher so standard.



Die Soße hat bei beiden Portionen relativ gleich geschmeckt, sehr süßlich und geschmackvoll tomatig, voller Zucker, nehme ich an. Der richtige Geschmack und die Schärfe kam vom mitgelieferten Currypulver, welches jeweils unterschiedlich verpackt war und eine andere Färbung hatte.

Der Unterschied des Wurstgeschmacks war sehr deutlich. Die Bratwurst schmeckt würziger und herzhafter, trotzdem ziehe ich wohl die Bockwurst vor. Soße bleibt wieder sehr viel übrig, eine Semmel wird empfohlen. Geschmacklich würde ich sie im oberen Drittel meiner getesteten Mikrowellenwürste ansiedeln. Aber die schnitten ja alle nicht so schlecht ab. Auch eine doppelte Portion macht für eine Mahlzeit nicht wirklich satt, trotzdem würde ich nicht empfehlen, sich mehr davon gleichzeitig reinzuhauen.

Guten Appetit.

29. August 2013

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Es ist wieder soweit, der Wahl-O-Mat 2013 für die Bundestagswahl ist online. Und wie immer steht man vor einer Reihe von Thesen und kann sich die Übereinstimmung mit den Parteien ansehen.

Mein Ergebnis: Wieder mal PIRATEN. War auch schon bei den letzten Malen so.


Das ist nicht überraschend, weil ich mich auch ideologisch nah an den Piraten sehe, allerdings habe ich dem Trauerspiel der Selbstzerstörung dieser Partei nicht lange zusehen können.


Viel interessanter als das eigentliche Ergebnis mit der Übereinstimmung sind die Haltungen der einzelnen Parteien zu den Sachverhalten. Zum Beispiel die letzte Forderung: "Einführung von Volksentscheiden auf Bundesebene!" Alle, aber wirklich alle, meiner betrachteten Parteien sind dafür. Wird aber deshalb ein Gesetz auf den Weg gebracht? Nein.

Politik ist scheiße und ein echtes Trauerspiel. Es wird einfach keine Sachpolitik gemacht. Die FDP ist für die Gleichstellung von allen möglichen Partnerschaften mit der Ehe ("Gleiche Pflichten, gleiche Rechte, liberale Haltung, blabla"), stimmt aber im Bundestag dagegen. Jeder Gesetzesentwurf von der Opposition wird mit der Mehrheit im Bundestag niedergeknüppelt. Das ist einfach nur schlecht für jedes Land und das ist keine Demokratie. Das ist keine Politik, das ist Kindergarten.

Und so lange das so weitergeht, bleibt einem ja nichts anderes übrig, als Piraten zu wählen. Neuer frischer Wind, damit mal nicht immer alles so gemacht wird, wie es immer war und damit dieses Kasperletheater mal aufgemischt wird.

Letztendlich kann aber nur einen Tipp geben: Geht wählen, ihr alle da draußen. Das ist eure einzige Chance sich zu beteiligen, denn Volksabstimmungen wird's wohl keine geben, auch wenn alle dafür sind.

www.wahl-o-mat.de/bundestagswahl2013